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Sitzung der SPD-Kreistagsfraktion

Veröffentlicht am 10.02.2008 in Kommunalpolitik

Dass regEn nun aktiv geworden sei, den Bürgern des Landkreises seit kurzem eine energetische Beratung durch lokal wechselnde Sprechstunden angeboten werde, sei äußerst positiv zu sehen, betonte Fraktionssprecher Günther Cermak bei einer Sitzung der SPD-Kreistagsfraktion. Koordiniert durch den Energiebeauftragten den Landratsamts, Peter Riederer, seien die kostenlosen Sprechstunden und die Beratung per Hotline „eine super Sache“. Ohne den Druck, den die SPD-Fraktion durch ihre Forderung nach dem Beitritt zur Energieagentur Oberfranken aufgebaut habe, „hätte sich aber noch nichts bewegt“ kritisierte er. Versäumnisse sehe er beim Vorsitzenden von regEn Dr. Schwinger, „der als Kreisrat, als stellvertretender Landrat, in der Pflicht gewesen wäre die Leistungen des Vereins frühzeitig darzustellen und anzubieten“.

Der Landkreis als Mitglied bezahle als regEn-Mitglied einen Jahresbeitrag von 3000 Euro „ … aber durch die Unfähigkeit Dr. Schwingers wurde fast ein Jahr verloren“. Die Diskussion über den Beitritt zur Energieagentur Oberfranken hätte sich erübrigt, viel Zeit und Arbeit sei unnötig vertan worden. „Wir stehen zu unseren Krankenhäusern“ betonte Landrat Armin Nentwig und stellte klar „…ob St. Johannes in Auerbach, St. Anna in Sulzbach-Rosenberg aber auch das Marien-Klinikum in Amberg – wir brauchen alle drei für eine optimale medizinische Versorgung unserer Bevölkerung“. Die St. Johannes-Klinik, so Auerbachs Bürgermeister Kreisrat Helmut Ott, verfüge über 45 Betten der Inneren und 35 Betten in der gereatrischen Abteilung. Hervorragend ausgelastet sei die gereatrische Abteilung, so Ott, „und auch die Innere schreibt eine schwarze Null“. Das neue Konzept für St. Johannes, das einen Ausbau zu einem Zentrum für Seniorenmedizin vorsehe und zusätzliche Baumaßnahmen erfordere, habe bereits die Zustimmung des Sozialministeriums gefunden, fuhr er fort, „die Finanzierung wird derzeit besprochen“. Vorgesehen sei in diesem Konzept auch, freute er sich, die Einrichtung eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) mit einer verbesserten fachärztlichen Versorgung der Patienten und der Bevölkerung. Er lege wie die gesamte SPD-Kreistagsfraktion, fasste Ott zusammen, größtes Gewicht darauf, dass beide kreiseigenen Krankenhäuser in der kommunalen Hand des Landkreises blieben. „Ein Verkauf an einen privaten Betreiber kommt für uns auf keinen Fall in Frage“ brachte er auf den Punkt. Als eine „prekäre Lage“ sah Kreisrat Bürgermeister Richard Gaßner die Parksituation beim LCC in Sulzbach-Rosenberg „sowohl für Anlieger als auch für Besucher“. Die SPD werde hier den Bau zusätzlicher Parkplätze beantragen. Gegen den derzeitigen tariflosen Zustand bei der „privatisierten“ MedBO (Medizinische Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz) und für eine Mitgliedschaft im kommunalen Arbeitgeberverband, mache sich die SPD-Bezirkstagsfraktion stark, berichtete deren Sprecher Richard Gaßner. „Stundenlöhne unter 7,50 Euro bei einem öffentlichen Arbeitgeber erfordern auch hier eine Mindeslohndebatte“ so Gaßner. Der SPD-Antrag zu einer weiteren Senkung der Bezirksumlage auf 14 Prozent sei, trotz eines Rücklagepolsters des Bezirks von 47 Millionen Euro, sei von der CSU abgelehnt worden, kritisierte er und vermutet, dass die CSU-Landräte und -Oberbürgermeister aus Parteidisziplin und Wahlkampfkalkül dies schluckten. „Einen kurzen Weg für kurze Beine“ ist das Anliegen von Kreisrat MdL Reinhold Strobl, der befürchtet „dass nach der Landtagswahl im Herbst auch die kleinen Hauptschulen von der CSU liquidiert werden“. Es müsse endlich damit begonnen werden, das Ziel „keine Klasse über 25“ zu realisieren. Wer sich – so wie die Staatsregierung – mit Klassengrößen mit 33 oder 34 Schülern zufrieden gibt, habe auch bildungspolitisch verloren.

Zum Bild: Die neu eingeführten Energiesprechstunden im Landkreis, die Schul- und die Krankenhaussituation standen neben einem Bericht aus dem Bezirkstag auf der Tagesordnung einer Sitzung der SPD-Kreistagsfraktion.

 

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