Sitzung der SPD-Kreistagsfraktion Amberg-Sulzbach
„Auf den kommunalen Klimaschutz, die energetische Sanierung landkreiseigener Gebäude, werden wir in den kommenden Jahren unser Hauptaugenmerk richten“ betonte der Josef Flierl, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, bei einer Sitzung im Landgasthof Erras in Fichtenhof.
Mit seiner Aussage bei einem Pressegespräch im Ensdorfer ZEN-Büro, es müsse dafür Geld in die Hand genommen werden, die Kreisräte müssten nun Farbe bekennen, „liegt Landrat Richard Reisinger ganz auf unserer Linie“ fügte Kümmersbrucks Bürgermeister und reg.En-Vorsitzender Richard Gaßner an. Nun seien die Räte der Mehrheitsfraktion gefordert zu ihren Aussagen zu stehen.
Die Erfassung der Gebäude erfordere hauptamtlichen Einsatz, sind die SPD-Kreisräte überzeugt. Und Gaßner erinnerte: „Diese Stelle kann für drei Jahre zu 80 Prozent durch das Bundesumweltministerium gefördert werden – mit Mitteln die im Wesentlichen die Europäische Union zur Verfügung stellt.“
Ein „heißes Eisen, das uns noch lange beschäftigen wird“ ist für den Auerbacher Kreisrat Helmut Ottb bei der gesamten Energiediskussion auch „die Windkraft, die effizienteste Energieform, welche nicht grundsätzlich verteufelt werden darf.“ Bei der Kreisausschusssitzung anstehenden Genehmigung überplanmäßiger Ausgaben in Höhe von 950320 Euro, „werden wir wohl oder übel zustimmen müssen“ betonte Fraktionsvorsitzender Josef Flierl.
Der erheblich höhere Finanzbedarf liege zum einen im Strukturwandel weg von stationären hin zu ambulanten Maßnahmen und an den einem deutlichen Anstieg der Fallzahlen. Spiegle so auch die Unwägbarkeiten wieder, denen die Haushaltsplanung bei der ambulanten Familienhilfe, der Vollzeitpflege und der Sozialpädagogischen Einzelbetreuung wider.
Zu Bestellung eines ehrenamtlichen Integrationsbeauftragten, wie bei einer Veranstaltung im LCC Sulzbach-Rosenberg angesprochen und in vielen anderen Landkreisen bereits installiert, merkte Flierl an: „Der langjährige Sulzbach-Rosenberger Stadt- und Kreisrat Dr. Gamal Ibrahim, dessen persönlicher Migrations-Hintergrund ihn für diese Aufgabe prädestiniert, wäre zur Mitarbeit bereit.“
Beim Öffentlichen Personen-Nahverkehr ziehe sich seit Jahren die Staatsregierung seit Jahren aus der Verantwortung, kritisierte Kreisrat Richard Gaßner. Die Gemeinden würden zur Kasse gebeten „und mit dem Thema Anruf-Sammeltaxi kommen wir keinen Schritt weiter.“
Die Schullandschaft, so sind die SPD-Kreisräte überzeugt, werde sich durch sinkende Schülerzahlen verändern. Durch Kooperation Standortschulen einzurichten wäre für sie ebenso wie Regionalschulen als Lösung denkbar. Abschließend verwies Richard Gaßner, der auch der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bezirkstag der Oberpfalz ist, auf die angedachte Senkung der Bezirksumlage auf 14,4 bis 14 Prozent hin. „Das finde ich lobenswert“ betonte er, „weise aber darauf hin, dass die finanzielle Gesamtsituation eine 13 vor dem Komma erlauben würde.“