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SPD hat Luitpoldhöhe in den Fokus geholt

Veröffentlicht am 23.01.2008 in Kommunalpolitik

Zahlreiche Anwohner der Luitpoldhöhe nutzten den Informationsbesuch von Florian Fuchs beim SPD-Ortsverein zu einer lebhaften Diskussion mit dem OB-Kandidaten der SPD.
Die Bürgerfragung in den letzten Wochen wurde nach ihren Angaben rege genutzt, um eigene Vorschläge auf den Weg zu bringen. „Der Platz auf dem Zettel hat nicht einmal gereicht“, bemerkte ein Anwohner. Die SPD werde dafür sorgen, dass die Ergebnisse nicht in der Schublade verschwinden, versprachen Florian Fuchs und die stv. Fraktionsvorsitzende Brigitte Netta.

Ortsvereinsvorsitzender Rainer Beyerlein zeigte sich mit dem Sachstand zufrieden, auch wenn ihm ein offener Start wie bei der Agenda21 in Ammersricht lieber gewesen wäre. „Ohne unsere Anträge hätte es keinen Einstieg in einen Stadtteilrahmenplan gegeben“, so Beyerlein, „wir haben Luitpoldhöhe in den Fokus der Stadt Amberg geholt.“ Die Bürgerbefragung sehe er nur als ersten Schritt der Zukunftsplanung für Luitpoldhöhe.

Wesentlichen Anteil an der Entwicklung Luitpoldhöhes wird die Stadt Amberg selbst als Träger der öffentlichen Einrichtungen haben. Florian Fuchs gab denn auch eine klare Bestandsgarantie für den städtischen Kindergarten. „Durch die politisch gewollte Ausweitung der Betreuungsangebote ist der Kindergarten Luitpoldhöhe unverzichtbar geworden“, so Fuchs, der darin auch ein Signal an junge Familien für den Stadtteil sieht.

Die Stadt müsse den Unterhalt der öffentlichen Gebäude gewährleisten, der bauliche Zustand sei stellenweise schlimm, so Florian Fuchs. Der Investitionsstau bei den öffentlichen Einrichtungen sei gewaltig, in der Vergangenheit wurde in Amberg zu vieles liegengelassen und notwendige Sanierungen aufgeschoben. Allein bei den Kanälen müssten 40 Mio. Euro investiert werden, berichtete Stadtrat Dieter Amann.

Die Anwohner wünschen sich eine „grüne Wand“ zu den Industrieanlagen an der Sulzbacher Straße. „Hier wird regelmäßig gegen Lärmschutzauflagen verstoßen“, beschwerten sich die Betroffenen. Die Einhaltung der Auflagen und eine wirksame Abgrenzung würden den Wohnwert im unteren Bereich der Luitpoldhöhe bedeutend erhöhen.
Echte Zukunftsängste bekomme man allerdings wegen des unklaren Verlaufs der Amberger Nordumgehung im zweiten und dritten Bauabschnitt. Die Betroffenen fordern endlich Klarheit über die Trassenführung
Der SPD-Ortsverein hält die Weiterführung über die B299 zwar nach derzeitigem Stand für notwendig, will aber das Prinzip des geringst möglichen Eingriffs gewahrt wissen. „Wir wollen Verkehrsentlastung, nicht Verlagerung“, so Rainer Beyerlein, konkrete Beschlüsse sollten ohnehin erst erfolgen, wenn sich die Verkehrsflüsse nach Fertigstellung der A6 stabilisiert hätten.

Erstaunen löste bei den SPD-Stadträten die Information eines Anwohners aus, dass das Deponiegelände des Schlackenberges an der Sulzbacher Straße als sogenannte Z2-Deponie auch belastete Stoffe von außerhalb Ambergs aufnehme. Man werde der Sache nachgehen, versprach Florian Fuchs.

Der städtische Teil des Friedhofs Luitpoldhöhe gehört nach Ansicht der Anwohner gründlich durchgeforstet, der Wildwuchs bei Büschen und Bäumen sei nicht mehr zumutbar. Die Gräber würden anständig gepflegt, aber Drumherum herrsche Unordnung. Rainer Beyerlein erinnerte an den schon länger zurückliegenden Vorschlag von OB Dandorfer, aus dem städtischen Teil des Luitpoldhöher Friedhofs einen Friedwald zu machen. Diese gute Idee sei zum Unverständnis des SPD-Ortsvereins nicht weiterverfolgt worden. Dabei sollte man dieser Bestattungsform auch in Amberg aufgeschlossen gegenüber stehen.
Die Parkplatznot am Luitpoldhöher Friedhof hätte ein Ende, wenn die Stadt Amberg den Vorschlag der Kirchenverwaltung annähme, dass Ehrenmal vom jetzigen Standort an der Selgradstraße in den höher gelegen Teil des Friedhofs zu verlagern und den gewonnenen Platz für Parkplätze zu nutzen, schlug ein Bürger vor.

 

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