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Schulverbund mit Kümmersbruck

Veröffentlicht am 10.12.2009 in Kommunalpolitik

Das Schulgebäude in Kümmersbruck

Im Freudenberger Gemeinderat sind die Signale eindeutig: Die Volksschule Freudenberg soll sich einem Schulverbund mit Kümmersbruck als Hauptort anschließen. Damit wären die Überlegungen vom Tisch, mit Schnaittenbach und Hirschau zusammenzuarbeiten. Die Amberger Zeitung berichtete am 11. Dezember 2010 über die Weichenstellung.

Das Gemeindeparlament hatte die Verwaltung bereits früher beauftragt, die Möglichkeiten eines Schulverbunds der Hauptschule Freudenberg mit den der Arbeitsgemeinschaft Obere Vils/Ehenbach (AOVE) angehörenden Gemeinden Vilseck, Hahnbach, Gebenbach, Freihung, Hirschau, Schnaittenbach und Freudenberg anzustreben.

Der entsprechende Entwurf sah vor, diesen großen AOVE-Verbund in zwei Bereiche zu aufzuteilen, wobei Hirschau, Schnaittenbach und Freudenberg den kleinen Verbund bilden sollten, jedoch ohne eigenen Schulverbundsleiter. Ein solcher, bestellt von der Regierung der Oberpfalz, wäre für den Gesamtverbund zuständig gewesen. „Die Schülerzahlen haben ergeben, dass dieser Verbund auf sehr wackeligen Füßen steht und eigentlich zu klein ist“, erklärte Bürgermeister Norbert Probst bei der Gemeinderatssitzung.

Auch Schulamtsdirektor Hubert A. Haberberger habe große Zweifel, dass diese Regelung von der Regierung der Oberpfalz genehmigt werde. Wenn ja, dürfte aufgrund der Schülerzahlenentwicklung diese Lösung nur für kurze Zeit tragfähig sein. Probsts Fazit: „Bei zu wenig Schülern für einen kleinen Schulverbund würde der große Schulverbund greifen. Schulstandort könnte dann eventuell Hahnbach sein.“

Allein schon aus Gründen der Infrastruktur orientierten sich die Bürger aber nicht in diese Richtung, sondern eher hin zu Amberg und Kümmersbruck. Bürgermeister Norbert Probst fasste zusammen: „Diese Vorgaben lassen den Schluss zu, dass ein Verbund mit den AOVE-Gemeinden wenig sinnvoll, aber durchaus möglich ist.“

Ein Verbund mit der Stadt Amberg scheidet nach seiner Auffassung wegen der Größe des Gebiets und auch der Schülerzahlen aus. Die Stadt Amberg habe allein rund 900 Hauptschüler an drei Schulstandorten. Hinzu kämen nach jetziger Kenntnis noch die Kommunen Ursensollen und Kastl. Wenn Freudenberg diesen Schulverbund anstrebe, so würde sich das Gebiet von der Landkreisgrenze zu Neumarkt über die Stadt Amberg hin bis zur Kreisgrenze Schwandorf ziehen – „ein viel zu großes Gebilde, das auch das Schulamt Amberg und die Schulleitung Freudenberg nicht für sinnvoll halten“.

Eine weitere Alternative wäre laut Probst ein Schulverbund Unteres Vilstal mit den Gemeinden Kümmersbruck, Ensdorf, Rieden, Ebermannsdorf und Schmidmühlen. Dafür spreche die verhältnismäßig kurze Verbindung nach Kümmersbruck, wo bereits acht M-Zug-Schüler der Volksschule Freudenberg beschult würden. Auch der Schwimmunterricht der Schule Freudenberg finde im Hallenbad Kümmersbruck statt.

In einer längerer, sachlich geführten Diskussion nahmen die Gemeinderäte die Vor- und Nachteile der drei möglichen Schulverbünde näher unter die Lupe. Die Sprecher von CSU, SPD und FW kamen dabei zu dem einhelligen Ergebnis, dass die bisherige Zusammenarbeit mit den AOVE-Gemeinden auf allen Gebieten vorzüglich sei und man gern auch im Schulbereich kooperieren würde. Allerdings scheine dieser Verbund nicht sinnvoll zu sein, hieß es übereinstimmend.

Einstimmig beschloss das Gremium, einen Verbund mit den Schulen und Gemeinden des Unteren Vilstales anzustreben. Voraussetzungen dafür sind jedoch, dass die vertraglichen Bedingungen einvernehmlich geregelt werden können und das Einvernehmen von Schulleitung und Schulforum, Elternbeirat und Schülersprechern vorliegt.

 

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