SPD-Fraktion besichtigt nach Stadtrats-Initiative die Jahnschul-Turnhalle
Wie geht es weiter mit der Turnhalle der ansonsten energetisch sanierten Jahnschule? Die SPD-Stadtratsfraktion hatte in der Sitzung am 17. Dezember die Sanierung der Jahnschulturnhalle einschließlich der sanitären Einrichtungen und der Umkleiden beantragt.
Jetzt machte sich die SPD-Fraktion samt Kandidaten auf, um in Rosenberg die Halle selbst zu besuchen und mit Rektor Peter Plößl zu sprechen. Fraktionssprecher Joachim Bender bat zunächst Stadtbaumeisterin Petra Schöllhorn um eine Darlegung der Dinge.
Bisher keine Förderung
In der Konjunkturkrise 2008 hätten zwar Bund und Land Sonderprogramme wie das „Konjunkturpaket“ oder „Investitionspakt“ aufgelegt. Die Stadt Sulzbach-Rosenberg erhielt aber nur Fördermittel für die energetische Sanierung des Schulgebäudes, nicht für die Turnhalle.
Die Turnhalle selbst befinde sich also noch in einem unsanierten Zustand. Die Stadt baute 2007 einen neuen Geräteraum an, renovierte 2008 die Sanitär- und Umkleideräume und brachte 2013 eine Verschattung der Fenster mit Raffstores an.
Der Erneuerungsbedarf, erläuterte die Stadtbaumeisterin, betreffe die
Dach- und Fassadensanierung sowie die Heizungs- und Lüftungsanlage und den vollständig neuen Ausbau der Halle mit neuen Böden, Prallwänden und Putzflächen.
„Eigentlich müsste die Halle zuerst auf einen Rohbauzustand zurückgeführt werden und könnte dann komplett modernisiert
werden.“
Das Problem sei jedoch, dass die bestehende Turnhalle mit einer Größe von 24,80 mal 13,20 Metern nicht die Standardabmessungen einer Einfachturnhalle von 27 x 15 Metern aufweise.
Richtwert 1,6 Millionen
Wegen der zu erwartenden Einschulungszahlen könne davon ausgegangen werden, dass an der Jahn-Grundschule künftig zehn bis zwölf Sportklassen vorhanden sein werden, so dass sich der Bedarf für eine echte Einfachturnhalle ergebe.
Beim Neubau einer Sporthalle könnte die Stadt Sulzbach-Rosenberg Fördermittel nach dem Finanzausgleichsgesetz (FAG) erhalten.
Die Förderung orientiere sich allerdings nicht an den tatsächlichen
Baukosten, sondern an dem sogenannten Kostenrichtwert, der für eine Einfachturnhalle derzeit bei 1,656 Millionen Euro liege.
Marode Halle
„Leider übersteigen die tatsächlichen Baukosten in der Regel immer diese Kostenrichtwerte“, informierte Petra Schöllhorn. Sofern noch 2014 ein Förderantrag gestellt würde, wäre eine erste Förderrate für 2016 denkbar.
Eine Zweifach-Turnhalle wird dagegen nur in Höhe des Kostenrichtwertes einer Einfachturnhalle gefördert.
Ein Rundgang mit Rektor Peter Plößl durch die doch recht marode
Halle schloss sich an. Der Schulleiter wies vor allem auf den zusätzlichen Bedarf an Bewegungsräumen hin, der sich durch die Ganztagsschule ergebe, und auf die Entwicklung im Schulstandort in diese Richtung.
Joachim Bender sprach sich im Namen der Fraktion dafür aus, den Förderantrag für den Neubau einer Einfachturnhalle zu stellen. Das Geld würde ohnehin erst 2016 fließen.