Unterschriftenlisten liegen auf
Auf der vergangenen Sitzung des SPD-Unterbezirksvorstandes stand neben
der bevorstehenden Landtagswahl auch das Volksbegehren "Gute Arbeit für Bayern - Mindestlohn für gute Arbeit" auf der Tagesordnung.
"Selbstverständlich unterstützt auch der SPD-Unterbezirk diese Aktion", erklärte die stellvertretende Unterbezirksvorsitzende und
Landtagskandidatin Carolin Braun.
Für sie geht von dem Volksbegehren für Mindestlöhne in Bayern eine wichtige Signalwirkung aus: "Gewerkschaft und SPD kämpfen gemeinsam dafür, dass sich Arbeit wieder lohnt. Es kann nicht sein, dass man inzwischen zusätzlich zur regulären Arbeit einen Nebenjob annehmen muss, um von seinem Einkommen leben zu können."
Gerd Lindl, Organisationsleiter im Unterbezirk, erinnerte daran, dass
auch nach einem erfolgreichen Volksbegehren der Weg für Mindestlöhne
noch nicht geebnet sei: "Besonders, wer das Volksbegehren schon
unterstützt hat, ist beim Volksentscheid mit seiner Stimme wieder
gefragt", wies er darauf hin, dass für einen erfolgreichen
Volksentscheid mehr Unterschriften erforderlich sein werden.
"Ein ordentliches Einkommen wird zunehmend ausschlaggebend für den
Erfolg von Wirtschaftsstandorten werden. Unfairer Wettbewerb durch
Niedrigstlöhne widerspricht der wirtschaftlichen Vernunft", betonte
André Radszun, Kreisrat im Landkreis Neumarkt, die Bedeutung eines
Mindesteinkommens. Immer mehr Menschen würden sich auch daran
orientieren, wo ihre Arbeitsleistung besser bezahlt werde.
Der SPD-Unterbezirksvorstand war sich darin einig, dass mit der
Einführung von Mindestlöhnen die Konkurrenzfähigkeit des
Wirtschaftsstandortes Bayern erhöht werde und davon auch die Menschen
profitieren werden.
Der SPD Kreisverband Neumarkt legt die Unterschriftenlisten des DGB
in seinem Büro in der Ringstraße 5a (im Parkhaus) auf.
Alle Interessierten haben dort täglich von 14-16 Uhr die Möglichkeit, das Volksbegehren mit ihrer Unterschrift zu unterstützen.
"Teile der Bundesregierung sind derzeit offensichtlich nicht bereit, gesetzliche Mindestlöhne bundesweit einzuführen. Die Lohndrückerei zu Lasten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer muss aber sofort gestoppt werden", teilte MdL Reinhold Strobl mit. „Arbeit darf nicht entwürdigen. Wer arbeitet, muss sich und seine Familie ernähren können.“
Im Bürgerbüro von MdL Reinhold Strobl in Schnaittenbach am Birkenweg 33 liegen Unterschriftslisten auf. Dort können sich Bürgerinnen und Bürger täglich von 9 bis 12 Uhr eintragen. Wer selbst Unterschriften sammeln will, kann im Bürgerbüro auch eine Unterschriftsliste bekommen.