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"Atemlos durch die Nacht, auch wenn mir der Knochen kracht. Atemlos ins Paradies, ja da will ich hin, des is gwiss." So singt Mohammed und träumt vom Weg übers Mittelmeer bis zum Balkan, wo ihm Geld und Pass abgenommen werden. Was der Helene-Fischer-Kracher mit Politik zu tun hatte, wurde beim Bockbierfest der SPD erklärt.
Das Publikum war baff beim Starkbierfest der SPD. Norbert Gradl und seine Musiker nahmen die Melodie und den Refrain von "Atemlos" her, und strickten darum die Geschichte von Mohamed und sorgten bei aller bierseeligen Gaudi beim Publikum auch für ernste Gesichter.
Eine Meisterleistung
"Eine Meisterleistung", so waren sich die Gäste einig, wie "Gradl and Friends" mit dem sensiblen Thema Flüchtlinge umgingen. Zum Mitklatschen war da keinem zumute bei Zeilen wie: "Über Ungarn wollte ich nach Deutschland weiterschau'n, doch die blöden Ungarn bauten einen Zaun. Und die Polen stellen klar, bei uns kommt ihr nicht rein, denn wir sind gute Christen, wenn auch nur zum Schein. Wir Polen wollen nur von Europa profitier'n, die Flüchtlinge lassen wir an der Grenze krepier'n."
Gradl und seine Musiker Rudi Bradl, Wolfgang Popp und Robert Schmidt, gaben auch der anderen Seite der Medaille eine Melodie und intonierten zum alten Ambros-Song "Zwickt's mi, ich glaub ich dram, des derf ned wahr sei, wer soll des bezahl'n." Ungewöhnlich für das Starbierfest danach die Ansprache von Norbert Gradl, der die "Rattenfänger" scharf verurteilte, die auf dem Rücken der betroffenen Menschen und einer verunsicherten Bevölkerung nun Nutzen zögen.
"Die AfD ist ein Auffangbecken für Dummschwätzer." Horst Seehofer sei ein aufgeblasener Provinzpolitiker, der mit den Russen und den Ungarn kuschelt. Den FW-Chef Hubert Aiwanger nahm Gradl ins Visier und bezeichnete ihn als "durchgeknallten niederbayerischen Pausenclown" mit seinen Beiträgen zur Flüchtlingspolitik. Aber auch die Freien Wähler in der Auerbacher Kommunalpolitik bekamen ihr Fett weg. Scharfzüngig gratulierten Gradl and Friends zum 20-jährigen Bestehen der Aufschwungpartei. "Im Stadtrat das Gerede interessiert sie längst nicht mehr, denn Politik ist öde, Party feiern liegt uns mehr", zielten die Musiker auf die vielen Events der "Freiwilligen Wähler" und ihren "König Jochen (Neuß), der als Lichtgestalt gerne in der dritten Person von sich spricht. Er sei der "Experte für Kunst und Kultur, er liebe seine Demokratur!" Und: "Schlagen die Roten etwas vor, sagt der Neuß, ihr müsst verstehn, das wollt ich schon zuvor!"
Aber auch die "Schwarzen" wurden kräftig derbleckt. "Eigene Ideen bringen sie nicht ein, nur ,das ist viel zu teuer, muss das denn wirklich sein'? Früher waren sie zumindest am Büfett ganz vorn, heute fragt man sich verwundert, sind die Schwarzen denn ausgestorb'n?"
Mit Humor nahmen die Aufschwungler um Bürgermeister Joachim Neuß die Nadelstiche auf, klatschten kräftig zu den bekannten Rhythmen mit, während die einzigen beiden "schwarzen" Gäste, Uwe Ditz und Helmut Zerreis von der CSU, mit versteinerten Mienen und ohne Beifall das Gesungene zur Kenntnis nahmen. Da geriet das Lied von den "guten Freunden", die alte Beckenbauerhymne, mit der Gradl and Friends die Fifa und ihre Schiebereien besangen, schnell zur Nebensache.
Ohne Biss und mit sehr ernstem Tenor folgte der letzte Auftritt von Gerti Thumbeck als Bruder Barnabas. Auch sie ließ die aktuelle Lage nicht kalt. Regional griff sie nur das Thema Breitband auf, und fragte den Rathauschef, ob er die 900 000 Euro Förderung für den Ausbau vom Heimatminister Söder denn schon erhalten habe. Selten war das Starkbierfest der SPD, das es seit 20 Jahren gibt, so politisch, so frech und scharf in seinen Beiträgen wie heuer.
Die schwierige politische Gesamtlage gab nicht nur Anlass zum Feiern und Grund zur Ausgelassenheit. "Es war eine Gradwanderung, die aktuelle Lage auch beim politischen Starkbierfest ins Programm zu integrieren"," erklärte Norbert Gradl nach seinem Auftritt gegenüber unserer Zeitung. Das Publikum zollte ihm und seinen Musikern höchsten Respekt für die Umsetzung.
Und dennoch ließen sich die Gäste im voll besetzte Saal im Knabenkapellenheim die gute Stimmung nicht nehmen. Sie genossen das süffige Starkbier einer heimischen Brauerei und die Brotzeiten, die die Damen der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen zubereitet hatten. Die "Boaz'nhocker" sorgten mit zünftiger Blasmusik für weitere Unterhaltung.
Aufgrund der großen Resonanz überlegt der SPD-Ortsverein mit dem Fest im nächsten Jahr ins Foyer der Helmut-Ott-Halle zu wechseln.
Die AfD ist ein Auffangbecken für Dummschwätzer.Gradl and Friends
SABINE WIESENT ONETZ
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