Erst führt die CSU-Staatsregierung Studiengebühren ein und jetzt sollen die Studenten der Amberger Fachhochschule diese gemeinnützig abarbeiten, so die Vorstellung des CSU-MdL Heinz Donhauser.
Erst führt die CSU-Staatsregierung Studiengebühren ein und jetzt sollen die Studenten der Amberger Fachhochschule diese gemeinnützig abarbeiten, so die Vorstellung des CSU-MdL Heinz Donhauser.
Zum Disput zwischen Donhauser und den Grünen um dieses sog. "Amberger Modell" meint der Amberger SPD-Stadtverbandsvorsitzende Roland Pirner:
Nach der Lektüre des Zeitungsartikels in dem MdL Heinz Donhauser die "Grünen-Jungspunde" als "völlig unqualifiziert" bezeichnet, drängen sich mir zwei Dinge auf:
Erstens bringt Herr Donhauser kein einziges Argument gegen die Kritik der Grünen am "Amberger Modell" und zweitens fällt auf, daß der Landtagsabgeordnete in mittlerweile typischer Manier der Amberger CSU politische Gegner erstmal beleidigt.
Offensichtlich ist es aber Donhauser der auf dem Gebiet der Bildungspolitik völlig kompetenzfrei agiert, ansonsten würde er Argumente bringen und Kritiker nicht in dieser Art und Weise herabwürdigen. Fakt ist, dass Studiengebühren sozial selektiv wirken. Durch die Einführung von Studiengebühren in Bayern wird es für Kinder aus weniger gut situierten Elternhäusern noch schwieriger werden an einer Universität oder einer Fachhochschule zu studieren.
Dies hat alles nichts mit einer "zukunftsfähigen Hochschulpolitik" zu tun, sondern ist eine bildungspolitische Geisterfahrt. Deutschland ist auf den Rohstoff Bildung angewiesen, deshalb ist es auch aus ökonomischer Hinsicht unvernünftig Studiengebühren einzuführen.
Das "Amberger Modell" ist ebenfalls wenig durchdachter Aktionismus. Natürlich ist die Caritas für dieses Modell, weil sie von billigen Arbeitskräften profitiert. Aber was ist mit den Menschen, die gerne in diesem Bereich arbeiten würden und nun von den Studenten verdrängt werden?
Ein weiterer Punkt der gegen das "Amberger Modell" spricht ist folgender: Gerade Leute wie Herr Donhauser jammern doch darüber, dass es zuviele Langzeitstudenten gibt. Wenn die Studenten aber nun neben dem
Studium noch mehr arbeiten müssen als sie es ohnehin schon tun, ist es eine logische Folge, dass sich die Studienzeiten weiter verlängern.
Ich bin dafür, dass sich Studenten voll auf ihr Studium konzentrieren und es so schnell wie möglich abschließen.
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