
„Damit das Mögliche entstehe, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden“, zitierte SPD-Bürgermeisterkandidatin Waltraud Lobenhofer Hermann Hesse bei der Abschlussveranstaltungen des Kommunalwahlkampfes der Poppenrichter SPD im Gasthaus Kopf in Altmannshof. Mit einer starken und engagierten Mannschaft und einem zukunftsträchtigen Programm möchten wir die Wähler überzeugen, den politischen Wechsel in Poppenricht zu vollziehen“, zeigte sich Lobenhofer siegessicher.
„Sie werden von mir keinen großen Rückblick auf die letzten sechs Jahre Gemeindepolitik erhalten“, so die SPD-Kandidatin in die Zuhörerrunde. „Unser Blick richtet sich nach vorne. Und das möchten Sie ja wahrscheinlich auch hören,“ stellte Lobenhofer in den Raum. Grundlage unseres politischen Handelns, so forderte die SPD-Kandidatin, muss ein sorgsamer Umgang mit den Haushaltsmitteln sein, denn nachhaltiges Wirtschaften entlastet die Generationen unserer Kinder. „Allerdings darf nicht alleine das Thema Finanzen unser politisches Handeln bestimmen“, sagte Lobenhofer. Als Beispiel nannte sie die aktuelle Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. Die Investitionen für die 220 Leuchten in Höhe von etwa 75 000 Euro amortisieren sich, abzüglich der Förderung durch das BMU in Höhe von 15 000 €, in etwas mehr als vier Jahren. Die aktuellen Stromkosten zu Grunde legend, beträgt die jährliche Kosteneinsparung etwa 14 000 €. Nicht zu vergessen sind die positiven Aspekte für die Umwelt mit einer erheblichen Reduzierung des CO2-Ausstoßes, so die Rednerin. „Wir müssen als Kommune verstärkt mit positivem Beispiel bei den Themen „Energieeinsparung-und –effizienz vorangehen“ forderte Lobenhofer und nannte als nächstes kommunales Projekt die Umstellung der Beleuchtung auf energiesparende Technik in der Schule.
Ihren Blick auf die Innenentwicklung richtend sagte Lobenhofer, dass die SPD eine Überplanung der alten Bebauungspläne in die Wege leiten möchte. Auch die nicht mehr genutzen landwirtschaftlichen Hofstellen sollte man dabei nicht außer acht lassen. „So große Grundstücke, wie sie früher geplant wurden, kann und mag sich heutzutage keiner mehr leisten“.
Hinsichtlich der demografischen Entwicklung in unserer Gemeinde müssen wir uns die Frage stellen „Sind wir fit für die Zukunft?“ Ein Blick in die Kommunalstatistik zeigt, so Lobenhofer, dass sich seit 1970 trotz der positiven Bevölkerungsentwicklung die Zahl der unter 6-jährigen um 50 % verringert hat. Demgegenüber steht eine Verdreifachung der über 65-Jährigen. Diese Entwicklungen müssen wir als Herausforderung annehmen und notwendige Veränderungen gemeinsam erarbeiten, forderte Lobenhofer. Im Rahmen eines Demografie-Checks möchten wir eine Anpassungsstrategie für folgende Bereiche entwickeln: Weniger Kinder und Jugendliche, weniger Erwerbstätige, mehr Ältere und viel mehr Alte. Als ein Beispiel, das sich relativ leicht umsezten ließe, stellte sie z. B. das Thema „Willkommenskultur für Neubürger“ vor. Der Ausbau der sozialen Netzwerke, wie Nachbarschaftshilfe, Wohnanpassungsberatung, örtliche Angehörigen- und Betreuungsgruppen für Demenzkranke gehören da ebenfalls dazu, wie ein erweitertes Angebot von „fliegenden Händlern“, solange es kein zufriedenstellendes Nahversorgungsangebot in Poppenricht gibt.
Zum Schluss ging Lobenhofer noch auf die immer wichtiger werdende Bedeutung der interkommunalen Zusammenarbeit ein. Erst in der letzten Gesellschafterversammlung der AOVE GmbH wurde beschlossen, das Thema Breitbandausbau gemeinsam anzugehen. Hier erwarte man sich neben Synergien bei der Planung auch zusätzliche Fördermittel durch die interkommunale Zusammenarbeit.
