
Der ehrenamtliche Einsatz wird groß geschrieben beim Sozialdienst Katholischer Frauen. Dies würdigte bei einem Informationsgespräch der SPD-Kreistagsfraktion deren Vorsitzender Josef Flierl: „Die SkF ist unverzichtbar.

Der ehrenamtliche Einsatz wird groß geschrieben beim Sozialdienst Katholischer Frauen. Dies würdigte bei einem Informationsgespräch der SPD-Kreistagsfraktion deren Vorsitzender Josef Flierl: „Die SkF ist unverzichtbar.
Wenn es sie nicht gäbe, müsste der Landkreis sein Personal gewaltig aufstocken.“ Vorsitzende Marianne Gutwein ging kurz auf die Geschichte des Sozialdienstes ein, verwies auf die Präambel in der Vereinssatzung, in der stehe:
„Der Verein beruht auf den Prinzipien der Ehrenamtlichkeit und des Zusam-menwirkens von hauptamtlich und ehrenamtlich für den Verein Tätigen“ und „Der Verein setzt sich ein für alle in Not geratenen Menschen, unabhängig von Konfession, Weltanschauung und gesellschaftlichem Stand.“ So seien bei der SkF Am-berg im Jahr 2008 195 Ehrenamtliche aktiv in den verschiedenen Tä-tigkeitsbereichen eingebunden gewesen und hätten sich etwa 20000 Stunden zur Verfügung gestellt.
Etwa durch individuelle Betreuung und Hilfestellung für Frauen in Not, Mithilfe bei der Führung oder selbstständige Führung von Betreuungen nach dem Betreuungsgesetz, bei der Hilfe für Schwangere und Mütter und Rufbereitschaft sowohl beim „Notruf für Frauen“ als auch beim „Moses-Projekt“ rund um die Uhr. Weiter seien Ehrenamtliche im Einsatz bei Hausaufgabenhilfe und Freizeitbetreuung für Kinder im „Treffpunkt“ am Bergsteig und im „Club in der Jahnschule“ in Sulzbach-Rosenberg, engagierten sich bei der mobilen Hausaufgabenhilfe, der Kinderbetreuung in Nachbarschaftshilfe und dem Betreiben des Kleiderbasars in der Salzgasse.
Eng sei die Zusammenarbeit, so Marianne Gutwein, mit dem im gleichen Haus angesiedelten eigenständigen Verband „Donum Vitae“ und dem „Moses-Projekt.“ Beim „Notruf für Frauen,“ in dem die Mitarbeit für die 30 intensiv geschulten Frauen oft eine große Herausforderung sei, habe die Zahl der beratenen Frauen im abgelaufenen Jahr um zwölf Prozent zugenommen, 14 Frauen und 16 Kinder hätten Zuflucht in den Frauenschutzwohnungen gefunden.
Traditionell sei der Adoptionsdienst, führte Sozialpädagogin Eva Wolf weiter aus, bei der SkF angesiedelt, „ … wir bekommen dafür jedoch weder vom Staat noch von der Kir-che Mittel – ein großes Problem.“ Ausführlich stellte Eva Wolf den Pflegekinderdienst der dem SkF vor, der von 1976 bis 1981 als Modell-projekt vom Bayerischen Staat ge-fördert worden sei. In den letzten Jahren sei die Zahl der unterzubringenden Kinder und Jugendlichen auf 148 angestiegen, „und das bei eineinhalb Planstellen, deshalb mussten wir kürzlich Überlastungsanzeige stellen.“ Für viele Kinder sei die Vermittlung in eine Pflegestelle in der sich das Kind mit all seinen Schwierigkeiten angenommen und verstanden fühle, die einzige Chance für eine positive Entwicklung, fasste Eva Wolf zusammen. Sie betonte die gute gewachsene Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, aber auch, dass „wir viele Kinder zu betreuen haben, deren Eltern aus Großstädten zugezogen sind.“ Finanzausgleich und Kostenbeteilung sehe er als angebracht an, so Kreis- und Bezirksrat Richard Gaßner, und er regte die Kontaktaufnahme mit der neu geschaffenen Kinder- und Jugendpsychiatrie in Amberg an.
Eva Wolf: „Super, dass wir so etwas vor Ort haben, Therapiehilfe, das können wir nicht leisten.“ Die Erkenntnisse diesen Informationsgespräch müssten in die politischen Gremien weitergeben werden, so Neukirchens Bürgermeister Kreisrat Winfried Franz. Fraktionsvorsitzender Josef Flierl, der an Marianne Gutwein 200 Euro aus der Fraktionskasse übergab, betonte abschließend: „Wir haben größten Respekt vor ihren Leistungen.“
zum Bild: Die umfangsreiche Arbeit des Sozialdienstes Katholischer Frauen (SkF) stellten Vorsitzende Marianne Gutwein und Sozialpädagogin Eva Wolf, Fachkraft im Pflegedienst (Vierte und Fünfte von links), den Mitgliedern der SPD-Kreistagfraktion vor.
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