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Ostbayern weiter auf dem Abstellgleis

Veröffentlicht am 09.12.2006 in Verkehr

Der Fahrplanwechsel der Bahn am kommenden Sonntag bringt durch die schnellere Anbindung der Strecke München-Nürnberg , da die Anbindung Ostbayerns nach wie vor Stiefkind der Verantwortlichen ist, meint der Oberpfälzer SPD-Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl.

„Ich begrüße natürlich, dass die ICE-Verbindung zwischen Nürnberg und München und der Regionalexpress nunmehr noch schneller ist und der Halbstundentakt eingeführt wird“, so Strobl, „Mancher Oberpfälzer mag durch die Stationen Kinding und Ingolstadt von dem schnelleren Takt profitieren, aber unter dem Strich bleibt das Problem der Anbindung der Oberpfalz und Niederbayerns an München, das Fernstreckennetz und den Münchener Großflughafen weiter bestehen. Ein ‚Ostbayern-Airport-Express` etwa ist nach wie vor in weiter Ferne.“

Für die neue ICE-Strecke der Bahn wurde ein Etat von über drei Milliarden Euro benötigt, der tiefe Löcher in anderen Landesteilen und Bereichen aufreißt, wie etwa bei dem Ausbau und der Instandhaltung der Schieneninfrastruktur. Hier werden oft nur die nötigsten Arbeiten ausgeführt wodurch die Zugverbindungen oft langsamer und die Taktfrequenz zurückgefahren wurden. „Die Bahn orientiert sich bereits an der Börse und steht daher unter dem Zwang profitabel wirtschaften zu müssen. Das wird natürlich zuerst bei den Strecken spürbar, die als weniger ertragreich gelten. Die gleichzeitigen Haushaltskürzungen des Freistaats im Öffentlichen Personennahverkehr tun ihr übriges. Das werden wir in der Oberpfalz sehr unmittelbar zu spüren bekommen. Allein die Fahrzeit von Regensburg nach München beispielsweise hat sich seit 1992 um 10 Minuten verlängert, wie aus einer Anfrage meines Landtagkollegen Jochen Wahnschaffe hervorging. “

Strobl fordert die Staatsregierung auf, sich dafür einzusetzen, dass die ostbayerischen Gebiete besser an das nationale Schienennetz angebunden werden, allen voran die Strecke Weiden-Regensburg-München: „Mit veralteten Waggons, ständigen Verspätungen und schlecht abgestimmten Fahrplänen lässt sich kein Staat machen. Wir brauchen bessere, schnellere und weniger umständliche Verbindungen, damit die Bahn für die Bürger wieder attraktiv wird und sie vom Auto in den Zug umsteigen. Doch momentan wird der ländliche Raum von der Bayerischen Staatsregierung im wahrsten Sinne abgehängt.“

Mdl Reinhold Strobl

 

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