SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Göth spricht bei 60plus über aktuelle Kommunalpolitik
Über die Arbeit des Stadtrates und wichtige Themen der Kommunalpolitik in den vergangenen Jahren berichtete SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Göth bei seinem Besuch der Arbeitsgemeinschaft 60plus. Dabei stellte er sich auch kritischen Fragen zum geplanten Ganzjahres-Bad und nahm viele Anregungen der Senioren auf.
Ein Thema, um das man in der Herzogstädter Kommunalpolitik nicht herumkommt, ist der Strukturwandel nach dem Niedergang der Maxhütte.
"Wir haben rund 20 Millionen Euro in den letzten Jahrzehnten in die Erschließung neuer Gewerbegebiete investiert", so Göth. Dies führte vorrangig zum Abbau der immens hohen Arbeitslosigkeit von 19% auf zur Zeit 4,5% und zur Erhöhung der Gewerbesteuereinnahmen, die derzeit bei rund fünf bis sechs Millionen Euro liegen.
2011 ohne Neuverschuldung
Auch führte die Stadt in den letzten Jahren vermehrt Schulden zurück und konnte sogar einige Rücklagen bilden. Nach der Finanzkrise 2009 habe man sich mittlerweile wieder erholt und für 2011 immerhin keine Neuverschuldung im Haushalt vorgesehen. Der Schuldenstand der Herzogstadt habe sich von 58 Millionen im Jahr 2006 auf etwa 52 Millionen Euro reduziert, so Göth.
Viele Projekte seien auch dank des Einsatzes der SPD-Fraktion auf den Weg gebracht worden. Momentan seien besonders die Synagoge, die Spitalkirche, die ehemalige Lateinschule und die Historische Druckerei Seidel nennenswerte Beispiele für die umfangreiche Altstadtsanierung, die im Gegensatz zur CSU von der SPD nie in Frage gestellt wurde.
"Im Bereich Bildung ist der Ausbau der Ganztagesbetreuung an der Jahn- und der Krötensee-Schule, sowie die energetische Sanierung der Jahnschule und die bevorstehende Generalsanierung der Pestalozzi-Schule positiv hervorzuheben", betonte Michael Göth.
Ein wichtiges Thema ist für ihn auch der schrittweise Umbau des Waldbades zum Ganzjahres-Bad. Mit der Sanierung des Eltern-Kind-Bereiches (Planschbecken) soll noch im Jahr 2011 der erste Teilschritt begonnen werden. Damit wird ein Amtrag der SPD aus dem Jahre 1999 umgesetzt, der die Modernisierung des Waldbades und dessen Umbau zum Ganzjahresbad gefordert hat.
Wenn auch einige 60plus-Mitglieder den Wegfall des Hallenbades in Rosenberg bedauerten, versprach Göth doch mit dem künftigen Ganzjahres-Bad eine Verbesserung für alle Schwimmer.
Emissionen eindämmen
Als wichtige Maßnahmen für 2011 nannte der Fraktionsvorsitzende die Sanierung der Grafmühlstraße, den Anschluss des Ortsteils Rummersricht an die städtische Kanalisation, sowie weitgreifende Änderungen innerhalb der Energiepolitik. "Wir müssen auch dazu beitragen, dass die CO2-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent eingedämmt werden", bekräftigte er abschließend.
60plus-Sprecherin Helene Schwarz forderte die Mitglieder anschließend auf, dem Stadtrats-Mitglied diverse Sorgen und Wünsche mit auf den Weg zu geben. Unter anderem der vernachlässigte Rosenpfad in Rosenberg kam dabei zur Sprache, aber auch zusätzliche Wasserstellen am alten Friedhof und ein Spiegel gegenüber der St.-Anna-Apotheke wurden diskutiert.