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Bei der Schwimmförderung am falschen Ende gespart

Veröffentlicht am 10.05.2006 in Landespolitik

DLRG-Tauchreferent Norbert Mitlmeier (links) mit MdL Reinhold Strobl

Die Weigerung des Kultusministeriums, die einzelnen DLRG-Gliederungen weiterhin finanziell zu bezuschussen, war das Thema eines Treffens des Landtagsabgeordneten Reinhold Strobl (SPD) mit dem Tauchreferenten der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DRLG) Ortsgruppe Amberg und Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Ursensollen Norbert Mitlmeier.

Die Förderung des DLRG wurde mit der Begründung ausgesetzt, dass der Verband nicht Mitglied des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV) sei, weswegen die seit 15 Jahren gewährte Übungsleiterpauschale von 1000 bis 3000 Euro für die einzelnen Gliederungen nicht mehr gewährt werde.

„Hintergrund ist hier sehr wahrscheinlich, dass die bayerische Staatsregierung wieder einmal zu Lasten der Kinder und Jugendlichen den Rotstift angesetzt hat“, meint Strobl, der im Arbeitskreis Bildung, Jugend und Sport des Landtags speziell die Interessen junger Menschen vertritt. „Der Sparwahn der Regierung treibt die seltsamsten Blüten und jeder Vorwand ist gut genug, wichtige, in diesem Fall für Kinder eventuell überlebenswichtige Förderung zu streichen.“

„Es ist absurd“, bestätigt Mitlmeier, „dass eine Mitgliedschaft im BLSV Voraussetzung werden soll, um die Zuschüsse zu bekommen. Der DRLG würden durch eine Mitgliedschaft nur zusätzliche Kosten entstehen ohne irgendwelche Vorteile daraus zu ziehen zu können. Da ist aus Sicht der DLRG jeder Euro bei der Basisarbeit für die Sportjugendförderung besser angelegt.“

Der DLRG in Bayern würden durch die Streichung der Übungsleiterpauschale cirka 100.000 Euro im Budget fehlen. Dadurch ist die Arbeit des Verbandes für die Sicherheit der Bevölkerung und speziell die Schwimmschulung von Jugendlichen stark eingeschränkt.

Strobl: „Mittlerweile kann jeder dritte Jugendliche in Bayern nicht schwimmen und lediglich 17 Prozent der Kinder haben in der Schule das Schwimmen gelernt. Da ist die Arbeit der Vereine und der DLRG vor Ort im wahrsten Sinne des Wortes von überlebenswichtiger Bedeutung. Hier zu sparen, heißt an der Sicherheit der Kinder und Jugendlichen zu sparen.“

Aus der Sicht der Vorstandschaft der DLRG Amberg könne dieses Vorgehen des Ministeriums nicht akzeptiert werden, so Mitlmeier: „In Amberg werden von der DLRG seit mehr als 30 Jahren jährlich drei bis vier Schwimmkurse abgehalten. Bisher sind mehr als 5000 Kinder von der DLRG Amberg zu Schwimmern ausgebildet worden. Dafür ist jeder Euro Zuschuss eine gute Investition gewesen!“

 

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