Ortstermin der SPD-Kreistagsfraktion Amberg-Sulzbach
"Jeden Tag steh’ ich am Bushäusl und kümmere mich darum, dass die Schulkinder die Straße sicher überqueren können“ sagt Kreisrätin Hildegard Pirner, die sich seit Jahren für eine Verkehrberuhigung der Kreisstraße AS 11 im Bereich Rummersricht und Weiterbau in Richtung Forsthof einsetzt. Zu einem Ortstermin hatte sie die SPD-Kreistagsfraktion eingeladen.
Das Bushäuschen, merkte Hildegard Pirner an, hätten mit Unterstützung der Stadt Sulzbach-Rosenberg die Einwohner in Eigenleistung erbaut. Ihr Wunsch wäre neben dem Ausbau der AS 11 mit begleitendem Rad- und
Fußweg in Richtung Forsthof eine Geschwindigkeitsreduzierung um das Unfallrisiko zu vermindern.
Wie Günther Cermak, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion anmerkte, sei nach Auskunft des Sachgebietsleiters Tiefbau beim Landratsamt Amberg-Sulzbach, Hermann Trager, laut Investitionsplan 2006 die Planung der Straße mit Radweg, es handle sich um eine Strecke von etwa 900 Metern, ab 2009 vorgesehen. "Der Weiterbau der Kreisstraße AS 11 ist eine Landkreisaufgabe“ hob Sulzbach-Rosenbergs Bürgermeister Gerd Geismann hervor, "ab 2009 wird gebaut und wir werden uns beteiligen“.
Kreisrat Josef Flierl regte an prüfen zu lassen "ob eine andere Maßnahme geschoben werden kann um diese dringende Maßnahme vorzuziehen“.
Ungünstig in der Kurve platziert fand Kreisrat Georg Gsell aus Auerbach das Bushäuschen und vermißte "eine Überquerungshilfe, einen markierten Fußgängerüberweg“. Auch sei eine Geschwindigkeitsbeschränkung anzudenken. Kreisrat Josef Flierl regte dazu an "da die Verkehrssituation gerade für die Kinder gefährlich ist“, dies durch einen Antrag der SPD-Kreistagsfraktion von der Landkreisverwaltung verkehrsrechtlich prüfen zu
lassen.Verbesserungsvorschläge seien dem Bauausschuss vorzulegen.
Bei der Weiterführung der Straße sei ein abgesetzter Rad- und Fußweg, auch wenn dies von der Verwaltung als unwirtschaftlich bezeichnet werde, als zusätzlicher Sicherheitsfaktor zu betrachten, betonte Bezirks- und Kreisrat Richard Gaßner. Er rege an, das die Landkreisverwaltung in Absprache mit den Landkreisgemeinden eine Prioritätenliste der Radwege auflege um diese in die mittelfristige Finanzplanung einzustellen.
Abschließend verwies Landtagsabgeordneter und Kreisrat Reinhold Strobl auf seine Initiative für einen Radweg von Hirschau nach Amberg. "So könnten per Rad Familien aus dem Kaolinpott nach Amberg fahren, Amberger aber im Gegenzug zu den Freizeitzentren nach Hirschau und Schnaittenbach radeln“. Interesse und
Bereitschaft der Stadt Hirschau sei gegeben, so Strobl, ein bestehender Weg bei Immenstetten müsse "fahrradmäßig ausgebaut werden“. Zwei Möglichkeiten sehe er für die Weiterführung, "entweder von Immenstetten direkt ins Industriegebiet Nord oder durch eine Einfahrt Richtung Raigering“. Von hier
über eine Anbindung Ammersricht sei die Stadt Amberg gefordert.