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Wenn der Radweg in den Stoppelacker mündet.

Veröffentlicht am 19.07.2007 in Landespolitik

In unserer Region gibt es zwar schon viele Radwege. Trotzdem ist die Situation noch nicht befriedigend. Offizielle Radwege findet man auf Straßenkarten auf viel befahrenen Straßen eingezeichnet. Dabei, so MdL Reinhold Strobl, sei es lebensgefährlich, auf diesen Straßen mit dem Rad zu fahren. Die Radltour am vergangenen Samstag von Schnaittenbach nach Amberg hat den SPD-Abgeordneten jetzt zu einer Anfrage im Bayerischen Landtag veranlasst, in welcher er nach der Erschließung und dem Unterhalt von Radwegen in Bayern frägt.

Das rund 8.700 Kilometer lange bayerische Fernradwegenetz sei noch lückenhaft und teilweise in stark reparaturbedürftigem Zustand. „Hier ist geboten, deutlich mehr Mittel für den Unterhalt und Neubau von Radwegen zu investieren. Gerade entlang der Staatsstraßen sollten allein schon wegen der Verkehrssicherheit die Trennung der Verkehrsarten stärker forciert und mehr Radwege zur Verfügung gestellt werden“, so Strobl.

Bis dato könnten die Kommunen des Freistaats nur auf staatliche Zuschüsse aus dem Finanzausgleichsgesetz hoffen, wenn sie Radwege planen und in eigener Baulast erstellen. „Da ist es äußerst kurzsichtig, wenn man es damit begründet, dass die Radwege lediglich von den Bewohnern der angrenzenden Gemeinden benutzt würden. Schließlich ist es ein erklärtes Ziel den Fahrradtourismus in Bayern zu fördern und da kann man es nicht den Kommunen überlassen, das entsprechende Radwegenetz selbst zu erstellen.“

Nationale und internationale Radwanderwege, wie der Paneuropa-Radweg, die durch Bayern führen, hätten auch völkerverbindende Wirkung und müssten vorrangig ausgebaut und instand gehalten werden. Strobl: „Es geht nicht, dass so eine Route unvermittelt endet und die Radfahrer dann auf eine Staats- oder Bundesstraße einbiegen müssen. Das ist nicht nur gefährlich sondern führt auch das ganze Konzept ad absurdum.“

Neben dem Einsatz von EU-Geldern, wie aus dem Projekt LEADER müsse der Freistaat auch stärker eigene Mittel einsetzen, um den umweltfreundlichen Radverkehr stärker zu fördern. Strobl: „Andere Bundesländer, wie etwa Nordrhein-Westfalen machen uns vor, dass es sehr wohl möglich ist, in Eigenregie für den Ausbau und Unterhalt der Radwege zu sorgen und verlassen sich bei ihren Investitionen nicht nur auf Mittel von außen durch die EU oder den Bund. Die internationale Fahrrad Konferenz ‚Velo city’ in München hat da Mitte letzten Monats deutliche Zeichen gesetzt. Die Verbesserung der Fahrradinfrastruktur wurde als eine der vordringlichsten Aufgaben festgeschrieben. Da wird in Bayern viel zu wenig darauf geachtet.“

Gespannt ist Strobl, inwieweit die im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplan (NRVP) festgelegten Aufgaben und Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs in Bayern bislang umgesetzt wurden. „2002 hatte die Bundesregierung dieses Konzept beschlossen, das bis 2012 umgesetzt sein soll. Da haben wir jetzt gerade Halbzeit und ich sehe noch nicht, dass sich ohne den Ausbau des bayerischen Radwegenetzes der Anteil des Radverkehrs am Verkehrsaufkommen sonderlich vergrößern wird. Vor allem interessiert mich die Antwort der Staatsregierung, durch welche Maßnahmen der Fahrradverkehr konkret bayernweit gefördert wird.“

Bürgerbüro:
Reinhold Strobl, MdL (SPD)
Birkenweg 33
92253 Schnaittenbach
Tel. 09622 - 70 36 36
Fax. 09622 - 70 36 35
Internet: www.reinhold-strobl.de

 

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