Seit ihrer Gründung im Jahr 1982 engagiert sich die Landesarbeitsgemeinschaft Bayern Entwicklungshilfe Mali e.V. (kurz: "LAG Mali e.V."), deren zweiter Vorsitzender der Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl (SPD) ist, nach dem Grundsatz der "Hilfe zur Selbsthilfe“. Zusammen mit Adolf Schatz, ebenfalls Mitglied im Vorstand der LAG Mali, freut sich Strobl über die gelungenen Maßnahmen und Projekte, die 2010 verwirklicht und begonnen werden konnten: „In diesem Jahr konnten durch die Unterstützung der LAG Mali e.V. drei neue Gemüsegärten aufgebaut und zwei Getreidebanken mit Vorräten bestückt werden. In elf Dörfern wurden verschiedenste Maßnahmen zum Ressourcenschutz durchgeführt, damit der Waldbestand in der Kommune Dombila langfristig und nachhaltig erhalten bleibt“. „Auch freuen wir uns besonders, dass die Kampagne gegen die Mädchenbeschneidung im Kreis Dioila auf insgesamt 15 Dörfer ausgedehnt werden konnte, so Strobl.
Ernährungssicherung durch Getreidebanken und Gemüsegärten
Getreidebanken sind örtliche Lagerhäuser für Getreide, das mit Hilfe von Fonds auf Vorrat gekauft und eingelagert wird. In Zeiten des Mangels kann die Dorfbevölkerung dort dann Getreide zu einem niedrigeren Preis kaufen. Das Dorf ist damit vom handelsüblichen Preis unabhängiger und steuert den Verkauf selbst. Mit den erwirtschafteten Gewinnen stocken die Dörfer nach und nach das Kapital für den nächsten Einkauf selbst auf. Für die Verwaltung des Fonds ist ein vom Dorf bestimmtes Komitee verantwortlich, das entsprechend geschult wird
In zwei Dörfern baute die LAG Mali mit Fördermitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Jahr 2010 zwei derartige Getreidelagerhäuser. „Die Getreidebanken sind eines der vielen Beispiele, die zeigen, dass Hilfe zur Selbsthilfe wie sie die LAG Mali e.V. versteht, langfristig zum Erfolg führt und die Menschen Schritt für Schritt aus der Armut führen kann“, so Strobl. Alle Projekte der LAG Mali e.V. bewegen sich in einem bescheidenen finanziellen Rahmen. Hinter allen Initiativen stehen die Menschen vor Ort, Familien mit Kindern, Frauen, die versuchen durch Gemüseanbau in Gemeinschaftsgärten, die Lebensbedingungen der Familien zu verbessern. Strobl: „Die Einkünfte daraus sind in unseren Augen zwar gering, aber in Mali können damit Kleidung, Medikamente, Schulgebühren für die Kinder bezahlt werden. Vor allem aber sichert der Gemüseanbau eine gesündere und sichere Ernährung.“
Maßnahmen zum Ressourcenschutz
In elf Dörfern begann in 2010 eine breit angelegte Informationskampagne über den Schutz der Ressourcen vor Ort. Vielseitige Maßnahmen konnten bereits verwirklicht werden, andere wurden begonnen und sind langfristig angelegt. Dörfliche Umweltkomitees mit Spezialwissen wurden aufgebaut, Baumschulen, neue Pflanzungen, Energiesparöfen eingerichtet, Informationskampagnen und eine lokale Konvention zum Schutz des Waldbestandes aufgebaut. Immer wird die Bevölkerung mit in die Verantwortung genommen. Es geht vor allem darum, den unkontrollierten und massiven Holzeinschlag in den Wäldern verhindern zu helfen. „Es ist äußerst wichtig, die Bevölkerung vor Ort aktiv zu beteiligen und für den Erhalt der Wälder zu sensibilisieren. Ernährungssicherung und Ressourcenschutz gehen in den Projekten „Hilfe zur Selbsthilfe“ der LAG Mali e.V. Hand in Hand.“, so Strobl.
Näherer Information über Mali und die Arbeit der LAG gibt es unter www. lag-malihilfe.de. Für ihre wichtige Arbeit bittet die LAG Mali um Spenden: Raiffeisen-Volksbank Fürth, BLZ: 762.604.51, Konto-Nr. 59005. Eine Spendenquittung wird den Spendern zugeschickt.
Bild: Frau gießt Feld:
Die Gartenbauprojekte der LAG Mali mit intensivem Gemüseanbau verhelfen den Familien, vor allem den Kindern, zu einer gesünderen Ernährung und verbessern die Einkommenssituation
Bild2: Menschen vor einer Getreidebank:
Sieben Tonnen Mais waren im Februar 2010 in der vom Projekt der LAG Mali aufgebauten Getreidebank von N’Galamadibi eingelagert. Mit den erwirtschafteten Gewinnen stocken die Dörfer nach und nach das Kapital für den nächsten Einkauf selbst auf.
