Bad-Umbau zügig planen, Bewerbung um Gartenschau im „Industrierevier“?
Zu den kommunalpolitischen Schwerpunkten in dieser Stadtratsperiode gehört für Michael Göth unter anderem der Aus- und Umbau des Waldbades zu einem Ganzjahresbad („auch eine Initiative der SPD“). Dazu brauche es baldmöglichst ein finanzierbares Konzept.
Zur weiteren Enwicklung von Rosenberg-Ost, Hochofen und Schlackenberg sollte eine mögliche Bewerbung für eine Landesgartenschau in Rosenberg in Erwägung gezogen werden.
Schrittweise Bad-Umbau starten
Nach Ansicht der SPD-Stadträte sollte man den Badumbau jetzt schon schrittweise starten, mit der Sanierung des Außenbereichs, der Eingangszone mit den Umkleiden oder mit dem Eltern-Kind-Bereich am Planschbecken und rund um den Kiosk.
Dr. Thomas Steiner: „Das könnte alles schon, eingebunden in ein Gesamtkonzept, vor der eigentlichen großen Umgestaltung erledigt werden“.
Den geeigneten Standort für die notwendigeWinterschwimmhalle müssten Experten ermitteln. Die Kosten für ein „neues altes“ Bad schätzt die SPD auf insgesamt 5 bis 6 Millionen Euro.
Als ein weiteres „ureigenes SPD-Thema“ nennt Fraktionssprecher Göth die Ganztagesschule. Nach dem vorliegenden Beschluss, die Jahnschule entsprechend auszubauen, müsse der Schulaufwandsträger Stadt nun schnellstmöglich die Voraussetzungen für die Ganztagsbetreuung der Kinder schaffen, z. B. mit einer Regenerierküche, um die Mittagsverpflegung im Schulhaus zu ermöglichen.
Leider, kritisiert Dr. Thomas Steiner, begleite die bayerische Staatsregierung das Projekt Ganztagsschule nicht mit der entsprechenden Finanzausstattung. „Bisher kriegt eine Grundschule für diese Maßnahme 3000, eine Hauptschule 6000 Euro pro Schuljahr. Das ist viel zu wenig für eine vernünftige Ganztagsbetreuung.“
Ob Ganztagesschule, Generalsanierung der Pestalozzischule, Turnhallenbau, Bündnis für Familien oder der geplante Stadtumbau in Rosenberg-Ost, ohne Haushaltskonsolidierung wären solche Investitionen gar nicht möglich, meint die SPD. Und Hildegard Geismann schließt: „Die CSU kann sich offenbar schlichtweg nicht freuen, dass es jetzt aufwärts geht und dass Schulden abgebaut werden können“
Gartenschau im „Industrierevier“?
Eine „sanfte touristische Nutzung“ will auch die SPD im Sulzbach-Rosenberger Stadtrat künftig für die Altlasten-Deponie Schlackenberg anstreben. Michael Göth im Gespräch mit der SRZ:
„Es geht uns dabei aber auch darum, den Umgriff des Schlackenberges mit Hochofen-Plaza, Spitzermühle usw. in ein Gesamtkonzept mit einzubeziehen.“
Die SPD könnte sich eine freizeitorientierte Umgestaltung und Umnutzung dieses Areals durchaus „im Rahmen einer kleinen oder großen Landesgartenschau“ mit den entsprechenden Fördergeldern vorstellen. Auch die Rosenbachaue oder der Schlossberg ließen sich in den größeren Planungsumgriff einer Landesgartenschau gut mit einbeziehen.
So gut die Idee klingt, weiß auch die SPD um die lange Warteschlange der Kommunen, die
sich schon für die Ausrichtung einer überregionalen Gartenschau anstellen. „Da müssten wir uns jetzt schnellstmöglich bewerben“, so Dr. Thomas Steiner.
Text: Sepp Lösch