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Wahlversammlung Birgland

Veröffentlicht am 30.01.2008 in Kommunalpolitik

Wahlauftakt bei den Sozialdemokraten: Zum politischen Dämmerschoppen mit Landrat Armin Nentwig hatten die SPD-Gemeinderatskandidaten ins Gasthaus „Jägerheim“ in Schwend eingeladen. Gemeinderätin Brigitte Bachmann freute sich neben politisch Interessierten auch Kreisrat Hubert Söllner aus Rieden begrüßen zu können.

Die Zahl der Mandate zu erhöhen, mehr Farbe ins Gemeinderatsgremium zu bringen“ sei ihr gemeinsames Anliegen, betonten die Kanditen bei der Vorstellung. „Wir fühlen uns im Birgland wohl“ so ihr Tenor, darum wolle man sich über Parteigrenzen hinweg zum Wohle der Gemeinde und ihrer Bürger engagieren.

Im Wechsel mit Gemeinderat Erwin Vogel und anderen Kandidaten zeigte Brigitte Bachmann das erarbeitete Zukunftsprogramm der Sozialdemokraten „für unseren ländlichen Heimatraum“ auf.

„Die Jugend ist unsere Zukunft“ betonten sie, die SPD stände für Ganztagsbetreuung im Kindergarten und seien bereit für den Erhalt der Grund- und Hauptschule in Illschwang zu kämpfen. Sie betonten eine Förderung der kleinen und Mittelbetriebe „zur Stärkung unserer Heimat“ und wünschten eine Belebung des Schwender Gewerbegebiets.

Zum sparsameren Umgang mit Energie sähen sie die Möglichkeit einer eventuellen teilweisen Abschaltung der Straßenbeleuchtung, stünden für die Errichtung von zentralen Hackschnitzelheizungen für mehrere Anwesen und forderten neben weiteren Photovoltaikanlagen auf gemeindlichen Gebäuden auch die staatliche Bezuschussung für den Erhalt und Sanierung von Altgebäuden in Ortskernen.

Antworten seien auch auf veränderte demographische Strukturen zu finden, denn, so ihr Credo „Jung und Alt – gemeinsam sind wir stark“. Dazu gehöre neben verstärkter staatlicher Unterstützung für Kinder und der Betreuung im Alter auch die Unterstützung ehrenamtlicher und Vereinstätigkeiten 2die nicht hoch genug einzuschätzen ist“. Nicht vergessen dürfe man in diesen Zusammenhang die Kirche „als wichtige Säule der Gesellschaft“.

Tourismus sei ein wichtiges Standbein der Gemeinde und der Region, der weiterer Unterstützung bedürfe. Lobend hoben Vogel und Bachmann den „Birglandexpress“ hervor, der in diesem Jahr bereits ab April eingesetzt werde. Die Sanierung de Burgruine Lichtenegg, „eine hervorragende Sache“, sei fortzuführen, das Radwegenetz auszubauen, die Einbindung der Gemeinde in überregionale Zusammenschlüsse „denn nur so hat man Aussicht auf Zuschüsse“ anzustreben.

„Ich freue mich, dass ihr euch für eure Gemeinde, für den Landkreis Amberg-Sulzbach einsetzen wollt“ lobte Landrat Armin Nentwig die Gemeinderatskandidaten und Gemeinderätin Brigitte Bachmann, die sich ebenso wie Kreisrat Hubert Söllner aus Rieden um ein Kreistagsmandat bewirbt. Er sei vor sechs Jahren als Landrat für alle angetreten, so Nentwig, habe sein Amt überparteilich geführt und gelebt.

Der Landkreis sei in diesen sechs Jahren „super“ vorangekommen. Handwerk,Handel und Gewerbe hätten gemeinsam zu diesem Erfolg beigetragen. lobte er, „… und die fleißigen oberpfälzer Menschen sind unser Kapital“. Die Arbeitslosenquote im Landkreis liege bei 4,9 Prozent gegenüber 10,2 Prozent vor zehn Jahren, die Jugendarbeitslosigkeit sei die niedrigste in der Oberpfalz „und bei der Exportquote toppen wir Oberbayern“.

Mit 2,7 Prozent Hartz-II-Empfängern liege der Landreis weit unter dem Bundesdurchschnitt von sechs Prozent. „Meine Zahlen sind amtlich, meine Zahlen stimmen“, betonte Nentwig und kritisierte: „Der Neumarkter CSU-Bundestagsabgeordnete Alois Karl und der CSU-Kreisvorsitzende Dr. Harald Schwartz machen unsere Heimat, unsere Betriebe und alle die hier arbeiten schlecht“.

Er sehe sich als Landrat nicht als Verwaltern sondern Manager, setze sich für den Erhalt und die Selbstständigkeit der Krankenhäuser „St. Johannes“ in Auerbach und „St. Anna“ in Sulzbach-Rosenberg ein.

„Die direkte Anbindung des St.-Anna-Krankenhauses an die B 85 diente auch der schnelleren Versorgung des Birglands“ hob er hervor. Die Sanierung der Burgruine Lichtenegg wolle auch er als „eine tolle, eine klasse Sache“ loben. „Wir wollen, müssen und werden im Birgland an der Autobahnausfahrt ein kleines, feines Gewerbegebiet entstehen lassen“, betonte Nentwig abschließend. Der Mittelstand sei „die Quelle unserer Heimat“.

zum Bild:
„Wir wollen, müssen und werden im Birgland an der Autobahnausfahrt ein kleines, feines Gewerbegebiet entstehen lassen“, betonte Landrat Armin Nentwig im Schwender Gasthaus „Jägerheim“. Lobte den Mittelstand als „die Quelle unserer Heimat“.

 

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