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Politischer Frühschoppen OV Rieden-Vilshofen

Veröffentlicht am 16.02.2008 in Kommunalpolitik

„Der Aufschwung ist in den Gemeinden noch nicht überall angekommen“ kritisierte Bezirksrat Bürgermeister Richard Gaßner bei einem politischen Frühschoppen des SPD-Ortsvereins im Gasthaus „Zum Ochsenwirt“. Die Bezirksumlage hätte auf 14 Prozent wie von der SPD-Fraktion beantragt, gesenkt werden können „… die 47 Millionen Euro Rücklagen des Bezirks hätten das leicht hergegeben“.

Die dadurch niedriger ausfallende Kreisumlage hätte den Kommunen erlaubt mehr in Unterhalt und energetische Sanierung zu investieren. Die Vorstellung der SPD-Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten moderierte Georg Söldner. Mit acht Frauen auf der Kandidatenliste – „wenn Frauen auch Frauen bei der Wahl stärker berücksichtigen würden, wäre deren Anteil im Marktgemeinderat größer, ihre Interessen würden stärker berücksichtigt“ so Regina Schnabel dazu – sieben Kandidaten unter 35 Jahren, einem Altersdurchschnitt von 45 Jahren und einer breiten Berufspalette biete die SPD eine ausgewogene Kandidatenliste. Durch soziale Politik die Gemeinde zum Wohle der Bürger gestalten, einen Wechsel „der Machtverhältnisse“ im Marktgemeinderat zu erreichen und insbesondere Bürgermeisterkandidat Gerhard Schnabel gemeinsam zu unterstützen sei Anliegen der Kandidatinnen und Kandidaten. Denn so Marktgemeinde- und Kreisrat Hubert Söllner„er ist der richtige Mann für unsere Marktgemeinde“. Gerhard Schnabel, zugleich Vorsitzender des Ortsvereins seit 2003 und seit 1980 Mitglied der SPD, stellte sich vor und erläuterte seine Vorstellungen für eine aktive Gemeindepolitik, „denn wir wollen mit Argumenten und nicht mit Wahlgeschenken überzeugen“.

Der 45-jährige verheiratete CNC-Dreher, bei Krones beschäftigt und seit 1994 Mitglied des Betriebsrats, ist aktiv in das Vereinsleben vor Ort eingebunden. Als 3. Vorsitzender des 1. FC Rieden ist er zuständig für die Jugendarbeit, mischt noch bei den Alten Herren mit, ist bekannt als Mime der „Goaslandler“, bei denen er auch für die Finanzen zuständig ist.

„Nur miteinander und nicht gegeneinander kann etwas für unsere Marktgemeinde bewegt, können Erfolge erzielt werden“ ist Schnabel überzeugt, der auch beruflich „ein Teamplayer ist“.

Zwar sei eine niedrige Prokopfverschuldung wichtig, „aber man kann sich auch kaputtsparen – nötige Zukunftsinvestitionen dürfen nicht auf die lange Bank geschoben werden.“ Er setze sich für einen für nachfolgende Generationen lebenswerten Markt Rieden ein. Dazu gehöre als soziale Einrichtung der Erhalt und die Sanierung des Freibads „in das Schwimmmeister Max Wagner anerkennenswerter Weise viel Arbeit investiert“.

Die Grundschule vor Ort, die Erhaltung des Schulstandorts, sei ihm ein Anliegen, so Schnabel. „Kurze Wege für kurze Beine“ verstehe er nicht als Schlagwort sondern als Aufgabe, „denn Kinder sollen in vertrauter Umgebung aufwachsen“. Dazu gehöre natürlich auch die Förderung der Jugendarbeit in den Vereinen „jedoch nicht nach dem Gießkannenprinzip“, die Schaffung eines Spiel- und Jugendraums auch für nicht vereinsgebundene Jugendliche und Kinder. Mit Evelin Teich, der langjährigen engagierten Elternbeiratsvorsitzende kandidiere die „treibende Kraft bei der Neugestaltung des Pausenhofs unserer Schule“ auf der SPD-Liste für den Marktgemeinderat, freute sich Schnabel. Klein- und Mittelbetriebe zu stärken, Möglichkeiten für Ansiedlungen zu bieten sei notwendig um Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu schaffen, führte er weiter aus, der Umweltgedanke könne mit der energetischen Sanierung gemeindlicher Gebäude weiter verfolgt werden, „… das amortisiert sich langfristig“.

Ob Bürgermeister oder ehrenamtlicher Gemeinderat, betonte Bezirksrat Bürgermeister Richard Gaßner abschließend, „man muss sich als Dienstleister für den Bürger sehen“. Kreativität, Ideen seien gefragt, denn „oft kann man mit wenig Mitteln schon etwas bewegen“. Eingehend auf die Kreistags- und Landratswahl betonte er „dass sich der CSU-Kreisvorsitzende Dr. Schwartz als Landratskandidat verabschiedet hat obwohl er sich über Jahre als solcher präsentierte“. Landrat Armin Nentwig habe in seiner Amtszeit Positives bewirkt, „den Landkreis vorangebracht“.

Als Wahlkampfthema sei ihm der von FW-Kandidaten Dr. Schwinger angeregte Verkauf des Kulturschlosses Theuern zu schade und „steht für mich nicht zur Diskussion“. Eine von ihm beantrage Übernahme durch den Bezirk sei auch von CSU-Bezirksrätin Kurz abgelehnt worden, erinnerte er.

zum Bild oben: „Man kann sich auch kaputtsparen – nötige Zukunftsinvestitionen dürfen nicht auf die lange Bank geschoben werden“ betonte Riedens SPD-Bürgermeisterkandidat Gerhard Schnabel. Georg Söldner moderierte den politischen Frühschoppen, bei dem Bezirksrat Bürgermeister Richard Gaßner zu Bezirks- und Landkreisthemen sprach.

zum Bild: „Nötige Zukunftsinvestitionen dürfen nicht auf die lange Bank geschoben werden“ betonte Riedens SPD-Bürgermeisterkandidat Gerhard Schnabel beim politischen Frühschoppen in Vilshofen.

 

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