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"Brot und Rosen" noch immer aktuell

Veröffentlicht am 22.03.2011 in Arbeitsgemeinschaften

100. Internationaler Frauentag - Gleicher Lohn und Vereinbarkeit von Beruf und Familie

"Heute für morgen Zeichen setzen": So lautete das Motto des 100. Internationalen Frauentags. Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF), das Kulturhaus , der Frauenkreis Brücke und die DGB-Frauen hielten Rückschau auf ein Jahrhundert engagierten Kampfes um die Gleichstellung der Geschlechter in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft
AsF-Vorsitzende Renate Dümmler blickte auf die 100-jährige Geschichte des Internationalen Frauentags zurück. Die zentrale politische Forderung 1911 sei laut Dümmler das aktive und passive Wahlrecht für Frauen gewesen, wofür eine Million Frauen bis dato in einer beispiellosen Massenbewegung auf die Straße gegangen seien.

Meilensteine der Bewegung
Renate Dümmler erinnerte an die Meilensteine, die den Weg des harten Kampfes der Mütter, Großmütter und Urgroßmütter gepflastert hätten: 90 Jahre Frauenwahlrecht, 60 Jahre Gleichstellungsartikel im Grundgesetz und 50 Jahre Gleichberechtigungsgesetz. Auf rechtlicher Ebene hätten die Frauen viel erreicht, dennoch sehe echte Gleichstellung in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft anders aus, machte sie klar.
Die AsF-Vorsitzende betonte: "Heute geht es um die Verwirklichung der Chancengleichheit, um gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am Erwerbsleben, an politischen Entscheidungsprozessen und gesellschaftlichen Ressourcen." Ihre Forderung lautete deshalb: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, mehr Frauen in Führungspositionen, ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn und entsprechende Rahmenbedingungen, um Familie und Beruf zu vereinbaren.
Zeit für Neuanfang

Nach dem Auftritt der Frauentrommelgruppe der städtischen Sing- und Musikschule wertete Schirmherr Bürgermeister Gerd Geismann den Internationalen Frauentag zum 100-jährigen Bestehen als einen Höhepunkt in der Frauenbewegung und meinte, dass die Zeit für einen Neuanfang reif sei. Die Vorsitzende des DGB-Frauenarbeitskreises Amberg, Emmi Stief, bekräftigte: "Wir wollen endlich Brot und Rosen".
Nach Tanzeinlagen der Gruppen "Sonnenschein" und "Crazy Lady" zeigte die stellvertretende Vorsitzende Kerstin König die derzeitige Situation in einer James-Bond-Variante auf. Musikalisch umrahmten der Kalinka-Chor und die Sing- und Musikschule, Renate Dümmler lud zum regen Gedankenaustausch.

Frau der Zukunft ist "Herrin ihrer Geschicke"

Landtagsabgeordnete Christa Naaß referiert über Gleichstellungsfragen im Rathaussaal - Problem: Altersarmut

Christa Naaß, Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der SPD Mittelfranken, referierte beim Internationalen Frauentag über die historische Entwicklung der Frauenbewegung und die aktuellen Brennpunkte in der heutigen Zeit. Sie ging zunächst auf das Buch "Die Frau und der Sozialismus" aus dem Jahr 1879 von August Bebel ein, der offen das Ausmaß der Frauenunterdrückung beschrieb.
Frei und gleich
Sie zitierte den Autor zur Frau der Zukunft: "Die Frau in der neuen Gesellschaft ist sozial und ökonomisch vollkommen unabhängig, sie ist keinem Schein von Herrschaft und Ausbeutung mehr unterworfen, sie steht dem Manne als Freie, Gleiche gegenüber und ist Herrin ihrer Geschicke."
Die Referentin fragte, ob das vor 132 Jahren formulierte Ziel einer tatsächlichen Gleichstellung und Unabhängigkeit verwirklicht sei und rollte dazu die Geschichte auf, um dann die Situation der Frauen heute in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft zu beleuchten. "Bereits am 19. März 1911 waren die zentralen Forderungen der Sozialdemokratinnen und Gewerkschafterinnen: gleiches Wahlrecht, gleicher Lohn für gleiche Arbeit sowie Verbesserungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes für Frauen. 100 Jahre später ist zwar die formale rechtliche Gleichstellung erreicht - die tatsächliche allerdings noch nicht", machte Naaß deutlich. Sie zeigte auf, dass in Deutschland Frauen 23 Prozent weniger als Männer verdienen würden. Christa Naaß bejahte die Frage nach den gleichen Bildungs- und Ausbildungschancen von Männern und Frauen, wandte aber ein, dass Frauen nach Studienabschluss schlechtere Beschäftigungsverhältnisse vorfinden würden, häufiger arbeitslos seien und in befristeten Beschäftigungsverhältnissen arbeiten würden.
Die Frage "Steht Frauen in Deutschland die gleiche berufliche Entfaltung und Fortentwicklung offen wie Männern?" beantwortete die Referentin mit "theoretisch ja, praktisch nein", was sie anhand von Zahlen belegte.
"Ist Altersarmut weiblich?", war die nächste Frage, die Naaß ebenfalls mit "ja" beantwortete. Befristete Beschäftigung, Teilzeit, Minijobs und Leiharbeit prägten laut ihren Aussagen zunehmend die Arbeitswelt der Frauen.
"Eine eigenständige Lebensplanung ist unmöglich und es droht Altersarmut", betonte Christa Naaß. Sie stellte fest, dass rund 6,9 Millionen Frauen berufstätig und gleichzeitig Mutter seien und dass beides unter einen Hut zu bekommen, schwierig sei, vor allem weil ausreichend Betreuungsmöglichkeiten fehlten.
"Frauen und Männer müssen nicht nur die gleichen Startchancen haben, sondern sich tatsächlich partnerschaftlich Familie sowie Beruf und Karriere teilen können", forderte die Politikerin. Abschließend betonte sie: "Gesellschaftliche Fortschritte und die Gleichstellung von Frauen und Männern gehören zusammen."

 

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