„Ab dem kleinen Fahrplanwechsel zum 12. Juni 2011 werden auch in den Fahrplänen von Vogtlandbahn und alex Parallelverkehre beauskunftet. In den aktuellen Ausschreibungsprojekten der Bayerischen Eisenbahngesellschaft wird die Beauskunftung aller Parallelverkehre in sämtlichen eigenen Kommunikationskanälen (z.B. Fahrplan, Internet, telefonische Auskunft) gefordert, um eine umfassende kundenorientierte Information zu gewährleisten.“ Diese Auskunft bekam MdL Reinhold Strobl (SPD) nun von der BEG.
Anlass der Initiative von MdL Strobl war die Tatsache, dass man auf den Fahrplänen der DB zwar alle Züge anderer Eisenbahngesellschaften fand, auf den Fahrplänen der Vogtlandbahn und von alex aber nicht die auf der gleichen Strecke verkehrenden Züge anderer Eisenbahngesellschaften. Diese Situation, so Strobl, war bisher kundenunfreundlich und sehr unbefriedigend. Ab Jahresmitte soll sich das nun ändern.
Unbefriedigend sind für MdL Strobl auch die bisherigen Informationsmöglichkeiten der Zugbegleiter an die Fahrgäste. Wiederholt (erst gestern wieder) ist es dem SPD-Abgeordneten passiert, dass der DB-Zug ab Regensburg nach Schwandorf Verspätung hatte und im Zug durchgesagt wurde, dass leider die Vogtlandbahn und der Zug nach Furth i.Wald nicht mehr in Schwandorf warten konnten. Strobl (mit dem Zielbahnhof Wernberg-Köblitz): „Ich musste mich nun schnell entscheiden, ob ich mich in Weiden oder Amberg abholen lasse.“ Andere Fahrgäste hatten sich schon darauf eingestellt, eine Stunde später die Vogtlandbahn zu benutzen. Zufälligerweise aber stand die Vogtlandbahn dann trotzdem noch in Schwandorf. Wer dies noch mitbekam, hatte Glück.
Dabei gibt es bereits das Informationssystem RIS, dem die Zugbegleiter alle Daten (z.B., ob ein Zug am Bahnhof wartet) entnehmen können. Allerdings hatten sich diesem bisher nicht alle Eisenbahngesellschaften angeschlossen. Auch diesen Umstand hatte Strobl bei der BEG vorgebracht. Erfreulich ist, so Strobl, dass inzwischen ein eigenes System zur Fahrgastinformation und Anschlusssicherung (DEFAS Bayern) aufgebaut wurde, das nun zum Fahrbahnwechsel 2010/11 den Betrieb aufgenommen hat. Alle zur Verfügung gestellten Daten (v.a. Fahrplandaten, Echtzeitdaten) sollen diskriminierungsfrei beauskunftet werden.
Leider, so die BEG, gebe es noch keine flächendeckenden Echtzeitdaten. In den ersten Wettbewerbsprojekten sei dies noch nicht gefordert worden. Im DEFAS BAYERN sei die technische Möglichkeit zum Austausch von Echtzeitdaten mit dem RIS der DB vorgesehen und teilweise bereits realisiert. Im Rahmen der Ausschreibungen von Verkehrsleistungen werde nun von den Verkehrsunternehmen grundsätzlich gefordert, dass Daten zur Fahrgastinformation und Anschlusssicherung über DEFAS BAYERN auch Dritten zur Verfügung zu stellen sind. Strobl erhofft sich nun von diesen Neuregelungen eine kundenfreundlichere Informationspolitik der verschiedenen Eisenbahngesellschaften.
Reinhold Strobl, MdL (SPD)
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