„Wir haben viel miteinander bewegt und geleistet. Wir können stolz darauf sein“ dankte Landrat a. D. Armin Nentwig (Mitte), dem SPD-Bezirksvorsitzender MdL Franz Schindler (rechts) ebenso wie stellvertretender Landrat und Bürgermeister Richard Gaßner, stv. Unterbezirksvorsitzender Christian Beyer (von links) und Kreisvorsitzender MdL Reinhold Strobl (Dritter von rechts) für seinen jahrzehntelangen Einsatz für die Region ihren Dank aussprachen. Sie schlossen Nentwigs Frau Tina (Dritte von links) und Elfriede Schinhammer „die gute Seele des Vorzimmers“ (Zweite von rechts) in ihren Dank mit ein.Ehrung ausgeschiedener Kreisräte im Kreis Amberg-Sulzbach
„Ein Abschied aus einem Amt ist auch ein Anfang – und jedem Anfang wohnt auch ein Zauber inne“ fasste SPD-Bezirksvorsitzender MdL Franz Schindler seine Laudatio für die ausscheidenden Kreisräte der SPD und seinen langjährigen Landtagskollegen und Landrat a. D. Armin Nentwig zusammen.
Ihnen allen sei für ihren Einsatz zu danken. Mit Nentwig, so Schindler, verlasse ein Mann die politische Bühne, der nicht kopiert werden könne, den Menschlichkeit auszeichne und der immer deutlich Position bezogen habe.
Im Vereinsraum der Schützengesellschaft „Freischütz“ schrieb Kümmersbrucks Bürger-meister und stellvertretender Landrat Richard Gassner Nentwig ins Stammbuch „… sechs Jahre erfolgreiches Wirken als Landrat hätten eine Fortsetzung verdient“.
Nach Nentwigs 24-jähriger Tätigkeit als Stadtrat in Amberg und 16-jährigem Einsatz als Landtagsabgeordneter für die Region seien die sechs Jahre als Landrat des Landkreises Amberg-Sulzbach als die Krönung Nentwigs politischen Lebens zu sehen. Am 1. Mai 2002, so Gaßner, sei ein neuer, frischer, auf Teamwork ausgerichteter Wind ins Landratsamt eingezogen.
Der Begriff „Stadt und Land – Hand in Hand“ sei mit mehr Leben erfüllt worden, erinnerte Gaßner an die gemeinsame Tourist-Info, den Berufschul-Zweckverband und die Zusammenführung der Sozialhilfe in der ARGE. Mit der Gründung des Kommunalunternehmens – „hier wurde in früheren Jahren Zeit für eine Weichenstellung verschlafen“ – sei unter Nentwigs Ägide eine Grundsatzentscheidung für den Erhalt der Kreiskrankenhäuser gefallen.
Beim ÖPNV seien „einige weiße Flecken verschwunden, Defizit gemindert worden“, die Verabschiedung des Leitbildes für den Landkreis bedeute eine langfristige Weichenstellung und die die Gründung der Zukunftsagentur Plus ein konkretes Leuchtturmprojekt für die gesamte Region. Kritisch ging Gaßner auf die Neuordnung der Landschaftsschutzgebiete eine, die im Kreistag „zurückgewiesen wurde, weil es den andersgläubigen Ortsfürsten aus parteipolitischen und taktisches Gründen nicht passte“.
Sein Dank, fasste Gaßner zusammen, gelte mit Nentwig einem Mann, der in rund 30 Jahren im Landkreis seine Spuren hinterlassen habe, der vielen Menschen geholfen habe. „Präsenz vor Ort“ sei Nentwigs Erfolgsrezept gewesen, so SPD-Kreisvorsitzender MdL Reinhold Strobl, sein soziales Engagement bewundernswert „mit Schädel-Hirn-Patienten in Not hast du bundesweit etwas bewegt“. Armin Nentwig sei immer in die sozialdemokratische Partei eingebunden gewesen, verwies stellvertretender Unterbezirksvorsitzender Christian Beyer auf dessen Vorsitzendentätigkeit im SPD-Unterbezirks von 1990 bis 2005.
Mit der Unterbezirks-Ehrenmedaille zeichne er einen Mann aus, der immer präsent war „und das schlug sich in deinen Wahlergebnissen nieder“. Es schwinge ein bisschen Wehmut mit, betonte Kreistagsfraktionsvorsitzender Josef Flierl, wenn er auf die Amtszeiten von Armin Nentwig „der als Landrat Ideen einbrachte und den ausscheidenden Kreisräten, die sich in der Fraktion mit dafür einsetzten“ zurückblicke.
Sein Vorgänger Günter Cermak habe „dafür büßen müssen, dass die CSU den Landrat nicht stellen konnte“. Ehrend gedenke er des verstorbenen Kreisrats Manfred Puchta aus Schmidmühlen, „der die erfolgreichen Früchte seiner Arbeit als Bürgermeister bei der Hochwasserfreilegung nicht mehr erleben durfte“.

Sein Dank gelte Andrea Haller-Trepesch, die für Puchta nachrückte, Hildegard Pirner, Albert Vetter und Hubert Söllner, die sechs Jahre, Dr. Gamal Ibrahim, der 30 Jahre, Hans Wild „dem unsere Genesungswünsche gelten“ und Franz Kick, die beide 24 Jahre und dem Kreistag angehörten und sich in Ausschüssen einbrachten. Präsente und Blumen hatte er für die Ausscheidenden und deren Ehefrauen im Gepäck. Ein gemeinsamer Imbiss schloss die Feierstunde ab.