Biogasanlagen leisten einen wichtigen Beitrag zur Energieerzeugung. MdL Reinhold Strobl (SPD): „Wenn wir den Ausstieg aus der Atomenergie schaffen wollen, brauchen wir den Energie-Mix.“ „Allerdings“, so Strobl, „muss jede Art der Energieerzeugung auch im Einklang mit der Natur stehen.“ Schließlich gehe es beim Einsatz regenerativer Energien um den Erhalt unserer Umwelt. Der vermehrte Bau von Biogasanlagen führt in den Gemeinden inzwischen immer wieder zu teils heftigen Diskussionen. Aus diesen Gründen hatte sich der SPD-Abgeordnete vor kurzem mit einer Anfrage an Landwirtschaftsminister Brunner gewandt. Die Antwort liegt nun vor und beinhaltet einige interessante Zahlen und Aussagen.
In den Jahren 2006 bis 2010 hat sich die Gesamtzahl an Biogasanlagen in Bayern wie folgt entwickelt:
- Jahr:
- Anzahl der Biogasanlagen:
- Installierte elektrische Nennleistung (MWel)
- Elektrisch installierte Nennleistung (kWel)
2006
1.354
258
191
2007
1.400
335
239
2008
1.500
360
240
2009
1.691
424
251
2010
2.030
548
270
Die Verteilung auf die einzelnen Regierungsbezirke Bayerns ist aus nachfolgender Tabelle ersichtlich:
- Regierungsbezirk
- Anzahl Biogasanlagen
- Installierte elektrische Nennleistung(MWel)
- Elektrisch installierte Nennleistung (kwel)
Oberbayern
500
120,6
241
Niederbayern
323
85,7
265
Oberpfalz
206
63,5
308
Oberfranken
168
37,3
222
Mittelfranken
270
79,7
295
Unterfranken
79
31,3
396
Schwaben
484
130,1
269
Die Verteilung auf die einzelnen Landkreise speziell im Regierungsbezirk Oberpfalz ist aus nachfolgender Tabelle ersichtlich:
-Anzahl Biogasanlagen
-Installierte elektrische Nennleistung (MWel)
Bayern
2.030
548,2
Oberpfalz
206
63,5
Amberg-Sulzbach (incl.Amberg)
23
5,1
Cham
43
13,0
Neumarkt
25
5,7
Neustadt a.d.Waldnaab (incl.Weiden)
28
7,5
Regensburg (incl. Stadt)
10
6,4
Schwandorf
42
16,7
Tirschenreuth
35
9,1
Für das Jahr 2011 rechnet das Landwirtschaftsministerium mit einem weiteren Anstieg um 300 bis 400 Biogasanlagen bayernweit. Der Zubau ab dem 01.01.2012 hänge sehr stark von der Ausgestaltung des novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ab und lasse sich daher zum heutigen Zeitpunkt nicht abschätzen. Der prozentuale Anteil der Maisproduktion an der in Bayern im Rahmen des Mehrfachantrags 2010 gemeldeten Gesamtackerfläche beträgt lt. Ministerium 24,3 Prozent.
Im vergangenen Jahr habe der Maisanbau in Bayern mit rd. 500.000 Hektar einen Spitzenwert erreicht. Dazu habe auch die Zunahme des Silomaisanbaus für die Biogaserzeugung beigetragen. Die Biogaserzeugung konzentriere sich derzeit auf Gebiete, in denen auch die Veredelungswirtschaft mit hohen Tierbesatzzahlen je Flächeneinheit angesiedelt sei. Zudem habe die Attraktivität des Maisanbaus den Druck auf ökologisch wertvolle Grünlandbereiche erhöht.
Gefragt hat Strobl auch nach der Anzahl von Biogasanlagen, in denen Hühnermist zur Verwertung kommt. Hier liegen dem Ministerium keine Daten vor. Strobl: „Hier liegen wir in einem Spannungsfeld zwischen sinnvoller Energieerzeugung einerseits und der Gefahr einer Vermaisung unserer Landschaft andererseits.“ Bei der Neugestaltung des EEG müsse deshalb im Interesse der Sache auf eine sinnvolle und zukunftsweisende Regelung geachtet werden.
Die gesamte Antwort kann im Bürgerbüro von MdL Reinhold Strobl angefordert werden.
Bürgerbüro
Reinhold Strobl, MdL (SPD)
Birkenweg 33
92253 Schnaittenbach
Tel.: 09622-703636
Fax: 09622-703635
Internet: www.reinhold-strobl.de