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SPD fordert den Ausbau und die Elektrifizierung der Trasse Nürnberg - Amberg - Schwandorf

Veröffentlicht am 01.06.2014 in Kreisvorstand

Beim bedarfsgerechten Ausbau der Schieneninfrastruktur in Ostbayern bestehen nach wie vor große Defizite. Die Verbesserung der grenzüberschreitenden Schienenstrecken zwischen Bayern und Tschechien hat aber eine große Bedeutung für die Vernetzung dieser Wirtschaftsräume. 

 
Über Jahrzehnte hat sich die wirtschaftliche und politische Situation zwischen Tschechien und Deutschland auseinander entwickelt. Auch die Verkehrsanbindungen, so MdL Reinhold Strobl bei einer Kreisvorstandssitzung der SPD im Gasthaus Haas in Schnaittenbach, habe darunter gelitten. Strobl: „Ich bin stolz darauf, gemeinsam mit Ludwig Stiegler und Georg Pfannenstein am Lückenschluss für die A 6 mitgewirkt zu haben.“  

Strobl bedauerte, dass den Bahnverbindungen in den zurückliegenden Jahrzehnten nicht die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt wurde, so dass es bis heute keine zeitgemäße schnelle Bahnverbindung nach Prag gebe.

 

Die Schienenanbindungen müssen dringend verbessert werden. Darin war sich der SPD-Kreisvorstand bei seiner Sitzung in Schnaittenbach einig. Der Ausbau und die Elektrifizierung der Trasse Nürnberg – Amberg – Schwandorf sei für unsere Region sehr wichtig. Dieser Ausbau würde sowohl der besseren Anbindung der Oberpfalz an die Metropolregion Nürnberg als auch als Zulaufstrecke zum Schienenkorridor München-Prag über Schwandorf dienen. Da der Kosten-Nutzen-Faktor für die Linie München - Prag durch den Ausbau dieser Zulaufstrecke extrem verbessert werde, sei er auch für die Anbindung und die Verbesserung des niederbayerischen Bahnnetzes von großer Bedeutung.

Hans-Jürgen Haas schilderte kurz die Bemühungen des ZNAS, den Ausbau mit Elektrifizierung der Strecke Nürnberg-Amberg-Schwandorf als Teil einer Metropolenbahn Nürnberg/München – Schwandorf-Pilsen-Prag in den vordringlichen Bedarf plus des Bundes zu bekommen. 

Ein vom ZNAS zusammen mit den Landkreisen Cham, Schwandorf, Regensburg und der Stadt Regensburg in Auftrag gegebenes Gutachten habe für diese Metropolenbahn anhand der Kriterien des Bundesverkehrswegeplans einen Nutzen-Kosten-Faktor von 1,5 für den deutschen Abschnitt und von 2,2 für das Gesamtprojekt ermittelt. Die fachlichen Voraussetzungen für die Aufnahme der Metropolenbahn in den Bundesverkehrswegeplan seien genauso wie für den Teilabschnitt Nürnberg-Amberg-Schwandorf dadurch nachgewiesen worden.

Aufgrund der chronischen Unterfinanzierung des Bundeshaushalts für Schienenprojekte  und der Vielzahl der von den Ländern angemeldeten Projekte liege jedoch, so Hans-Jürgen Haas, noch ein weiter Weg vor der Region, um in die neue Kategorie vordringlicher Bedarf plus aufgenommen zu werden. Die IHK Oberpfalz/Kelheim habe die Metropolenbahn bereits in ihr Verkehrsleitbild für Ostbayern aufgenommen, da nicht nur die drei Metropolregionen Nürnberg, München und Prag verbunden würden, sondern mit der Elektrifizierung der Strecke Hof-Regensburg, die vermutlich sicher kommen wird, in Schwandorf ein Verkehrsknotenpunkt mit europäischer Dimension für ganz Ostbayern und Böhmen entstehen könnte. Jetzt wäre die Politik in ganz Ostbayern gefordert, dem Nachdruck zu verleihen.

Kreisvorsitzender MdL Reinhold Strobl freute sich, bei der Sitzung des SPD-Kreisverbandes im Gasthaus Haas in Schnaittenbach neben der erst kürzlich neu gewählten stellv. Landrätin Brigitte Bachmann und dem stellv. Bürgermeister von Schnaittenbach, Uwe Bergmann, auch den neuen Fraktionsvorsitzenden im Kreistag, Bgm. Winfried Franz und Bezirksrat Richard Gaßner begrüßen zu können. Winfried Franz betonte als neuer Fraktionsvorsitzender, „dass wir uns auf die Sachfragen konzentrieren.“

Joachim Iwanek sprach die derzeitigen Verhandlungen zum Freihandelsabkommen EU – USA an. Es dürfe keine Aushöhlung von Sozialstandards geben. Bewährte Sozialstandards und Arbeitnehmerrechte, Sozialversicherungssysteme und Arbeitssicherheit würden Gefahr laufen, zugunsten von Profitmaximierung ausgehöhlt zu werden. Als weitere Punkte nannte er eine evtl. Aufweichung des Gesundheits-, Umwelt- und Verbraucherschutzes und die Privatisierung öffentlicher Güter und Dienstleistungen. Deshalb sei eine starke und demokratische Europäische Union wichtig.

 

 

SPD Kreisvorstand Amberg-Sulzbach

MdL Reinhold Strobl

Bürgerbüro

Birkenweg 33

92253 Schnaittenbach

Tel. 09622-703636

Fax 09622-703635

 

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