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Hahnbacher Eltern für eine bessere Bildungspolitik

Veröffentlicht am 26.04.2005 in Bildung

Monika Hohlmeier hat zwar inzwischen ihren Hut nehmen müssen, aber ihre verfehlte Schulpolitik müssen Kinder, Eltern, Lehrer und Kommunen weiter ausbaden. Ein Auswechseln von Personen reicht nicht: Bayern braucht eine andere Bildungspolitik. Dafür sammelte der SPD-Ortsverein Hahnbach Unterschriften.

Die in den Hahnbacher Geschäften ausgelegten Unterschriftslisten übergab Ortsvereinsvorsitzende Hermine Koch jetzt an den stellv. SPD-Bezirksvorsitzenden Reinhold Strobl, welcher sie an die Landtagsfraktion weiterleiten wird. Mit ihrer Unterschrift sprachen sich nahezu 200 Eltern für eine andere Bildungspolitik in Bayern aus.

 Überall an den Schulen fallen Unterrichtsstunden aus.
 Lehrer fehlen.
 Schuldirektoren werben Hände ringend pensionierte Pädagogen an oder fordern sogar Eltern auf, Unterrichtsstunden zu halten.
 Viele Klassen sind zu groß, individuelle Förderung ist bei 35 Schulkindern in einer Klasse nicht mehr möglich.
 Die Lernmittelfreiheit wird von der Stoiber-Regierung schrittweise abgeschafft: Die Eltern zahlen in Zukunft Büchergeld.
 Die Politik der CSU führt zu einem Boom auf dem bezahlten Nachhilfemarkt und macht Eltern zu Hilfslehrern.
 Bildung verkommt zum Luxusgut.
 Zukunftschancen junger Menschen hängen immer mehr vom Geldbeutel der Eltern ab.

Das ist die Bilanz der bisherigen Kultusministerin Hohlmeier.

Aus diesem Grund hatte der SPD-Ortsverein Hahnbach in mehreren Geschäften Unterschriften ausgelegt. Die Resonanz, so Vorsitzende und Gemeinderätin Hermine Koch, war überwältigend. Nahezu 200 Eltern trugen sich ganz von alleine in die Listen ein.
Niemand habe hier jemanden zur Unterschrift auffordern müssen. Deshalb würden diese Unterschriften deutlich machen, wie sehr "Bessere Bildung" ein Thema für die Eltern sei. Mit ihrer Unterschrift sprachen sie sich für kleinere Klassen und mehr Lehrer an den Schulen aus. Bayerns Schulen bräuchten mehr Geld. "Lernmittelfreiheit statt Büchergeld" ist eine weitere Forderung. Die Kinder müßten in der Schule früher und besser gefördert werden. Der wachsende Leistungsdruck in den Schulen schade der Entwicklung der Kinder und gefährde den Schulerfolg.

Jetzt hat Hermine Koch die Unterschriftslisten an den stellv. SPD-Bezirksvorsitzenden Reinhold Strobl übergeben, welcher sie an die Landtagsfraktion weitergeben wird. Dieser stellte bei der Übergabe fest: "Die steigende Belastung der Familien muss gestoppt werden. Eltern zahlen heute schon für die Schulausbildung ihrer Kinder nicht nur über Steuern. Das Büchergeld führt vor allem in Familien mit geringeren Einkommen zu finanziellen Problemen. Die Einführung von Büchergeld ist für die CSU nur der erste Schritt, die Lernmittelfreiheit abzuschaffen."
Hermine Koch und Reinhold Strobl waren sich darin einig, dass Bildung nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen dürfe. Die SPD fordere die Erhöhung der Staatsausgaben in Bayern für Schule und Bildung um 1 Milliarde Euro innerhalb von 5 Jahren. Geld für die Bildung sei die beste Investition in die Zukunft unserer Kinder.

Ein Wort des Lobes galt der bildungspolitischen Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, MdL Marianne Schieder, welche seit Jahren für eine bessere Bildungspolitik in Bayern kämpfe. Schon frühzeitig habe diese auf die negativen Auswirkungen der sechsstufigen Realschule für die Kinder und die Kommunen hingewiesen. Nur habe es damals niemals hören wollen.
Inzwischen gebe es sogar schon CSU-Kommunalpolitiker, welche gegen die R 6 und das Büchergeld Sturm laufen. Auf der einen Seite solle Büchergeld eingeführt werden, auf der anderen Seite gebe es Bestrebungen, das Bafög abzuschaffen und Studiengebühren einzuführen.
Das alles führe dazu, dass die Zukunftschancen junger Menschen in Zukunft immer mehr vom Geldbeutel der Eltern abhänge.
Monika Hohlmeier habe zwar inzwischen ihren Hut nehmen müssen. "Ausbaden aber müssen ihre Politik die Kinder, Eltern, Lehrer und Kommunen." Hermine Koch und Reinhold Strobl waren sich noch in einem weiteren Punkt einig: "Es müssen nicht nur die Personen ausgewechselt werden. Wichtig ist eine andere Bildungspolitik."

 

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