SGK analysiert Ergebnis der Weidener Oberbürgermeisterwahl
Gratulation an Kurt Seggewiß
„Die Oberbürgermeisterwahl in Weiden hat gezeigt, dass der Wähler nicht mit Frühstückssemmeln ruhig gestelltes Stimmvieh ist" brachte es Vorsitzender Rudolf Bergmann bei einer Sitzung des Arbeitskreises Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) für die Stadt Amberg und den Landkreis Amberg-Sulzbach auf den Punkt.
Die Wähler seien nicht politikmüde. Sie hätten ein feines Gespür dafür entwickelt haben, wer ihre Anliegen ernst nehme. „Unsere Gratulation gilt Kurt Seggewiss, dem neuen Weidener Oberbürgermeister" waren sich die Sitzungsteilnehmer einig.
Stadträtin Brigitte Netta aus Amberg ergänzte: „Die Steigerung der Wahlbeteiligung auf rund 60 Prozent bei der Stichwahl hat gezeigt, dass auch in Bayern Demokratie funktioniert".
Nach dem Abgang des im Amt vorbestraften Hans Schröpf, „der seine Steuerhinterziehung als Ex-Finanzbeamter wissentlich begangen und seine Pension auf Kosten des Steuerzahlers mit einem fragwürdigen Abgang gesichert hat“ und einem Bürgermeisterkandidaten Höher, der über Jahre Teil des „Systems Schröpf“ gewesen war und der nur einen Tag nach dieser deklassierenden Niederlage bereits als CSU-Landtagskandidat vorgeschlagen wurde, meine die CSU in Weiden die Wählerinnen und Wähler für dumm verkaufen zu können, so ihre Kritik.
„Die CSU macht keine Politik für die Bürgerinnen und Bürger, sondern sichert die Pfründe ihrer Protagonisten" wettert Stadtrat Dieter Amann.
Stellvertretender SPD-Kreisvorsitzender Hans-Jürgen Haas gab sich überzeugt, dass die örtliche CSU nicht davon ablenken könne „dass das Weidener Wahlergebnis nicht nur eine Ohrfeige für Hans Schröpf und Lothar Höher gewesen ist, sondern auch eine Ohrfeige für die Hochnäsigheit der CSU“.
Der Stadt Weiden aber biete sich jetzt die Möglichkeit, mit Bürgerfreundlichkeit und Kompetenz an die Erfolge des SPD-Landrats Armin Nentwig anzuschließen. Unter Nentwig, so Bergmann, sei aus dem provinziellen Amberg-Sulzbach ein hochinteressanter Standort geworden.
Der Landkreis habe eine der höchsten Exportquoten aller bayerischen Landkreise. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten sei höher als vor dem Aus der Maxhütte. Der Tourismus beginne sich zu entwickeln. „Die Initiative Nentwigs, ein gemeinsames, zentral gelegenes Tourismus-Informationsbüro einzurichten zahlt sich ebenso aus wie die Schaffung Berufsschulzweckverband Amberg-Sulzbach“ hob er hervor. So könnten Berufsschul-Standorte trotz der Politik der CSU-Staatsregierung gegen den ländlichen Raum gehalten, die Unternehmen im Amberg-Sulzbacher Land gestärkt werden, so Haas.
„Wer weiß wo der Landkreis 2014 stehen wird, wenn Armin Nentwig noch weitere sechs Jahre Erfolge einfahren kann“ meinte Stadtrat Dieter Amann abschließend schmunzelnd, „vielleicht zieht der Landkreis auch die Stadt Amberg hoch“.