Am Marktplatz in Schnaittenbach trafen sich die RadlerSchnaittenbach – Amberg. (sor)
Radfahren macht nicht nur Spaß, sondern senkt auch das Krankheitsrisiko. Schon nach 30 Minuten Radfahren spürt man sich spürbar gesünder. Auch die Krankenkassen machen Werbung für das Radfahren. So hat z.B. die AOK zusammen mit dem DGB und der bayerischen Wirtschaft eine Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ gestartet. In der Tat gibt es Arbeitnehmer, die von Schnaittenbach aus mit dem Rad sogar bis nach Amberg zu ihrem Arbeitsplatz radeln. Noch mehr Familien würden aber gerne aus dem Raum Schnaittenbach – Hirschau einen Ausflug nach Amberg machen und Amberger würden auch gerne zu den Freizeitzentren in Schnaittenbach und Hirschau radeln. Dass es sich hierbei nicht nur um ein paar einzelne Interessenten handelt, sondern dafür durchaus ein größeres Interesse besteht, wurde am vergangenen Samstag bei einer Radltour deutlich, an der sich an die 50 Radler beteiligten.
Eingeladen hatten hierzu die Schnaittenbacher Radlerfreunde. Heinz Gebhardt zum Sinn der Aktion: "Wir wollen erreichen, dass von Hirschau nach Amberg ein Radfahrweg eingerichtet wird." Wie solche Radwege angenommen würden, könne man am Beispiel des Radweges zwischen den beiden Kaolinstädten sehen. Schnaittenbach sollte sowohl nach Amberg als auch nach Wernberg-Köblitz an die überregionalen Radwege wie das sind der 5-Flüsse-Radweg und der Naabtalradwanderweg angebunden bzw. verbunden werden. Auch könne es nicht sein, dass Touristen, die den Paneuroparadwanderweg benutzen, sich auf der viel befahrenen B 14 abstrampeln müssten.
Die Radler, unter ihnen auch die Stadträte Bergmann, Kopera, Birner, Bosser und Seibert sowie Kreisrat Rudolf Bergmann und MdL Reinhold Strobl, starteten pünktlich in Richtung Hirschau, wo sich eine weitere Gruppe von Radfahrern anschloss. Erstes Ziel war das Trachtenhaus Nübler in Immenstetten, wo sich vom ADFC auch noch die Radexperten Roggenhofer und Popp der Gruppe anschlossen. Die Pause nutzte MdL Strobl, um die Situation hinsichtlich eines Radweges aufzuzeigen.
Das einfachste wäre, so Strobl, ein Radweg entlang der Staatsstraße 2238. Hier wäre eigentlich das Land Bayern zuständig. Da hierfür jedoch keine Gelder zur Verfügung stünden, käme eine Zwischenlösung insofern in Frage, als man einen Radweg teilweise entlang der St 2238 und teilweise auf bereits bestehenden Wegen bauen könnte, welche dann lediglich ausgebaut werden müssten. Hier gäbe es eine Möglichkeit der Finanzierung über FAG. Bei einer Zwischenlösung seien aber sowohl die Stadt Amberg als auch die Stadt
Hirschau, die Gemeinde Freudenberg und der Landkreis gefragt. Bgm. Drexler, so Strobl, stehe der Angelegenheit positiv gegenüber.
Die Maßnahme könne man durchaus auch in Zusammenhang mit einer Anbindung von
Bernricht und dem Industriegebiet Amberg-Nord an das überörtliche Radnetz sehen. Steiningloher Bürger nutzten die Gelegenheit, um an den Abgeordneten auch das Problem einer fehlenden Fußgängerüberquerung an der Bushaltestelle heranzutragen. Er versprach, hier wieder einmal nachzuhaken. Geleitet von den ADFC-Aktiven fuhren die Radler dann durch das Industriegebiet nach Ammersricht.
Man war erstaunt, wie schnell man eigentlich mit dem Fahrrad in Amberg sein könnte, wenn es einen entsprechenden sicheren Radweg geben würde. Aber nicht nur Schnaittenbacher und Hirschauer warten auf eine solche Möglichkeit. Auch Amberger würden sicherlich mit ihrer Familie gerne eine Radtour zu den Freizeiteinrichtungen in Hirschau (Monte Kaolino und Freibad) und Schnaittenbach (Naturbad) unternehmen. Mit einer Erfrischungspause bei
Fahrrad-Stadler in Amberg und einem Besuch des Biergartens beim Winkler-Bräu ging die Fahrradtour zu Ende. Für die Sicherheit sorgte übrigens die Polizei. Dieser soll hiermit auch ein ausdrücklicher Dank übermittelt werden.