Sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Büros von Herrn MdL Strobl,
ich möchte Sie als Öffentlich-rechtliche Aufsicht der Bundeswehr und bei den Gaststreitkräften über weitere, konkrete Maßnahmen zur Lärmreduzierung beim Betrieb der Schießbahn 213 auf dem US-TrÜbPl Grafenwöhr in der Nähe der Ortschaften Nitzlbuch und Bernreuth informieren. Diese Schritte konnten in einer Konsultation mit dem immissionsschutzrechtlich verantwortlichen US-Betreiber, dem Joint Multinational Training Center zum Wohle der Anwohner und Berücksichtigung der Ausbildungsbelange der Gaststreitkräfte erreicht werden. Herr MdL Strobl hatte sich ja in der Sache nachhaltig für Verbesserungen eingesetzt.
Für weitere Informationen steht gern Herr Oberstleutnant Wolfgang Bauerschmidt, Tel. 0228-12-3210, zu Ihrer Verfügung!
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Arnold
Mitteilung des Bundesministeriums Verteidigung
Bonn, 08.06.10
Mitteilungen an die Presse
Weitere Konsultation mit den US-Streitkräften zur Lärmminderung auf der Schießbahn 213 auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr erfolgreich abgeschlossen.
In Fortsetzung der kooperativen Zusammenarbeit fand am 1.Juni 2010 in Grafenwöhr eine weitere Konsultation statt. Vertreten waren das Joint Multinational Training Center (JMTC) als der immissionsschutzrechtlich verantwortliche Betreiber des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr, dieBundesanstalt für Immobilienaufgaben,Vertreter der Öffentlich-rechtlichen Aufsicht für den Technischen Umweltschutz der Bundeswehr und bei den Gaststreitkräftenaus dem Bundesministerium der Verteidigung, Vertreter der regional zuständigen Wehrbereichsverwaltung Süd und der Bayerischen Staatskanzlei sowie des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit.
Ziel der entsandten Vertreter war es verbindlich effektive Lösungen zur Schießlärmreduzierung zu erreichen.
Auf der Grundlage von Lärmmessungen auf der Schießbahn 213 des US-Truppenübungsplatzes Grafenwöhr und einer „Lärmakustischen Stellungnahme“ der Fa. Cervus Consult, eines unabhängigen Ingenieurbüros, wurden konkrete Maßnahmen vereinbart, um die Schießlärmbelastung der Anwohner in betroffenen Bereichen zu mindern.
In Abwägung der Möglichkeiten wurde vom Vertreter des JMTC, Herrn Colonel Curtis J. Carson zugesagt, die Feuerstellungen des sehr lärmintensiven Kaliber .50
-Maschinengewehrs 1300 m nach Osten, in Richtung Übungsplatzmitte zu verlegen. Weiterhin wird für die parallel zur Wohnbebauung verlaufende Panzerringstraße zur Senkung der Verkehrslärmemissionen ein Tempolimit befohlen. In Zusammenarbeit mit den US-Streitkräften wird das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit darüber hinaus einen Pilotversuch initiieren, welcher die Effizienz der Lärmminderung von noch aufzubauenden Gabionen im Bereich der Feuerstellungen untersucht.
Zusätzlich wird die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben prüfen, ob und gegebenenfalls welche forstlichen Maßnahmen zur Lärmminderung ergriffen werden können.
Im Sinne des guten Verhältnisses zwischen den US-Streitkräften und den Anwohnern der Region fand das Gespräch im Geiste einer vertrauensvollen Zusammenarbeit statt. Die Beteiligten waren sich einig, dass die vereinbarten Maßnahmen wirkungsvolle Schritte zu einem effektiven Lärmschutz im Bereich der Schießbahn 213 sind. Damit wird den berechtigten Interessen der Anwohner Rechnung getragen.