Der Bundestag hat heute in 1. Lesung einen fraktionsübergreifenden Entwurf und einen Regierungsentwurf zur Änderung des Transplantationsgesetzte beraten. Ziel ist es, die Anzahl der Organspender zu erhöhen. Durch regelmäßige und gezielte Informationen sollen die Bürgerinnen und Bürger dazu gebracht werden, eine Entscheidung zur Organspende zu treffen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder ist eine der Antragstellerinnen des fraktionsübergreifenden Entwurfs.
Derzeit 12.000 Menschen warten in Deutschland auf ein Spenderorgan. Nach wie vor sterben jährlich hierzulande 1.000 Menschen, weil für sie kein Ersatzorgan zur Verfügung steht. „Wir brauchen daher dringend eine Lösung, die die Lücke zwischen den Personen, die grundsätzlich einer Organspende offen gegenüberstehen und denen, die über einen Spenderausweis verfügen, verkleinert“, erklärt die SPD-Abgeordnete.
Niemand kann oder soll gezwungen werden, zu spenden. Es bestehe aber eine Pflicht, sich zu entscheiden, um der Verantwortung gerecht zu werden gegenüber denjenigen, die unsere Hilfe brauchen. „Die Politik muss Hürden abbauen, wo sie bestehen und die Debatte über die Thematik fördern. Nur wer ausreichend informiert ist, kann verantwortungsbewusst handeln“, erklärt Marianne Schieder.
Der fraktionsübergreifende Gesetzentwurf hat das Ziel, mehr Organspenden zu ermöglichen. Deshalb sollen sich alle Bürgerinnen und Bürger regelmäßig mit ihrer Bereitschaft zur Organspende befassen, schließlich eine Entscheidung treffen und sie dokumentieren. Die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen schreiben ihre Versicherten im ersten Jahr nach Inkrafttreten des Gesetzes an. Danach erfolgt dies alle zwei Jahre und mit Einführung der elektronischen Gesundheitskarte alle fünf Jahre. Einen Zwang zur Entscheidung gibt es nicht. Außerdem sollen die Krankenversicherungen über das Verhältnis der Organspenderklärung zu einer Patientenverfügung informieren.
„Doch bereits jetzt schön können alle, die wollen, freiwillig einen Organspendeausweis ausfüllen und bei sich tragen. Sie fordert Organisationen und Vereine auf, über das Thema zu informieren und zu diskutieren. Gerne stehe sie auch als Referentin zur Verfügung.
Presseerklärung MdB Marianne Schieder
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