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Bürgersprechstunde mit MdL Reinhold Strobl im Hirschauer SPD-Parteibüro

Veröffentlicht am 03.11.2007 in Kommunalpolitik

vlnr.: Str. H. Stamminger, Str. Wolfg. Bosser, Heike Fink, MdL R. Strobl, Str. M. Högl, 2.Bgm. Günther Amann

Zu seiner ersten Bürgersprechstunde im neuen Bürgerbüro hatte der SPD-Ortsverband Hirschau unter der Leitung von zweiten Bürgermeister Günther Amann mit seiner starken Mannschaft eingeladen, zu der sich auch MdL Reinhold Strobl und die Elternbeiratsvorsitzende der Volksschule Hirschau Heike Fink einfand, um den Bürgern Rede und Antwort zu stehen. Das Schwerpunktthema lag auf der Schulsituation im ländlichen Raum.

Mit Mdl Reinhold Strobl als Mitglied des Ausschusses „Bildung, Jugend, Sport“ im Bayerischen Landtag und hauptschulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion als Gast bei der Bürgersprechstunde, lag es nahe als Schwerpunktthema der Veranstaltung das Thema „Schule“ aufzugreifen, das der SPD sehr am Herzen liegt. „Wir bemühen uns stets um die schulischen Belange, da wir uns angesichts der Umkrempelung der Schullandschaft große Sorgen machen“, führt der SPD-Ortsverbandvorsitzende Günther Amann zum Thema „Schule im ländlichen Raum“ hin, das im Mittelpunkt der Diskussion bei der ersten Bürgersprechstunde im kleinen Kreis stand. So macht sich die SPD für die Sicherung der Hirschauer Volksschule stark, ihr ist aber auch der Erhalt der Ehenfelder Schule als wohnortnahe Grundschule äußerst wichtig.

Großes Bedenken hegt auch MdL Reinhold Strobl angesichts der Schulsituation in der Oberpfalz, die durch die abnehmenden Schülerzahlen in der Hauptschule, den Zulauf an die sechsstufige Realschule (R6) und die Schließung wohnortnaher Schulen eine tief greifende Wandlung durchlebt. „Einige Hauptschulen in der Oberpfalz haben aufgrund der Einführung der R 6 mit einem enormen Schülerrückgang zu kämpfen.

Es besteht die Gefahr, dass es in einigen Regionen der Oberpfalz bald überhaupt keine Hauptschule mehr geben wird und die Schüler lange Anfahrtswege in Kauf nehmen müssen, mit allem, was dabei an unliebsamen Konsequenzen auf sie zukommt“, so Reinhold Strobl. Seiner Meinung nach wäre es an der Zeit, statt obrigkeitsstaatlichen Verordnungen auch endlich die regionalen Konzepte und Anliegen von Gemeinden wahrzunehmen und zu akzeptiert. Strobl sieht eine gangbare Lösung in einer Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Realschule mit der Möglichkeit eines höheren Bildungsabschlusses vor Ort, was auch für die Region Hirschau-Schnaittenbach denkbar wäre. Dies würde eine längere Schulzeit und die Notwendigkeit von mehreren Lehrkräften mit sich bringen. Der MdL hat sich dazu mit seinen Landtagskollegen schon diverse Modelle wie beispielsweise in Rheinland-Pfalz und Südtirol angesehen.

Auch Günther Amann sprach sich für eine Lösung der Schulproblematik durch ein pädagogisches Konzept seitens der Regierung aus, denn im Moment herrsche zwischen dem Bemühen nach Standortstärkung der Schulen und dem Angebot der sechsstufigen Realschule eine große Kluft, die es zu überwinden gilt, wobei er große Hoffnung in die neue Bayerische Regierung setzt.

Im Rahmen der Diskussion um die Schulsituation brachte Günther Amann dann auch den Aspekt der Ganztagsschulen in das Gespräch, die es in Hirschau noch nicht gibt, obwohl die Stadt Hirschau mit dem Angebot seiner Kinderbetreuung mit der neuen Krippe in St. Wolfgang, der Mittagsbetreuung durch die Arbeiterwohlfahrt, der Montessorifrühförderung und die Schulkinderbetreuung bestens aufgestellt ist. Günther Amann setzt bei der Ganztagsschule auf eine Förderung der Kinder im musischen und sportlichen Bereich zu deren notwendigen geistigen und persönlichen Entwicklung.

„Der Ganztagsunterricht würde Zeit- und Freiräume schaffen, um den Kindern neben dem kopflastigen Vormittagsunterricht, Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung im sportlichen und musikalischen Bereich zu vermitteln“, ist sich der erfahrene Pädagoge Günther Amann sicher.

SPD-OV Hirschau

 

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