"Die Bundesrepublik und auch wir sind dem Ziel verpflichtet für
gleichwertige Lebensverhältnisse zu sorgen“ betonte Nürnbergs
Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly beim SPD-Unterbezirksparteitag."Ein Modell das einbinden und nicht ausgrenzen will“, ist die Metropolregion für Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly. Beim SPD-Unterbezirksparteitag in der "Alten Kaserne“ untermauerte er mit Zahlen und Argumenten deren Notwendigkeit, denn "gegenüber anderen europäischen Regionen übten wir uns bis jetzt in falscher Bescheidenheit“. Wachstum und Lebensqualität sehe er als Ziele, die in der Metropolregion gleichwertig zu verfolgen seien.
"Wir definieren keine Außengrenzen, wir definieren keinen Abschluss. Raumentwicklung, das sind immer Zentren und Achsen“ schrieb er den Genossen ins Stammbuch. Er fordere auf Chancen gemeinsam zu nutzen, sehe die Goldene Straße von Nürnberg nach Prag als Achse, an der unglaublich viel wachsen könne, "denn wo der Verkehr stattfindet, da entwickelt sich etwas“.
Kein "Bürgermeisterkränzchen“ sei die Metropolregion für ihn. Da jeder Landkreis mit zwei, jede kreisfreie Stadt mit einer Stimme im Rat der Metropolregion vertreten sei ergebe sich eine Mehrheit, eine Stärkung des ländlichen Raums. Man müsse lernen zusammenzuarbeiten, Willensbildung gemeinsam zu betreiben. "Das ist kein Modell in der die Stadt Nürnberg in der Mitte ihre Pirouetten dreht und die anderen Applaus klatschen“ sagte Maly und verkündete als "taufrische Daten“, dass die höchste Kaufkraft das höchste Bruttoinlandsprodukt nach der Region Erlangen/Höchstadt im Landkreis Amberg-Sulzbach und der Stadt Amberg zu finden sei.
"Ihr kommt aus einer starken Position in die Metropolregion und nicht als Bittsteller“ betonte er. Aufgabe der Metropolregion sei es dafür zu sorgen, "dass die Entscheider in aller Welt, wenn sie an Deutschland denken, auch unsere Region im Auge haben“. Auch müsse die Präsenz in Brüssel verstärkt werden "um mehr in die Gesetzgebungsprozesse der Europäischen Union einzuwirken und natürlich auch Gelder zu akquirieren“.
Da die Metropolregion keine Gelder verwalte und auch nicht finanziere, sehe er ihre Stärke in der Gemeinsamkeit, welche den Lobbyismus befördern könne. Da die Welt jedoch kein Harmonieverein sei, so Maly, würden die Mechanismen der Konkurrenz zwischen Städten und Landkreisen nicht außer Kraft gesetzt, "über das gemeinsame Tun aber stellen sich Verpflichtungen ein, die es nicht erlauben nach dem St.-Florians-Prinzip zu handeln“.
Zu der in der Diskussion angesprochenen stärkeren Vernetzung des Bahnverkehrs über den VGN sagte Dr. Maly: "Der Bahn eine Taktverdichtung aus den Rippen zu schneiden ist ein relativ schwieriges Unterfangen, aber Thema für uns“.
Zur von Kreisrat Josef Flierl angesprochenen Neuaufstellung der Krankenhauslandschaft mit Nürnberg für die Maximal-, Amberg für die Schwerpunkt- und die Krankenhäuser Sulzbach-Rosenberg und Auerbach für die Regelversorgung sagte er: "Landrat Armin Nentwig sprach mit mir darüber, wir sind da dran aber mehr sag’ ich dazu nicht“.