Bereits seit Monaten ziehen sich jetzt schon die Bemühungen von MdL Reinhold Strobl (SPD) für eine sinnvolle und zukunftsgerichtete Nutzung der Klosterburg in Kastl hin. Auch anlässlich der neuesten Entwicklung hat Bgm. Stefan Braun die Unterstützung des SPD-Abgeordneten. In dieser Angelegenheit hat dieser sich wiederum an Staatsminister Dr. Markus Söder mit einem Brief gewandt. Ein inhaltsgleicher Brief ging an Regierungspräsidentin Brigitta Brunner.
Strobl schreibt: „Sehr geehrter Herr Staatsminister, vor einiger Zeit hatte ich Sie schon wegen der Nutzung der Klosterburg Kastl angeschrieben. Mir
ist sehr daran gelegen, dass in die Klosterburg wieder Leben einzieht und sie auf Dauer auch in die Zukunft gerichtet genutzt wird. Ich selbst könnte mir hier die Nutzung durch den Freistaat selbst als Sitz einer Behörde, eines Museums oder einer Bildungseinrichtung von Verbänden usw. vorstellen. Die Klosterburg wäre sicherlich eine attraktive und beeindruckende Adresse.
Inzwischen ist Ihrem Haus auch das Interesse eines Privatmannes bekannt. Nun hat mich aber Bgm. Stefan Braun darüber informiert, dass die Regierung der Oberpfalz Interesse an der Klosterburg zur Unterbringung von Asylbewerbern bekundet hat. Der Landkreis hat bereits viele Asylbewerber dezentral in den Gemeinden untergebracht. Dies funktioniert auch vorbildlich. Dass die zentrale Unterbringung (40 Personen) in einem Gebäude immer mit Schwierigkeiten verbunden ist, dürfte auch Ihnen bekannt sein.
Wir setzen im Landkreis auch weiterhin auf eine dezentrale Unterbringung von Asylbewerbern. Ich darf darauf hinweisen, dass in Kastl bereits jetzt 10 Personen untergebracht sind. Es darf nicht sein, dass die Bemühungen nach einer zukunftsgerichteten Nutzung der Klosterburg durch derartige Vorschläge beeinträchtigt und vernachlässigt werden. Auch ich sehe die Gefahr, dass die Möglichkeit, die Gebäudeteile der Klosterburg einer Verwendung mit Perspektive und Entwicklungspotential zuzuführen, versperrt wird.
Der Freistaat Bayern und seine nachgelagerten Behörden müssten eigentlich die Kompetenz, die Befähigung und die Kontakte besitzen, um sein Eigentum und das historische Herz der Gemeinde Kastl einer guten und zukunftsträchtigen Verwendung zuzuführen. Im Brief von Bgm. Braun wird auch darauf hingewiesen, dass die Marktgemeinde Kastl bereits Kontakte zu Interessenten hat, welche sich zum Teil sehr positiv entwickeln würden. Für die
Fortführung der Gespräche sei jedoch noch mehr Zeit notwendig.
Mir ist es sehr wichtig, noch darauf hinzuweisen, dass der Freistaat bei der Klosterburg meiner Meinung nach noch einige Investitionen tätigen muss. Ich darf nur auf den bisherigen sehr hohen Energieaufwand hinweisen. Zum Schluss möchte ich Sie nochmals eindringlich bitten, in diesem Sinne unsere gemeinsamen Bemühungen vor Ort für eine zukunftsweisende Nutzung der Klosterburg zu unterstützen.“
Strobl stellt dazu noch fest: „Es ist begrüßenswert, dass die Gemeinden im Landkreis dezentral Unterkünfte für die Menschen, die aus anderen Ländern hilfesuchend zu uns kommen, zur Verfügung stellen. Wir ziehen hier jedoch gemeinsam an einem Strick, wenn wir darauf hinweisen, dass der Freistaat in der Pflicht steht dahingehend, dass eine Staatsimmobilie auf Dauer endlich einer zukunftsgerichteten Verwendung zugeführt werden muss, wenn die Bausubstanz nicht mehr Schaden erleiden soll.“
In anderen Fällen sei man schließlich, so Strobl, auch findungsreich. So sollen z.B. Teile der bayerischen Lotterieverwaltung von München nach Nürnberg umziehen, obwohl in München das Personal vorhanden ist.
Büro des
Landtagsabgeordneten
Reinhold Strobl, SPD
Mitglied im Ausschuss für Staatshaushalt und Finanzen
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