Unterbezirk Amberg arbeitet am personellen Angebot für die Zukunft
„Wir müssen die sozialdemokratischen Grundwerte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität glaubwürdig und selbstbewußt vertreten. Die Unterschiede zu konservativer Politik deutlich machen, das sozialdemokratische Profil schärfen“ schrieb Vorsitzender Uli Hübner den Genossinnen und Genossen beim Unterbezirksparteitag in Kastl ins Stammbuch. Rückblickend sehe er die örtliche CSU als eindeutige Verlierer der letzten Bundestagswahlen.
„Weder Rudolf Kraus noch Barbara Lanzinger sitzen im neuen Bundestag – das hat sie stark getroffen“. MdL Reinhold Strobl, der für die Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder in den Landtag nachgerückt sei, vertrete die Interessen der Region „so fleißig wie kein anderer“.
Uli Hübner, der bei den Vorstandswahlen im Gasthaus „Forsthof“ mit nur einer Gegenstimme und einer Enthaltung wiedergewählt wurde, sprach sich eindeutig für die Einführung von Mindestlöhnen aus „denn Arbeitnehmer müssen Löhne erhalten, von denen sie auch leben können“. Er kritisierte, dass von „unserem Motto, die Wirtschaft ist für den Menschen da, in der aktuellen Bundespolitik nichts zu spüren ist“.
Die Sozialdemokraten, mahnte Hübner, müssten verstärkt auch für junge aktive Menschen attraktiv sein, sie einbinden, ihnen Verantwortung übertragen. „Damit haben wir vor zwei Jahren im Unterbezirk Amberg-Sulzbach-Neumarkt begonnen, sind auf diesem Weg ein Stück voran- aber noch lange nicht am Ziel angekommen“ resümierte er.
Viel gebe es noch zu verbessern, denn so sein Ziel „Wenn wir zukunftsfähig sein wollen brauchen wir, ohne die Leistungen unserer erfahrenen Funktionäre schmälern zu wollen, ein attraktives personelles Angebot für die Zukunft“.Sein Dank, so Hübner, gelte allen seinen Mitstreitern im Unterbezirksvorstand, im besonderen jedoch „Kassier Hans Meßmann, welche die meiste Arbeit zu erledigen hatte, meinen Stellvertretern Oliver Daller, Carolin Braun, Christian Beyer und MdL Reinhold Strobl“.
Es dürfe neben der SPD nicht durch deren eigene Fehler eine weitere linke Volkspartei entstehen, so Bezirksvorsitzender MdL Franz Schindler in seinem Grußwort. „Erstrangiger Ansprechpartner der Gewerkschaften ist die SPD – wer denn sonst“ betonte er.
Als wichtig und notwendig für Bayern sehe er die SPD, sagte Kreisvorsitzender MdL Reinhold Strobl und schrieb dem politischen Gegner ins Stammbuch: „Der CSU-Kreisvorsitzende soll doch endlich eine andere Platte auflegen und zu sachlicher Landkreispolitik zurückkehren“. Dem designierten Landratskandidaten der CSU riet er „nicht die Drecksarbeit an andere zu delegieren und sich selbst als Saubermann darzustellen“. Kritisch betrachtete er die Verlängerung der Schießzeiten im Truppenübungsplatz Grafenwöhr. Es könne nicht sein, „dass die Folgen verfehlter amerikanischer Politik auf dem Rücken unserer Bevölkerung ausgetragen wird.“
Verstärkt in der Fläche präsent werde die SPD-Bezirkstagsfraktion sein, so deren Vorsitzender Richard Gaßner, der bei der günstigen Entwicklung der Bezirksfinanzen für eine weitere Senkung der Bezirksumlage votierte.