Der Vorstand habe in mehreren Sitzungen einen Vorschlag erarbeitet „mit Kandidaten aus allen Regionen des Landkreises – erfahrenen Kommunalpolitikern und engagierten Mitgliedern, die im Kreistag mitarbeiten und den Landkreismitgestalten wollen und dazu fähig sind“.
Scharf wies Strobl die Angriffe und Unterstellungen der CSU-Kreistagsfraktion und ihres Vorsitzenden gegen Landrat Armin Nentwig zurück, betonte „… so kann man nicht miteinander umgehen, das ist nicht gut für den Landkreis, das vergiftet das Klima“ und löste Heiterkeit aus als er eine vom CSU-Landratskandidaten und dem CSU-Kreisvorsitzenden an den SPD-Unterbezirk gerichtete Spendenbitte zur Unterstützung für den Kommunalwahlkampf vorwies.
Zur Transrapidforderung für die Oberpfalz von CSU-MdL Donhauser könne er nur sagen „das Geld kann man sinnvoller einsetzen“ und meinte zu Donhausers DSL-Vorstoß „… da hätte er früher aufstehen müssen, da bin ich seit Jahren dran – aber Erwin Huber war hier als Wirtschaftsminister der Bremser“.

Das Trauma der an Armin Nentwig verlorenen Landratswahl, war sich Kreistagsfraktionsvorsitzender Günther Cermak sicher, habe die Landkreis-CSU bis heute noch nicht verwunden – „aber hat CSU-Kreisvorsitzender Dr. Harald Schwartz selbst Angst ein zweites Mal gegen Nentwig zu verlieren?“ .
Die energiepolitischen Anträge der CSU-Kreistagsfraktion, auch im Wahlprogramm ihres Landratskandidaten zu finden, seien von den Beschlüssen des Landkreistages von Bad Windsheim abgekupfert, kritisierte er. Die Möglichkeit von Energieeinsparungen durch energetische Verbesserungen an den landkreiseigenen Gebäuden zu prüfen, eine Prioritätenliste um schnellstmöglich handeln zu können, Einsparungen zu erreichen und den Energieverbrauch zu verringern, sei der Vorschlag der SPD-Fraktion „aber so etwas geht nicht nebenher, da braucht man den Sachverstand externer Experten – da muß man auch Geld in die Hand nehmen“.
Schnelles Handeln werde durch die Blockadehaltung der CSU verhindert, den Freien Wählern mit ihrem Fraktionsvorsitzenden Peter Dotzler mangle es an Kompromissbereitschaft, kritisierte Cermak. Gravierende Versäumnisse durch Nentwigs Vorgänger und die Mehrheit der CSU vor Nentwigs Amtszeit hätten bei den landkreiseigenen Krankenhäuser Kosten auflaufen lassen, die nun nur durch umfangreiche Erhöhungen der Kreisumlage aufgefangen werden könnten, brachte er es auf den Punkt.
Der Öffentliche Personennahverkehr im Landkreis, die Schulsituation und der Zustand der Kreisstraßen „hier haben CSU und Freie Wähler nötige Investitionen blockiert“, riss er an und folgerte: „Wir müssen unsere Fraktionsstärke erhöhen, das Ohr ganz nahe an den Problemen der Bürger haben“.


