Vor der Rundfahrt mit dem betriebseigenen "Monstertruck“ durch die Betriebsanlagen und auf den Monte Kaolino.
Auf seiner Oberpfalz-Tour von Schwandorf über Nabburg, Waidhaus und Weiden mit Besichtigungen und Gesprächen besuchte Wolfgang Kreissl-Dörfler, Mitglied des Europäischen Parlaments, auch das Kaolinrevier in Hirschau.
"Man muß sich kundig machen, Informationen sammeln um sie in die parlamentarische Arbeit einfließen zu lassen“, betonte der SPD-Abgeordnete.
Die Amberger Kaolinwerke Eduard Kick GmbH & Co. KG sei eine international ausgerichtete Firmengruppe, der Standort Hirschau eine der größten kontinentalen Lagerstätten für Kaolin, Feldspat und Quarzsand erläuterte Personalleiter Peter Lehner. Mit 650 Beschäftigten in Hirschau und Schnaittenbach ist AKW einer der größten Arbeitgeber, ergänzte Gesamtbetriebsratsvorsitzender Josef Birner.
Über das Mutterunternehmen Quarzwerke GmbH Frechen seien auch Unternehmen in Tschechien und der Slowakei eingebunden. Erwähnenswert sei auch das AKW-Engagement in China" wo wir eine dauerhafte gute Sache erwarten“.
Wie solle europäische Politik aus Sicht eines Betriebs wie den Amberger Kaolinwerken gestaltet werden, so die Frage von MdEP Kreissl-Dörfler, der vom europäischen Sprecher der Oberpfalz-SPD, Michael Zirpel, dem EU-Beauftragten des SPD-Unterbezirks Ismail Ertug, SPD-Geschäftsführer Martin Auer und Gerhard Kulig und Manfred Wacht vom SPD-Arbeitskreis Europa begleitet wurde.

Ihm läge die soziale Ausgestaltung der Europäischen Union, "mir liegen Arbeitnehmer am Herzen" sagte der Abgeordnete. "Unsere Mitarbeiter sind und bleiben die wertvollste Ressource des Unternehmens“ hob Personalleiter Peter Lehner hervor. Dies sei kein Lippenbekenntnis sondern Standpunkt mit Konsequenzen: Personalentwicklung, Unternehmensidentifikation und Motivation seien wesentliche Eckpfeiler.
Gesamtbetriebsratsvorsitzender Josef Birner fügte an: "Der Betriebsrat legt starkes Augenmerk auf gute Ausbildung. Wir sind auch stolz, dass das wie dafür bereits Auszeichnungen erhielten“. Kaolin, Feldspat und Quarzsand, fuhr er fort, begegne jedem tagtäglich und fast überall. Tausende Tonnen Kaolin, Feldspat und Quarzsand würden Tag für Tag verarbeitet, in unzähligen Branchen, in unterschiedlichen Produktbereichen. Ob Kaolin im Papier, Feldspat in Gläsern oder Quarzsand in Porzellan oder im Edelputz , "ohne diese AKW-Erzeugnisse läuft nichts“.
Bei einer Rundfahrt mit dem betriebseigenen "Monstertruck“ durch die Betriebsanlagen und auf den Monte Kaolino mit Aussicht auf die Abbaugebiete aber auch auf das Freizeitzentrum erläuterte Rüdiger Henseleit, Leiter Verfahrentechnik, Abbaumethoden, Abbaustand und Verarbeitungstechniken. AKW-Kaolin, betonte er, habe den Vorteil einer ausgeprägten Plättchenstruktur, welche der Papierindustrie besondere Vorteile bringe.
"In den nächsten Jahrzehnten wird auf diesem Gelände ein großes Naherholungsgebiet von immenser Vielfalt entstehen“, beantwortete Henseleit die Frage des Abgeordneten nach der Renaturierung der Abbauflächen. Das Konzept stehe und werde in den nächsten Jahrzehnten konsequent verwirklicht.