„Es war richtig, Geld in die Hand zu nehmen“ gaben sich die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion bei einer Besichti-gung der Kraftfahrzeug-Zulassungsstelle des Landkreisesüberzeugt. Um den Bürgern als Dienstleister gegenüberzutreten seien die räumlichen und organisatorischen Voraussetzungen geschaffen worden. Kundenfreundliche Öffnungszeiten trügen ebenso wie ein Sonderschalter für Firmen dazu bei. Seit etwa 20 Jahren sei die Zulas-sungsstelle in der in der Beethoven-straße in Amberg untergebracht, erläuterte die stellvertretende Sachgebietsleiterin Barbara Gradl den Kreisräten.
Durch die Neugestaltung sei eine angenehme Atmosphäre für Kunden und Beschäftigte geschaffen worden, „das Sachgebiet aber steht und fällt mit dem Parteiverkehr, es muss alles am gleichen Tag abgearbeitet werden.“ Die Zulassungsstelle, erläuterte sie, besitze ein Aufrufsystem.
Nummern können jeweils eine halbe Stunde vor Beginn der Schalterzeiten gezogen werden. „Wer einen Bon zieht, kommt auch dran“ betonte sie, „und auch bei Stoßzeiten wollen wir alles so schnell wie möglich abarbeiten.“ Sieben Schalter stünden zur Verfügung. Wartezeiten ergäben sich in der Regel jedoch zwischen neun und elf Uhr, aber auch an Brückentagen und zu Monats- und Quartalsenden.
Die Kennzeichn würden durch private Schilderhersteller, auf die durch Anschlag hingewiesen werde, angefertigt. Auf Fragen der Kreisräte bestätigte Barbara Gradl, „dass die Internetzulassung zwar schon lange im Raum schwirrt, jedoch noch nicht ausgereift und auch rechtlich nicht abgesichert ist.“
Unterschrieben müsse immer noch persönlich werden. Auch für eine Zusammenlegung der Kraftfahrzeugstellen des Stadt Amberg und des Landkreises seien die rechtlichen Voraussetzungen nicht gegeben. So werde etwa seit Jahren vergeblich versucht einen einheitlichen Taxitarif auf einen Nenner zu bringen.
Auch sehe sie, da die Fallzahlen gleich blieben, „wir haben alleine monatlich 5000 Arbeitsvorgänge, und vor Weih-nachten werden von Firmen stoßweise Lastwagen abgemeldet da geht es rund, da ist an Urlaub bei uns nicht zu denken“ keinen Spareffekt. Eine Zusammenlegung der Kraftfahrzeugstellen bringe keinen Vorteil, war auch Kümmersbrucks Bürgermeister Richard Gaßner überzeugt, „ein Neubau wäre dabei unumgänglich.“
Ein sensibler Bereich sei auch die Führerscheinstelle, führte die stellvertretende Sachgebietleiterin weiter aus. Hier hätten sich die Kollegen etwa bei Entzug der Fahrerlaubnis oft harsche Worte anzuhören, „das geht oft unter die Gürtellinie.“
Im Gebäude sei auch noch das Schulamt untergebracht, informierte sie. Nach dem Auszug der Agentur für Arbeit in den Neubau an der Jahnstraße stünden jedoch Räume leer. „Auch dazu müssen wir uns noch etwas überlegen“ waren sich die SPD-Kreisräte sicher. Zusammenfassend waren sie der Überzeugung, dass, um die den Bürgern noch mehr Kundenfreundlichkeit zu bieten, die Mittel für noch notwendige Ausstattungsmittel, ein neuer Kassenautomat ist für das kommende Jahr geplant, aufgebracht werden müssten.
Zum Bild: Die neu gestalteten Räume der Kraftfahrzeug-Zulassungsstelle besichtigten die SPD-Kreisräte, ließen sich von der stellvertretenden Sachgebietsleiterin Barbara Gradl (Dritte von links) die Arbeitsabläufe erläutern.