„Nagler & Company ist ein kommunaler Glücksfall für die Stadt Schnaittenbach“ eröffnete Kreisrat Rudolf Bergmann das Informationsgespräch der SPD-Kreistagsfraktion bei der Unternehmensberatung Nagler & Company. Man könne sich kaum mehr vorstellen, wie die Gebäude von außen und innen vorher aussahen.
Viel sei investiert worden, zum Großteil der regionalen Wirtschaft zu Gute gekommen, die alten Gebäude wurden modernisiert ohne deren Charakter zu verändern.
Das Gespräch mit den Unternehmen der Region führen, Informationen zu sammeln und Problemfelder zu erkennen, sei das Anlieger der Kreisräte, so Fraktionsvorsitzender Günter Cermak. Mit der ausschließlichen Fokussierung auf die Finanzindustrie, der Spezialisierung auf wenige fachliche Themenfelder und Professionalität in Konzeption und Umsetzung, erläuterte Büroleiter Thomas Bäumler, sei die Unternehmensphilosophie des Beratungs- und Umsetzungeshauses kurz skizziert.
Das Leistungsangebot reiche von der Begleitung in strategischen Themenstellungen bis hin zu detaillierten Prozess- und IT-Umsetzungen. „Wir stehen im Markt, arbeiten auf dem Fundament eines umfassenden Erfahrungshorizontes und können aktuelle Entwicklungstrends richtig einschätzen“ betonte er.
Bisher erfolgreich als Berater von Großbanken „haben wir vor weiter zu wachsen“. Nagler & Company, führte Bäumler weiter aus, sei 1999 Jahren von Dr. Martin Nagler gegründet worden und könne mittlerweile auf rund 65 Mitarbeiter bauen. Mit Büros in Frankfurt und München sei enger Kundenkontakt sichergestellt. Schnaittenbach sei mehr als nur Hauptsitz , „es ist Rückzugsraum, Plattform für Reflektion, Ideen- und Erfahrungsaustausch. Die Mitarbeiter stammten aus verschiedenen Wissensgebieten – vom Bankkaufmann und Wirtschaftswissenschaftler über den Informatiker bis hin zum Physiker/Mathematiker – Spezialisten in ihren Bereichen.
In Praxisgruppen ergänzten sich unterschiedliche Erfahrungen und Begabungen.So werde Vielfalt zum Gewinn, ergänzte kaufmännischer Leiter Wolfgang Habrich, davon profitierten Mitarbeiter und insbesondere die Kunden. Nagler & Company, spezialisiert auf die Finanzindustrie, kenne das Bankgeschäft, die Herausforderungen der Märkte, die aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen und das technologisch Machbare.
„Wir haben damit einen klaren Standortnachteil“ antwortete Habrich auf die Frage von MdL Reinhold Strobl dem fehlenden DSL-Anschluss.
Beim Rundgang durch das Haus konnten sich die Kreisräte von dem gelungenen Umbau der alten Gebäude „wobei soweit als möglich die alte Substanz wie die Stalldecke und der Dachstuhl erhalten wurde“ überzeugen. In der 2004 eröffneten „Taverne zum Goldenen Löwen“ mit seiner historischen Holzdecke erläuterte Dr. Elisabeth Nagler die Geschichte der Gebäude und ihrer Vorbesitzer ein. Ursprünglich fünf Häuser, ließen sich diese bis auf das 13. Jahrhundert zurückdatieren, wobei für die Zugdecke das Jahr 1420 und für den Dachstuhl 1537 nachweisbar sei. Sie hätten zum Teil als Wohngebäude aber auch als Brauerei, Metzgerei und Ställe gedient.