In geheimer Wahl wurde über die SPD-Kreistagsliste abgestimmt. 61 von 62 Delegierten stimmten für die nachstehende Reihung:
1. MdL Reinhold Strobl, Schnaittenbach;
2. Günther Cermak, Busunternehmer, Auerbach:
3. Richard Gaßner, Bürgermeister, Kümmersbruck;
4. Ute Bender, Hausfrau, Sulzbach-Rosenberg;
5. Helmut Ott, Bürgermeister, Auerbach;
6. Gerd Geismann, Bürgermeister, Sulzbach-Rosenberg;
7. Winfried Franz, Bürgermeister, Neukirchen;
8. Elisabeth Kolleng, Erzieherin, Auerbach;
9. Hermann Völlger, Geschäftsführer a. D., Sulzbach-Rosenberg;
10. Christian Beyer, Dipl.-Rechtspfleger (FH), Neukirchen;
11. Josef Flierl, Amtsinspektor, Kümmersbruck;
12. Hermine Koch, Finanzbeamtin, Hahnbach;
13. Rudolf Bergmann, Stadtkämmerer, Schnaittenbach;
14. Günther Amann, Lehrer, Hirschau;
15. Michael Göth, Versicherungsreferent, Sulzbach-Rosenberg;
16. Andrea Haller-Trepesch, pharmazeutische Angestellte, Sulzbach-Rosenberg;
17. Hubert Söllner, Rentner, freiberuflicher Journalist, Rieden:
18. Werner Cermak, Richter, Kümmersbruck;
19. Georg Gsell, Pensionär, Auerbach;
20. Hildegard Pirner, Hausfrau, Sulzbach-Rosenberg;
21. Horst Kölbel, Chemiebetriebswerker, Edelsfeld;
22. Franz Kick, Maschinenschlosser, Sulzbach-Rosenberg;
23. Gerhard Dotzler, Installateur, Freudenberg;
24. Gaby Pilz, Kommunikationswissenschaftlerin, Kümmersbruck;
25. Dr. Armin Rüger, Arzt, Sulzbach-Rosenberg;
26. Wolfgang Bosser, Logistik-Fachwirt (DLA), Hirschau:
27. Werner Scharl, Arbeitsvermittler, Ensdorf;
28. Heike Bär, Dipl.-Ingenieur, Illschwang;
29. Reinhard Jäger, Rechtsanwalt, Ebermannsdorf;
30. Jürgen Poppel, Auszubildender zum Bankkaufmann, Etzelwang;
31. Karl Adelmann, Technischer Betriebsleiter, Etzelwang;
32. Waltraud Lobenhofer, Regionalmanagerin, Poppenricht;
33. Günther Himmelhuber, Friseurmeister, Auerbach;
34. Dr. Thomas Steiner, Zahnarzt, Sulzbach-Rosenberg;
35. Brigitte Bachmann, Exportsachbearbeiterin, Birgland;
26. Monika Rambach, Sozialpädagogin, Kümmersbruck;
37. Uwe Bergmann, Lehrer, Schnaittenbach;
38. Herbert Breitkopf, Justizbeamter, Kümmersbruck;
39. Werner Purkl, Maschinenbautechniker, Auerbach;
40. Anita Meier, Zahnärztin, Kastl;
41. Josef Birner, Betriebsratsvorsitzender, Hirschau;
42. Volker Jung, Betriebsratsvorsitzender, Hahnbach;
43. Gerald Dagner, Industriemechaniker, Schnaittenbach;
44. Ingrid Kandziora, Verwaltungsangestellte, Poppenricht;
45. Heiner Zinnbauer, Vilseck;
46. Josef Götz, Bauunternehmer, Vilseck;
47. Dieter Hauenstein, Rettungsassistent, Neukirchen;
48. Veronika Frenzel, Oberstudienrätin, Kümmersbruck;
49. Anke Griesbeck, Erzieherin, Auerbach;
50. Klaus Kurz, Architekt, Edelsfeld;
51. Ernst Makitta, Verkäufer, Sulzbach-Rosenberg;
52. Manuela Bader-Steinicke, Kinderpflegerin, Sulzbach-Rosenberg;
53. Manfred Moser, Verwaltungsfachwirt, Kümmersbruck;
54. Reinhold Brand, Sulzbach-Rosenberg;
55. Norbert Gradl, Verkaufsleiter, Auerbach;
56. Georg Pöllath, Freihung;
57. Wolfgang Roggenhofer, Kümmersbruck;
58. Michael Eckl, Polizeibeamter, Poppenricht;
59. Hans Durst, Bürgermeister, Hirschbach;
60. Stefanie Kretlov, Schmidmühlen.
Ersatzkandidaten:
Rudolf Wild, Polizeibeamter a. D., Hirschau;
Günther Vetter, Einzelhandelskaufmann, Sulzbach-Rosenberg;
Günter Sertl, Betriebssachbearbeiter, Auerbach;
Inge Hiltl, Rentnerin, Kümmersbruck;
herbert Scharf, Karosserie- und Fahrzeugbaumeister, Ensdorf.