Die SPD ist keine Volkspartei!
Das müssen wir uns Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen anhören, das müssen wir uns gefallen lassen, das glauben viele Genossen schon selbst.
Man hat den Eindruck, dass das allgemeine Eindreschen auf die SPD kein ende mehr nimmt, die Medien haben sich im Moment zwar auf die Bundesregierung eingeschossen, doch die kleinen linken Parteien kennen nach wie vor nur einen Feind, die SPD und sich selbst!
Die SPD, welche ja keine Volkspartei mehr ist, wegen ihren 23% (von denen die kleinen immer noch nur träumen können).
Doch was ist überhaupt die Definition einer Volkspartei?
„Als Volkspartei bezeichnet man eine Partei, die für Wähler und Mitglieder aller gesellschaftlicher Schichten und unterschiedlicher Weltanschauungen im Prinzip offen sei.“
„Die Volksparteien der Gegenwart sind Parteien mit einem breiten sozialen Spektrum (Wähler, Mitglieder), die in dieser Hinsicht durchaus unterschiedliche Schwerpunkte aufweisen können (...), mit einer pluralistischen organisatorischen Struktur, was besonders in der Existenz sogenannter Partei-"Flügel" zum Ausdruck kommt, und mit einem beträchtlichen Bestand hauptamtlicher Mitarbeiter.“
Die SPD hat eine Infrastruktur wie keine andere Partei aus dem linken Spektrum, die SPD verfügt über ein Parteiprogramm das nicht nur einzelne sondern eine breite Mehrheit im Volk anspricht.
Die SPD ist nicht radikal, sie hat ein breitgestreutes Themenfeld.
Das wichtigste, die SPD ist theoretisch für alle Schichten wählbar und orientiert sich am Wohl des ganzen Landes, nicht am wohl eines Klientel.
Sie ist keine Klassenpartei mehr, sie ist keine Interessenpartei (auch Klientelpartei genannt) noch ist sie eine Wählergemeinschaft oder –initiative.
Es ist nicht zu leugnen das sie unter Schröder mit Hartz IV und einem großen Teil der Agenda 2010 große teile der Schichten verraten hat aus denen sie ein Jahrhundert lang ihre Mitglieder rekrutiert hat, sie wurde von den sozialdemokratisch gesinnten Wählerinnen und Wählern deswegen auch mit einem Ergebnis von 23% abgestraft.
Jetzt gönnt sie sich einen Prozess des Wandels, einen Prozess der Erneuerung der zügig voranschreitet. Die Erneuerung geht von innen nach außen, aus diesem Grund entsteht in der Öffentlichkeit oder bei passiven Mitgliedern oft der Eindruck es geschehe nichts und doch, die SPD geht wieder aufs Volk zu, die SPD fragt wieder „wie sollen wir es machen?“ das pauschale Macho „So machen wir das!“ hat sie sich abgewöhnt und das ist auch gut so!
Um wieder zum Thema zu kommen, trotz der „Watschen“ , welche die SPD von ihren Stammwählern bekommen hat, ist war und bleibt sie eine Volkspartei!
Und allerspätestens nach der übernächsten Bundestagswahl strotzt sie wieder vor kraft und Schlagfertigkeit, wir brauchen uns nicht verstecken.