„Es gäbe in Bayern wesentlich weniger Probleme, wenn die CSU keine Zwei-Drittel-Mehrheit hätte“, kritisierte bei Jahreshaupt-versammlung des SPD-Ortsvereins im Gasthaus Weißbacher Kreisvorsitzender MdL Reinhold Strobl. Stoibers Sparmaßnahmen hätten den Bildungsbereich in Bayern an den Rand des Ruins ge-bracht, „die Hauptschulen sterben, die Universitäten sind marode“. Das Gespann Huber/Beckstein aber habe keine Visionen, brachte es Strobl auf den Punkt, wolle nun vor der Landtagswahl mit einem war-men Zuschussregen den Bürgern Sand in die Augen streuen.
Die Rechenschaftsberichte der Vorstandschaft und die Wahl von Delegierten standen auf der Tagesordnung der Versammlung. Rückbli-ckend ließ Vorsitzender Werner Scharl das abgelaufene Jahr, welches von den Kommunalwahlen geprägt wurde, Revue passieren.
Die Informationsveranstaltung „Erben und Vererben“ mit stellvertretendem Landrat Hermann Völlger und die Teilnahme am Politischen Aschermittwoch in Vilshofen seien neben den Nominierungsversammlungen der Gemeinderats- und des Bürgermeisterkandidaten, mehr als zehn Wahlveranstaltungen und vielen Hausbesuchen des Bürgermeisterkandidaten hervorzuheben.
Aber auch die Geselligkeit sei nicht zu kurz gekommen, so der Vorsitzende. Hier sei das Maifest am ehemaligen Baywa-Gelände, die Teilnahme am Dorffest mit einem Pils-pavillon, am 60-jährigen Gründungsfest der Pfadfinder, an den Christbaumversteigerungen der DJK und der Feuerwehr Ensdorf, beim Ensdorfer Wandertag „wo wir die die stärkste örtliche Gruppe stellten“ ebenso wie das Vereinsschießen mit Schinkenessen und das Helferessen zu nennen.
„Die Geschlossenheit unserer Mitglieder im Kommunalwahlkampf hat den SPD-Ortsverein gestärkt“ betonte Herbert Scharl, der auf acht Neuaufnahmen im abgelaufenen Jahr verweisen konnte. Nur knapp habe die SPD einen vierten Sitz im Gemeinderat verfehlt, führte er weiter aus. Bürgermeisterkandidat Werner Scharl habe mit knapp 46 Prozent der Stimmen bei der Stichwahl „ein mehr als respektables Ergebnis erzielt“. Einen positiven Kassenstand konnte Rita Thoma für die verhinderte Kassenführerin Marga Grosser vorlegen.
„Die Abschaffung der Pendler-Pauschale ist auf Unions-Mist gewachsen“ erinnerte Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl und verwies auf den Einsatz der Bayern-SPD und insbesondere von MdB Marianne Schieder gegen die Abschaffung.
Nun entdecke CSU-Vorsitzender vor den Landtagswahlen sein Herz für die Pendler im Flächenland Bayern und wolle „mit einer Steuerreform ohne Finanzierungskonzept die Gutverdienenden bevorzugen“. Auch für „die alte SPD-Forderung für ein kostenloses drittes Kindergartenjahr“ mache Huber sich jetzt stark, vergesse jedoch das Konnexitätsprinzip und wolle die Kosten dafür auf die Kommunen abwälzen. In geheimer Wahl wurde anschließend Hans Ram zum Delegierten für die Europa-Unterbezirkskonferenz gewählt.
Ersatzdelegierte sind Werner Scharl und Hans Heimler. Für die Wahlkreiskonferenz zur Bundestagswahl wurde Herbert Scharl zum Delegierten, Susanne Seibert und Hans Heimler zu Ersatzdelegierten ge-wählt. .
Zum Bild: „Wir werden beim Sozialempfang der SPD-Landtagsfraktion am 18. Juni in Ensdorf ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter aus Vereinen, Wohlfahrtsverbänden und Selbsthilfegruppen danken“ betonte MdL Reinhold Strobl und Werner Scharl (von links) betonte: „Ich bin stolz darauf, Vorsitzender des Ensdorfer SPD-Ortsvereins zu sein“.