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SPD will beste Gesundheitsangebote - Gesamtkonzept für Landkreis

Veröffentlicht am 25.01.2020 in Kreistagsfraktion

Die Sozialdemokraten kritisierten massiv, dass das Gesundheitswesen und insbesondere die Kliniken ein Teil der hemmungs- und wertelosen Profitwirtschaft geworden seien. Daher werde die SPD auch in Zukunft strikt und klar gegen eine Privatisierung des Klinikums Neumarkt sein und bleiben. Das Klinikum müsse in öffentlicher Verantwortung bleiben und dürfe niemals zum Renditeobjekt von schnöden Kapitalinteressen werden.
 

Als wichtigstes Ergebnis der vergangenen Sitzung zum Thema Gesundheitsversorgung fasste Dirk Lippmann, Sprecher der SPD- Kreistagsfraktion, zusammen, dass die Sozialdemokraten im Landkreis ein ganzheitliches Gesundheitskonzept für den gesamten Landkreis anstrebten. Helmut Himmler, Berger Bürgermeister und stellvertretender Landrat betonte, dass es bei der aktuellen Diskussion um die Schließung des Parsberger Krankenhauses nicht nur um Neumarkt und Parsberg gehen dürfe, sondern dass alle Landkreisgemeinden hier eingebunden werden sollten. Die Diskussion sei hier viel zu verengt, die Prämisse müsse sein, eine bestmögliche Gesundheitsversorgung im ganzen Landkreis zu erreichen. Dabei stehe im Mittelpunkt, welche Strukturen für die Zukunft tragen würden, wie die Versorgung mit Hausärzten, Fachärzten und weiteren Leistungen der Gesundheitswirtschaft zukunftsfähig geregelt werden könne.

Dabei sei natürlich das Klinikum Neumarkt ein wichtiger und tragender Baustein, erklärte Kreisrat Stefan Großhauser. Der Ärger über die vorgezogene Schließung halte bei ihm immer noch an, berichtete der scheidende Kreisrat Erwin Jung aus Parsberg und sprach von einem eklatanten Führungsversagen des Landrats und von Vorstand Weymayr. „Früher war beim Vorgänger-Landrat Albert Löhner immer klar, dass Parsberg ein Teil der Gesundheitsversorgung im Landkreis ist“, aber bei der jetzigen Klinikleitung und Landrat Gailler als Vorsitzendem des Verwaltungsrates sei keine Strategie erkennbar gewesen, das Parsberger Krankenhaus zu erhalten. Jung ärgerte sich maßlos darüber, dass immer wieder Versprechungen gemacht wurden, um die Lorbeeren bei der Bevölkerung einzuheimsen. Da sei es doch nur zu verständlich, dass die Leute in und um Parsberg das Gefühl hätten, „hinter die Büsche geführt worden zu sein“ Hier sei in den vergangenen Monaten viel Vertrauen in den Landkreis kaputtgegangen.

Josef Meyer, Kreisrat aus Berching, kritisierte, man habe den Menschen in Parsberg mit dem Haus der Gesundheit einen Köder hingeworfen, aber mit der vorgezogenen Schließung stehe man jetzt mit leeren Händen da. Das Kommunikationsmanagement der letzten Monate sei dilettantisch gewesen. Außerdem mahnte er eine umfassende Information des Kreistages zu diesem Thema an. Kreisrat Michael Meyer aus Pilsach brach eine Lanze für die Mitarbeiter des Parsberger Krankenhauses. Innerhalb von zwei Wochen hätten diese den Arbeitsort zu wechseln. Er forderte, in den entsprechenden Gremien sich über Unterstützungen und Regelungen Gedanken zu machen, um diese Nachteile für die Arbeitnehmer auszugleichen. Lippmann sagte zu, diese Anliegen im Sinne der Beschäftigten aus Parsberg im Verwaltungsrat zu thematisieren.

Die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion machen in ihrer geharnischten Stellungnahme aber auch klar, dass unabhängig vom Desaster in Parsberg am Klinikum Neumarkt – „dem wichtigsten Haus im Landkreis“ – hervorragende ärztliche, pflegerische und administrative Leistungen erbracht werden und die Landkreisbevölkerung Vertrauen in das Klinikum mit all den dort möglichen Leistungen haben könne. Auch die Beschäftigten in der Personal-Service-Gesellschaft wurden ausdrücklich in dieses Lob einbezogen.

 

 

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