
In früheren Jahrzehnten gab es am Rande des Truppenübungsplatzes immer wieder Beschwerden hinsichtlich des Schießlärms.

In früheren Jahrzehnten gab es am Rande des Truppenübungsplatzes immer wieder Beschwerden hinsichtlich des Schießlärms.
Nicht nur während der Woche und tagsüber, sondern auch nachts und am Wochenende, sogar an Feiertagen wurde geschossen. Die Erschütterungen waren enorm. Nachdem in den zurückliegenden Jahren der Schießlärm am Truppenübungsplatz Grafenwöhr weniger wurde und die US-Army Bereitschaft zeigte, das berechtigte Anliegen auf Nachtruhe (die Schießzeiten wurden auf 23 Uhr begrenzt) zu akzeptieren, ist in der letzten Zeit der Schießlärm im Raum Auerbach-Nitzlbuch wieder enorm angestiegen. Diese Tatsache ruft jetzt den Schnaittenbacher Landtagsabgeordneten Reinhold Strobl (SPD) auf den Plan. Strobl: „Die Beschwerden nehmen immer mehr zu, ohne dass dies jedoch bisher bei den zuständigen Behörden Wirkung gezeigt hat.“ Ein Auerbacher Bürger sei bei einem Telefongespräch nach dem Motto abgefertigt worden: „Wir haben von den deutschen Behörden das Recht zu üben.“ Befürchtet wird, dass mit der Strikerbrigade, die hier intensiv übt, sich der bisherige Schießlärm um ein Vielfaches verstärken dürfte.
MdL Reinhold Strobl fragt deshalb die Staatsregierung:
1. Sind Beschwerden hinsichtlich des Schießlärms am Truppenübungsplatz Grafenwöhr bekannt und wenn ja, welche Maßnahmen wurden bisher ergriffen, um z.B. in Gesprächen mit der US-Army einen Rückgang des Schießlärms und eine Einhaltung der vereinbarten Schießzeiten (auch von Sprengkommandos) zu erreichen?
2. Ist die Staatsregierung bereit, eine Dauermessstation einzurichten und nicht nur eine mobile?
3. Sieht die Staatsregierung in der Verlegung der Schießbahn bei Auerbach eine Möglichkeit, den Schießlärm zu lindern und gibt es hierzu Gespräche?
Reinhold Strobl stellt zu diesem Thema schließlich noch fest, dass in den zurückliegenden Jahren die Akzeptanz durch die Bevölkerung deshalb so groß gewesen sei, da sich die Amerikaner weitgehend an die vereinbarten Schießzeiten gehalten haben. Sollten jedoch wieder frühere Zustände zurückkehren, dürfte diese Akzeptanz sicherlich sinken.
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