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Realschulklassen auslagern

Veröffentlicht am 09.12.2006 in Bildung

Die Existenz der Hauptschulen ist bedroht. In vielen Gemeinden wird die Schülerzahl in den nächsten Jahren noch zurückgehen, so dass es nur noch einzügige Hauptschulen geben wird.

Allerdings sieht MdL Reinhold Strobl (SPD) auch diese in Gefahr, wenn die Schülerzahl unter 20 sinkt und sich der Mindestschülerzahl von 15 annähert. Diese Mindestschülerzahl wurde vor Jahren von der bayerischen Staatsregierung von 13 auf 15 erhöht. Ganz früher waren sogar nur 12 Hauptschüler notwendig, um eine Klasse zu erhalten. Es werde zwar seitens der Staatsregierung, so Strobl, immer wieder betont, dass auch einzügige Hauptschulen erhalten werden sollen, dem stünden aber die Aussagen von Staatssekretär Freller entgegen, welcher immer wieder darauf verweise, dass Hauptschulen eigentlich zweizügig geführt werden sollten.

Auf der einen Seite platzen seit der Einführung der R 6 (hier sieht Strobl die Ursache der Misere) die Realschulen aus allen Nähten. Auf der anderen Seite stünden Schulräume in den Städten und Gemeinden am Land leer. In Amberg seien die Realschüler noch immer teilweise in den Räumen der früheren Möhlkaserne in beengten Verhältnissen untergebracht. So wie in Amberg müssten eigentlich in vielen kreisfreien Städten und in Landkreisen neue Realschulen gebaut werden, wobei hier die finanzielle Unterstützung des Staates zu wünschen übrig lasse.

Jetzt hat der Regensburger Landrat Herbert Mirbeth den Vorschlag ins Gespräch gebracht, Realschulklassen bei weiter eigenständiger Organisation in Hauptschulgebäude auszulagern, in denen Klassenzimmer leer stünden. Diesen Vorschlag findet der SPD-Abgeordnete insofern interessant, da damit den Kindern z.B. lange Fahrzeiten erspart werden könnten. Inzwischen hat Strobl den Landrat von Amberg-Sulzbach, Armin Nentwig gebeten, dieses Thema auch zum Inhalt entsprechender Gespräche auf Kreisebene zu machen und zu prüfen, ob es auch im Landkreis Amberg-Sulzbach entsprechende Möglichkeiten einer Dezentralisierung geben könnte. Außerdem möchte Strobl in einer Anfrage an den Bayerischen Landtag eine Auskunft darüber, wie die Staatsregierung zu entsprechenden Vorschlägen steht.

Bürgerbüro
Reinhold Strobl, MdL
Birkenweg 33
92253 Schnaittenbach
Tel. 09622 - 70 36 36
Fax. 09622 - 70 36 35
Internet: www.reinhold-strobl.de

 

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