„Wohin mit unseren Kindern?“ – das war nicht die Frage bei einer Informationsveranstaltung zu welcher der SPD-Ortsverein insbesondere junge Familien in den Fürstensaal eingeladen hatte. Während Bürgermeisterkandidat Werner Scharl und die Gemeinderatskandidatinnen und Kandidaten sich vorstellten, Scharl sein Wahlprogramm darlegte, wurden die Kinder im Wittelsbacher Saal betreut, spielten miteinander.
Ein Blick auf seinen beruflichen Werdegang, der immer von berufsbegleitenden Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen geprägt war, zeige, so Scharl, dass er das Können und die Teamfähigkeit habe, der Gemeinde und ihrer Verwaltung als Bürgermeister vorzustehen. Sein langjähriges Engagement in den örtlichen Vereinen, bei mehreren gehöre er zu den Gründungsmitgliedern, sei als Vorsitzender oder als Kassier tätig, zeige seinen Einsatz für das gesellschaftliche Miteinander in der Gemeinde.
Nur noch halbtags und sehr flexibel werde er, solle er zum Bürgermeister gewählt werden, seine bisherige Tätigkeit beim Arbeitsamt weiterführen, könne er die ihm bei seinen Hausbesuchen oft gestellte Frage „… ob er als er als ehrenamtlicher Bürgermeister auch täglich verfügbar sein kann“,beantworten. Der Erhalt des Schulstandortes sowie der Aufbau einer Kinderbetreuung seien ihm ein Anliegen, legte er den zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörern dar. Wie vielseitig die Anforderungen an eine Ganztagsbetreuung sind zeigte die Diskussion mit den anwesenden Eltern auf.
Alle Möglichkeiten ausschöpfen, den Bedarf frühzeitig zu erfassen, Planungsgrundlagen schaffen, sei bei diese familienpolitisch wichtige Thema angesagt, so Scharl. Frühzeitig aktiv werden und immer am Ball zu bleiben, sei sein Motto, Chancen wie das Zentrum für Erneuerbare Energie sowie der Naturpark Hirschwald müssten genutzt werden, „… damit Ensdorf nicht weiterhin das Nachsehen hat“.
Das Landratsamt, der Landkreis „und ich als Landrat für alle“, betonte Landrat Armin Nentwig, der mit seiner Frau Tina zur Familieninformationsveranstaltung nach Ensdorf gekommen war, verstünden sich als Servicestelle, als Dienstleister und Partner unserer Bürger, aller Vereine, Behörden und Institutionen. „Das soll so bleiben, denn wir sind für Sie da“ betonte er. Der Landkreis Amberg-Sulzbach habe sich in den letzten sechs Jahren als Musterbeispiel für erfolgreichen Strukturwandel und wirtschaftliche Entwicklung erwiesen.
„Amtliche Zahlen sind Fakten“ halte er dem Neumarkter CSU-Abgeordneten Karl entgegen, der „bei unseren guten Zahlen“ von Schönfärberei spreche. Karl und CSU-Kreisvorsitzender Dr. Schwartz machen damit die guten Leistungen unserer Landkreisbewohner mies. Sie schaden unserer Heimat“ kritisierte er. Mit Musterstimmzetteln zeigte Herbert Scharl die Möglichkeiten der Stimmabgabe bei der Kommunalwahl am 2. März auf „ohne Stimmen zu verschenken“.
zum Bild: Zahlreiche Zuhörer waren zum Informationsnachmittag