Die Bundesregierung hat 2006 das Aktionsprogramm „Mehrgenerationenhäuser“ gestartet, um den sozialen Zusammenhalt der Generationen vor Ort zu stärken. Auch in Amberg und Illschwang wurden entsprechend Häuser gefördert. Die damalige Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen kam sogar extra nach Illschwang, um das Mehrgenerationenhaus vorzustellen und zu feiern. Seit einiger Zeit ist die Weiterführung aber nicht gesichert.
MdL Reinhold Strobl und MdB Marianne Schieder sorgen sich, nachdem die Weiterfinanzierung über lange Zeit nicht gesichert war, um die Zukunft des der Mehrgenerationenhäuser in Amberg und Illschwang.
Schon vor einiger Zeit hatte sich der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl sowohl an das zuständige Bundesministerium als auch an das bayerische Ministerium gewandt. Tenor der Antworten: Die Kommunen sollten sich beteiligen. Strobl, Mitglied im Ausschuss für Staatshaushalt und Finanzen, ärgert dies: „Es geht nicht an, dass Bund oder Land sich feiern lassen und dann die Finanzierung auf die Kommunen abschieben.“
MdB Marianne Schieder und MdL Reinhold Strobl setzen sich dafür ein, dass die erfolgreiche Arbeit der Mehrgenerationenhäuser fortgesetzt werden kann und keine Projektruinen entstehen. MdB Marianne Schieder teilt nun mit: „Die Bundesregierung hat dem Druck der SPD endlich nachgegeben und kündigt ein neues Programm für die Mehrgenerationenhäuser ab 2012 an. Viele Fragen bleiben ungeklärt: Wie viele und welche Träger in Zukunft weitergefördert und wie die Förderbedingungen ausgestaltet werden, sagt das zuständige Bundesfamilienministerium nicht“, so die SPD-Bundestagsabgeordnete.
MdB Marianne Schieder: „Das Familienministerium hat monatelang wertvolle Zeit verstreichen lassen. Nun drängt die Zeit, um eine nachhaltige Anschlussförderung auszuarbeiten. Die Träger müssen mit weiteren Monaten der Ungewissheit rechnen, bis ein neues Bundesprogramm ausgeschrieben wird. Sie werden sich neu bewerben müssen, die Bundesförderung wird nicht automatisch verlängert.“
Um mehr Licht ins Dunkel zu bringen, hat die SPD-Fraktion diese Woche eine Kleine Anfrage in den Deutschen Bundestag eingebracht. Mit der Antwort der Bundesregierung ist Anfang Februar zu rechnen. MdB Marianne Schieder: „Das Ministerium darf sich in seinen Antworten um wichtige Details nicht länger herumdrücken. Die Frage nach einer Übergangsfinanzierung für Häuser, deren Förderung bereits 2011 endet, drängt.“
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