"Die notwendige Kreisumlagenerhöhung verweigern aber für die eigene Gemeinde Mittel und Zuschüsse einfordern das kann nicht sein“ ging Landrat Armin Nentwig bei der SPD-Regionalkonferenz in Theuern auf die aktuelle Haushaltsdebatte im Kreistag ein.
Mit im Bild Unterbezirksvorsitzender Uli Hübner, Kreisvorsitzender MdL Reinhold Strobl und Bezirksrat Bürgermeister Richard Gaßner (von rechts).
Jugendhilfe, Sozialkosten, Schülerbeförderung und Gastschulbeiträge seien der größte Kostenblock im Kreishaushalt, führte er aus und betonte wie Bezirks- und Kreisrat Gaßner: "Wenn man die Standards auch im sozialen Bereich , will, dann müssen sie auch bezahlt werde“. Dass der Landkreis bis dato beim Kreisumlagesatz mit an letzter Stelle in Bayern gestanden sei "ging vor allem auf die Knochen der Mitarbeiter im Landratsamt“.
Der kommunale Finanzausgleich, so ein Anliegen von Bürgermeister Gaßner, müsse grundsätzlich geändert werden, bei den Schlüsselzuweisungen passe für ihn einiges nicht zusammen. "Da gibt es Landkreiskommunen bei denen brummt es, und andere sind zahlungsunfähig“ so abschließend Landrat Nentwig.
"Der Naturpark Hirschwald ist von regionaler Bedeutung, auch im Tourismusbereich, für den Süden und Südwesten unseres Landkreises“ betonte Richard Gaßner.
Zur Zeit aber wiehere bei dessen Anerkennung jedoch der Amtsschimmel, beklagte er das Gerangel um die angeblich fehlenden 0,4 Prozent der notwendigen 50 Prozent Landschaftsschutzgebiete.
Da sei zu hinterfragen "ob hier Probleme aufgebaut werden um Fördermittel einzusparen“.
Als überzogen und populistisch sehe er auch die Debatte im Kreistag um die Ausweisung von
Landschaftsschutzgebieten. Altlasten, die Ex-Landrat Wagner (CSU) nicht angegangen sei, nannte er diese Debatte.
Ein breites Spektrum aus der aktuellen Landespolitik behandelte SPD-Kreisvorsitzender MdL Reinhold Strobl in seinem Beitrag
"Meine Begeisterung für Rente ab 67 oder für eine Arbeitszeitverlängerung hält sich nach wie vor in Grenzen“ betonte er. Arbeitszeitverlängerung für die einen sei Arbeitslosigkeit für die anderen.
Das bayerische Bildungswesen sei chronisch unterfinanziert, kritisierte er. Die SPD setze sich ein für mehr pädagogisches Personal, kleinere Klassen, bessere Förderung für alle bayerische Schulen und Personalmittel für die flächendeckende Einführung von Ganztagsschulen.
"Das Bädersterben in Bayern geht weiter“ beklagte er. Etwa 100 Bäder seien in den letzten zehn Jahren geschlossen worden, die Zahl der Nichtschwimmer unter Kindern steige. Hier sei mit Fördermitteln zur Sanierung kommunaler Bäder entgegenzuwirken.
Ein Anliegen sei der Landtags-SPD auch die verstärkte Förderung von kommunalen Abwasseranlagen und Wasserversorgungsanlagen sowie des Aus- und Umbaus sowie
Bestandserhaltung der Staatsstraßen. Deren mangelnde Pflege und Instandsetzung habe bereits der Oberste Rechnungshof kritisiert.
Die Elektrifizierung der Bahnstrecke Regensburg Schwandorf Weiden Hof, der Ausbau der TEN Ergänzungsstecke Regensburg Schwandorf Furth. i. Wald Pilsen Prag und die Anbindung Ost- und Nordbayerns an den Großflughafen München durch Errichtung einer Spange von der Bahnstrecke Regensburg München fordere er mit weiteren SPD--Abgeordneten bei der Änderung des Landesentwicklungsprogramms.