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Regenerative Energien in der Oberpfalz überdurchschittlich verwendet

Veröffentlicht am 25.08.2010 in Umwelt

Neumarkt und Amberg-Sulzbach vorne dabei

Auf interessante Informationen zur prozentualen Verwendung von erneuerbaren Energien einzelner Gemeinden und Regionen, welche die Deutsche Gesellschaft für Solarenergie e.V. (DGS) jetzt mit einer Energielandkarte zur Verfügung stellt, verweist der Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl: „Hier werden auch bis in jede oberpfälzer Gemeinde hinein Zahlen erhoben, wie weit man hier schon in Sachen Erneuerbare Energien gekommen ist. Ein wichtiger Schritt, um bei diesem vordringlichen Thema Maßstäbe setzen zu können“.

Allerdings, so Strobl, handle es sich hier nur um die Stromproduktion bzw. Verbrauch. Der Bereich Heizung und Verkehr, der zusammen mehr als 70% des Energieverbrauchs ausmacht, sei darin nicht enthalten. Die Erneuerbaren Energien hätten 2008 den CO2-Ausstoß um 107 Mio Tonnen vermindert, das seien rund 12% der Gesamtmenge. Es komme also darauf an, insgesamt Energie einzusparen.

Trotzdem seien die Zahlen der DGS interessant. Die bisherigen Erfolge seien vor allem darauf zurückzuführen, dass engagierte Bürgerinnen und Bürger sich im Bereich „Regenerative Energien“ engagieren. Mehr Unterstützung bedürfe es hier durch die Landespolitik. Gemäß den Berechnungen des DGS liegt mit Stand vom Juli die Oberpfalz insgesamt mit einem Anteil von neun Prozent an Erneuerbaren Energien noch einen Prozentpunkt über dem bayerischen Landesdurchschnitt von acht Prozent. Sie liegt jedoch zusammen mit Unterfranken nur auf Platz drei nach den Spitzenreitern der Bayerischen Regierungsbezirke Niederbayern (15%) und Schwaben (12%).

Strobl: „Um das EU-weite Ziel, den Anteil der Erneuerbaren Energien bis im Jahr 2020 auf 20 Prozent zu steigern muss Bayern demgemäß noch gewaltige Anstrengungen unternehmen, um den Anteil der Erneuerbaren Energien am Energiemix auszubauen.“

Der Kreis Amberg-Sulzbach liegt gemäß der Statistik mit neun Prozent auf Platz fünf der Oberpfälzer Regionen, bei denen Neumarkt vor Cham und Schwandorf die Spitzenpositionen belegen. „Dafür sind die Gemeinden Hohenburg mit 97 Prozent, Ensdorf mit 27 Prozent und Schmidmühlen mit 23 Prozent weit vorne.“ Bei Hohenburg dürfte, so vermutet Strobl, die eigene Photopholtaikanlage der Gemeinde, ausschlaggebend für die Zahl sein. „Ein ganz klares Zeichen, dass es mit der heutigen Technik möglich ist, sei es mit Wind- oder Sonnenenergie oder Biomasse einen Gutteil der benötigten Energie (Strom) regenerativ und umweltfreundlich vor Ort zu erzeugen. Das kann ein deutlicher, auch wirtschaftlicher Anreiz für andere Gemeinden sein.“

Ein Problem mit den von der DGS vorgestellten Zahlen ist, dass sie sich lediglich auf die Daten stützen können, die auch gemäß dem Erneuerbare Energien Gesetz gemeldet wurden. „Mit der Datenqualität gibt es Lücken in vielen Bundesländern, denn viele Anlagen werden nicht oder nicht korrekt oder erst mit Verzögerung von den Regierungen gemeldet“, betont Strobl, der weiß, dass es z.B. in vielen Gemeinden des Landkreises (Ursensollen, Kümmersbruck, Freudenberg, Sulzbach-Rosenberg und in den AOVE-Gemeinden u.a.) begrüßenswerte Initiativen gibt .
„Ich werde mich jetzt im Landtag dafür stark machen, dass von der Staatsregierung die Einspeisungsdaten von allen Gemeinden erfasst und gemeldet werden, damit man ein realistisches Bild des Entwicklungsstandes bekommt. Der Anteil an Erneuerbaren Energien in Bayern müsse erhöht werden.
Die vorgestellten Daten der DGS von EEG-Anlagen entsprechen dem Stand vom 12.07.2010. Dabei ist die Wasserkraft nicht mit beinhaltet, da sie in den EEG-Meldungen nicht berücksichtigt wird.

Alle Details unter www.energymap.info

 

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