„Oberste Priorität hat die Sicherheit“ waren sich Kümmersbrucks Bürgermeister Richard Gaßner und der 3. Bürgermeister von Ebermannsdorf Reinhard Jäger (SPD), einig. Bei einem Ortstermin an der Kreuzung der Staatsstraße 2165 – Gemeindeverbindungsstraße Ebermannsdorf-Theuern mit Vertretern der beiden SPD-Gemeinderatsfraktionen betonte Gaßner: „Bereits im März des Jahres haben wir im Zusammenhang mit der Anbindung der Kreisstraße AS 23 die Entschärfung dieser Gefahrenstelle durch einen Kreisverkehr angesprochen um damit einen Beitrag für die Sicherheit zu leisten“.
Alleine die schweren und tödlichen Unfälle der vergangenen Jahre an dieser Kreuzung, gab sich SPD-Ortsvorsitzender Josef Flierl überzeugt, erforderten eine rasche Lösung, auch er plädiere für einen Kreisverkehr. Die Geschwindigkeit auf der „Vilstalstraße“ sei ein Problem, war die Gesprächsrunde überzeugt, mit einem Kreisverkehr würden jedoch zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die Unfallschwerpunkthäufigkeit würde sich reduzieren und auch die „Raserei“. Nicht erwärmen könne er sich, so der SPD-Fraktionsvorsitzende im Kümmersbrucker Gemeinderat Werner Cermak, für den in der Kümmersbrucker Gemeinderatssitzung vom 6. November vorgestellten Planungsvorschlag des Straßenbauamts. Dessen jetzige Fassung sehe keinen Kreisverkehr auf der Staatsstraße 2165 vor, sondern zwei Einmündungen. Dafür gebe es einen Kreisverkehr im erweiterten Gewerbegebiet Theuern an den auch die Gemeindeverbindungsstraße Theuern angebunden werden solle. Diesem Planungsvorschlag, so Cermak, sei der Gemeinderat fraktionsübergreifend ablehnend gegenübergestanden, es liege ein einstimmiges Votum des Gemeinderates für einen Kreisverkehr vor. Wenn der Freistaat Bayern als Baulastträger sich an Stelle eines Kreisverkehr für eine höhenfreie aber auch wesentlich kostenintensivere Querung entscheiden würde „… wären wir nicht dagegen, denn die Sicherheit steht an erster Stelle, die Unfallträchtigkeit muß gesenkt werden“ betonte Gaßner. Bei dem Planungsvorschlag des Straßenbauamtes jedoch, kritisierte er, bleibe das Sicherheitsrisiko erhalten, da weiterhin die Staatsstraße höhengleich überquert werden müsse. Bei der Erweiterung des Gewerbegebiets Theuern, fügten Ebermannsdorfs 3. Bürgermeister Reinhard Jäger und Gemeinderat Daniel Plata an, wäre aus Ebermannsdorfer Sicht die Ansiedlung eines Supermarkts dort wünschenswert, bringe durch die Einkaufmöglichkeit eine Verbesserung der Infrastruktur. Die wäre auch für Theuerns Einwohner vorteilhaft, stimmte Bürgermeister Richard Gaßner diesem Vorschlag „für den ich mich selbstverständlich einsetzen werde“ zu.
zum Bild: Vor Ort überzeugten sich Bürgermeister Richard Gaßner, Kümmersbruck, der 3. Bürgermeister von Ebermannsdorf Reinhard Jäger, SPD-Fraktionsvorsitzender Werner Cermak, Kümmersbruck, Gemeinderat Daniel Plata, Ebermannsdorf und SPD-Ortsvorsitzender und Gemeinderat Josef Flierl aus Kümmersbruck von der Notwendigkeit eines Kreisverkehrs zur Unfallreduzierung.

zum Bild: Einstimmig lehnten die Kümmersbrucker Gemeinderäte diesen Planungsvorschlag des Straßenbauamts ab, der einen Kreisverkehr im Gewerbegebiet Theuern und weiterhin zwei Ausfahrten auf die Staatsstraße 2165 vorsieht.