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SPD-Kreistagsfraktion besichtigt neues Domizil derBRK-Rettungswache

Veröffentlicht am 03.11.2007 in Kommunalpolitik

Man kann den Idealismus, die Kameradschaft der Ehrenamtlichen und auch der hauptamtlich Beschäftigten, die sich zusätzlich im ehrenamtlichen Bereich einbringen, nicht hoch genug bewerten“ betonte Vorsitzender Günther Cermak beim Besuch des neuen Domizils der BRK-Bereitschaft in Sulzbach-Rosenberg durch die SPD-Kreistagsfraktion.

Sich zu informieren, sich sachkundig zu machen sei deren Anliegen. Er freue sich über das Interesse der Kreisräte „an der größten Rettungswache im Landkreis, die auch den Standort Vilseck betreut“ , so Wachleiter und stellvertretender Rettungsdienstleiter Erwin Gräml. Rund um die Uhr und flächendeckend sei der Rettungsdienst „dessen Wirkungsbereich von Poppenricht bis Königstein und von Weigendorf bis Freihung reicht“ organisiert, erläuterte er beim Rundgang durch das von der Stadtbau Amberg angemietete Haus, dem ehemaligen Schwesternwohnheim beim „St. Anna“-Krankenhaus. Mehr als beengt seien die Verhältnisse am alten Standort gewesen. Bei über 6000 Einsätzen, 1431 Notarzt-, 366 Notfalleinsätzen, 3689 Krankentransporten und vielen sonstigen Einsätzen von beiden Standorten aus seien die 18 hauptamtlich Beschäftigten und etwa 100 Ehrenamtlichen im Jahr 2006 gefordert worden, erläuterte er. Neben zehn Ärzten, fünf Helfern, 26 Rettungsassistenten, 24 Rettungsdiensthelfern und zehn Rettungssanitätern könne die BRK-Bereitschaft auf 39 Sanitäter bauen. Zu den Aufgabengebieten der BRK-Bereitschaft Sulzbach-Rosenberg gehörten neben der Ausbildung der Bevölkerung in „Erster Hilfe“ und in „Lebensrettenden Sofortmaßnahmen“, dem Sanitätsdienst, der Mitgliederausbildung und der Kompetenzausbildung des Rettungspersonals auch die Sozialen Dienste. So etwa der Behindertenfahrdienst, die Senioren- und Behindertenarbeit, der Katastrophenschutz aber auch die Jugendrotkreuzarbeit und die Zusammenarbeit mit Bereitschaftspolizei. Beim Rundgang durchs Haus verwies Gräml bei in der Zeugkammer darauf, „dass 300 Einzelteile in einem Rettungswagen mitgeführt werden, die natürlich vorrätig sein und bei Bedarf nachgefüllt werden müssen“. In der Garagenhalle erinnerte der Wachleiter, dass am alten Standort nur fünf Stellplätze vorhanden gewesen seien. In der neuen Fahrzeughalle mit ihren 20 Stellplätzen fänden nun neben den Notarzt-, dem alten und den zwei neuen Rettungswägen auch die Krankenfahrzeuge und die Fahrzeuge für Katastrophenschutz und Wasserwacht Platz. Die Grundsatzentscheidung für die Anbindung des neuen Standorts an die B 85 sei im Stadtrat gefallen, konnten bei der Begehung des Hubschrauberlandeplatzes Kreis- und Stadtrat Franz Kick berichten. Der 80-prozentige Zuschuss des Freistaats zugesagt, der Baubeginn für das kommende Frühjahr zu erwarten. Dadurch, fasste Wachleiter Gräml zusammen, werde die Einsatzzeit um weitere vier Minuten verkürzt „Minuten, die Leben retten können“. Bei der Abschlussbesprechung im oberen Trakt des Hauses, der für Dienstbesprechungen, Jugendrotkreuzabende, Schulungen „aber auch Gesellschaftliches“ vorgesehen ist, lobte Wachleiter Gräml die Einsatzbereitschaft der ehren- und hauptamtlichen Kräfte. Diese hätten bei der Gestaltung des neuen Domizils von den Elektro- bis zu den Malerarbeiten über 1500 Arbeitsstunden eingebracht.

Zum Bild: Wachleiter und stellvertretender Rettungsdienstleiter Erwin Gräml (Dritter von links) führte die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion durchs neue Domizil beim „St. Anna“-Krankenhaus. Am Hubschrauberlandplatz betonte er: Die Anbindung an die B 85, deren Baubeginn für das kommende Frühjahr geplant sei werde die Einsatzzeit um weitere vier Minuten verkürzen „Minuten, die Leben retten können“.

 

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