Der Ortsverein Sulzbach-Rosenberg ehrt Partei-Jubilare - Göth: CSU ringt um klaren Kurs
Sulzbach-Rosenberg. (phl) Mit Optimismus steuert der SPD-Ortsverein Sulzbach-Rosenberg auf die nächsten Wahlgänge zu. Man werde auch bei der Europawahl und Bundestagswahl 2009 gute Ergebnis einfahren, gab sich der Ortsvereinsvorsitzende Michael Göth überzeugt. Die örtliche SPD zeichnete bei einer Mitgliederversammlung zahlreiche "Genossen" für ihre 25- oder 40jährige Treue zur Partei aus.
Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Sulzbach-Rosenberg. Michael Göth, bedankte sich zunächst bei den Jubilaren für ihre Treue zur Partei. Er hob erneut das sehr gute Abschneiden der SPD in der Herzogstadt bei den vergangenen Wahlen hervor. Dies sei auch ein Resultat der stetig erfolgreichen Arbeit der SPD-Stadtratsfraktion in den vergangenen Jahren. "SPD-Vorschläge - wie die Sanierung der Neustadt und der Pestalozzischule - kamen letztendlich stets zur Umsetzung."
"In Zukunft investiert"
Dieser Trend setze sich fort. Auch der SPD-Vorschlag zur Nutzung des Maxhüttengeländes für die Ausrichtung einer Landesgartenschau wurde im Stadtrat einstimmig angenommen. Zwar habe die Stadt Sulzbach-Rosenberg in der Vergangenheit Schulden machen müssen, das Ergebnis könne sich jedoch mehr als nur sehen lassen. "Wir haben uns in Sulzbach-Rosenberg verschuldet, um damit Investitionen in die Zukunft tätigen zu können. Diese zahlen sich nun aus, was man an der niedrigen Arbeitslosigkeit, dem Heizkraftwerk als Investition in regenerative Energien und vielen anderen Dingen sehen kann" so Göth.
"Geld verbrannt"
Als negatives Gegenbeispiel für den Umgang mit Geld nannte er das Debakel um die Bayern-LB. Dort könne man eindrucksvoll sehen, wie die bayerische Regierung Geld "verbrannt" habe und wie schließlich nun auch noch die Mitarbeiter alles ausbaden müssten, die nun sogar von Entlassungen bedroht seien. Auch die örtliche CSU scheine im Zuge der Finanzkrise um einen klaren Kurs zu ringen.
"Vor nicht allzu langer Zeit wollte die Sulzbach-Rosenberger CSU den Bauhof noch privatisieren, jetzt rudert sie aber plötzlich wieder zurück. Die SPD stand von Anfang an zum Erhalt des Bauhofs als städtische Einrichtung". Die CSU wisse entweder nicht mehr, was sie eigentlich wolle, oder sie suche verzweifelt nach Möglichkeiten, beim Wähler zu punkten.
Als Redner war der SPD-Bezirksrat und stellvertretende Landrat des Landkreises Amberg-Sulzbach, Richard Gaßner, zu Gast. Er lobte die Arbeit der Sulzbach-Rosenberger Genossen. An den Wahlergebnissen könne man sehen: "Die SPD weiß, was die Bürger der Herzogstadt bewegt und steht für deren Interessen ein". Gaßner skizzierte die drastischen Auswirkungen der Finanzkrise, die noch zu erwarten seien.
"Alle, auch die Kommunen werden das zu spüren bekommen und müssen wohl leider des Öfteren den Rotstift ansetzen, wenn es um die Haushaltsmittel der nächsten Jahre geht." Gaßner wunderte sich aber, wie unbehelligt die Verursacher der Krise davon kämen: "Wenn ein Hartz IV-Empfänger den Sozialstaat betrügt, entsteht meist nur geringer Schaden, der aber aufs Schärfste geahndet wird. Die Verursacher der Finanzkrise hingegen können teilweise unbehelligt weitermachen wie bisher und sehen bei sich nicht einmal Schuld."
"Entschieden gegen rechts"
Der Redner forderte wesentlich mehr Investitionen in Bildung und Kinderbetreuung und befürchtete, die Wirtschaftskrise könnte dazu führen, dass unzufriedene Bürger vermehrt auf Parteien und Organisationen am rechten Rand hereinfallen. Dem müsse man entschieden entgegenwirken. Dem aus Sulzbach-Rosenberg stammenden Landrat Richard Reisinger sagte Gaßner seine Unterstützung zu und unterstrich die Wichtigkeit einer guten Zusammenarbeit.
In seinem Schlusswort schwor Göth die Genossen auf die kommenden Aufgaben ein. Die Sulzbach-Rosenberger SPD sei mehr als gut gewappnet für die Herausforderungen der Zukunft. Sie wolle im kommenden Jahr bei Europa- und Bundestagswahlen wiederum gute Ergebnisse in der Herzogstadt einfahren.
17 Mitglieder des SPD-Ortsvereins Sulzbach-Rosenberg wurden für langjährige Zugehörigkeit zur Partei ausgezeichnet. Seit 25 Jahren dabei sind Klaus Mandel, Günther Wedel und Helmut Wiesend. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Klaus Anders, Elisabeth Bublitz, Michael Flierl, Hans Frieser, Leonhardt Gebhardt, Manfred Geismann, Jörg Haucke, Adolf Heider, Hans Heller, Babette Kästl, Heidi Kernl, Gert-Uwe Ritter, Adolf Schatz und Georg Schirm. Auch 1. Bürgermeister Gerd Geismann zollte den Jubilaren seinen Respekt.