Vor Ort bei der Grundschule traf die Gemeinderatsfraktion der SPD mit Mitgliedern der Vorstandschaft des Ortsverein um nähere Einzelheiten von Fraktionsvorsitzenden Marktgemeindrat Gerhard Schnabel zur geplanten energetischen Sanierung der Turnhalle zu erfahren.
In der Bauausschusssitzung hatte Architekt Willi Schmid die aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung mit 429400 Euro bezuschusste Maßnahme erläutert. Die in der Juli-Sitzung geschätzten Kosten von 550000 Euro, so Schnabel, hätten sich dramatisch nach oben bewegt. So seien zusätzlich für den angedachten Anbau mit Eingangsbereich, Lagerraum, behindertengerechten Toiletten und einem zusätzlichen Fluchtweg 165000 Euro zu berappen.
Gravierend schlügen bei den Kosten die Brandschutzmaßnahmen nach heutigen Standard, und die Unfallverhütungsvorschriften, wie etwa Prallschutz, zu Buche. Behindertengerecht zu bauen, Verbesserung der Duschen, eine neue Beleuchtung, der Umbau der Sanitäranlagen und der Duschen sowie der Ersatz der alten Tische und Stühle sei notwendig und sinnvoll.
So ergebe sich ein Preis von etwa 960000 Euro. „Wir können jedoch,“ so Schnabel, eventuell mit einer Erhöhung des Zuschusses aus dem Konjunkturpaket II rechnen und einen weiteren Antrag auf FAG-Mittel stellen.“ So würden auf die Marktgemeinde, „wenn alles günstig läuft,“ noch etwa 360000 Euro entfallen.
Bei der nachfolgenden Sit-zung nahm Marktgemeinderat Hubert Söllner die Schulpolitik der Staatsregierung aus Korn. „Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle treibt jeden Monat eine andere Sau durchs Dorf,“ kritisierte er, „erst die Regionalschule und jetzt die Mittelschule.“ Diese Konzepte sorgten mehr für Verwirrung als für eine Aufwertung der Hauptschule, ist Söllner überzeugt, und auch, „dass das dreigliedrige Schulsystem in Bayern nicht mehr zeitgemäß ist.“
Die SPD fordere in Bayern seit langem eine grundlegende Reform der Schulstruktur mit einer flexiblen Regionalisierung, um den Bedürfnissen vor Ort gerecht zu werden. Gerade in den ländlichen Regionen Bayerns sei die wohnortnahe Schule, in der die Kinder einen adäquaten Bildungsabschluss erreichen können von zentraler Bedeutung. Eine längere gemeinsame Schulzeit, betonte Hubert Söllner, und insbesondere ein Ende der unsäglichen Auslese der Schüler nach dem vierten Grundschuljahr, „wie sie in den vergangenen Wochen wieder geschehen ist,“ seien dabei unabdingbar. Abschließend wes Ortsvereins-Vorsitzender Gerhard Schnabel auf die am 5. September stattfindende Tagesfahrt in den Bayerischen Wald hin, zu der selbstverständlich auch Nichtmitglieder eingeladen seien.
Im Fahrpreis von 30 Euro für Erwachsene und 22 Euro für Jugendliche bis 16 Jahre sei der Eintritt für den Wald-Wipfel-Weg bei St. Engelmar, der Besuch eines Silberbergwerks mit Gondelfahrt und Führung sowie eine Brotzeit eingeschlossen. Anmeldung erfolge durch Einzahlung des Fahrpreises auf das Konto 5040124265 bei der Raiffeisenbank Unteres Vilstal (BLZ 76069611) von Vorstandsmitglied Karl Klieber.
Zum Bild: Nähere Einzelheiten zur geplanten energetischen Sanierung der Turnhalle erläuterte vor Ort Fraktionsvorsitzender Marktgemeindrat Gerhard Schnabel (Zweiter von links) Marktgemeinderätin Evi Teich sowie den Vorstandsmitgliedern Josef Spies und Anna Stiegler (von rechts).